Aktuelles

News: Beratungspraxis
Datum: 5. August 2022

Klimaneutrale Gesundheitsberatung

Die Medizinerin Friederike von Gierke plädiert für eine “klimasensible” Gesundheitsberatung in der Arztpraxis. Als Mitarbeiterin der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) setzt sie sich dabei für das Vermitteln klimarelevanter Informationen in den Bereichen Ernährung und Mobilität ein.

Konkret empfiehl sie dabei das Vorgehen in 5 Schritten (Quelle: ÄrzteZeitung, im Wortlaut):

  1. Patienten identifizieren: Welche Beschwerden hat der Patient? Gibt es einen Bezug zu Klima und Umwelt?
  2. Herausfinden, ob der Patient für Veränderung bereit ist: Wie steht der Patient einem gesunden Lebensstil gegenüber? Ablehnung sollte von Ärzten akzeptiert werden.
  3. Gründe für Veränderung identifizieren: Gemeinsam mit dem Patienten sollte eruiert werden, wieso eine Verhaltensänderung sinnvoll ist und was den Patienten motiviert, diese voranzutreiben. Der Klimawandel steht meist nicht im Fokus der Patienten.
  4. Veränderungsplan erstellen: Ärzte können gemeinsam mit ihren Patienten ein verbindliches Ziel erarbeiten (zum Beispiel: mehr Bewegung). Dieses Hauptziel sollte in kleinere Handlungsschritte heruntergebrochen werden (zum Beispiel: zweimal pro Woche mit dem Rad zur Arbeit fahren).
  5. Umsetzung begleiten: Ärzte sollten erfragen, wobei die Patienten Unterstützung benötigen. Außerdem kann es hilfreich sein, über bereits erreichte Ergebnisse zu sprechen und so positives Verhalten zu stärken. Bei diesem Schritt können auch andere Gesundheitsberufe, wie Ergo- oder Physiotherapeuten, einbezogen werden.

Ob Ärzten und Ärztinnen genügend Zeit und Ressourcen für eine solche klimasensible Beratung bleiben, lässt sich nur schwer sagen. Doch die Empfehlungen können auch auf die Ernährungsberatung und -therapie bezogen sowie angewendet werden. Ernährungsfachkräfte sind im Bereich Ernährung und Klima (vermutlich) kompetenter und in Anbetracht der ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen auch besser geeignet.

Weitere Informationen sind unter https://www.klimawandel-gesundheit.de/ erhältlich.

News: Fort- und Weiterbildungen
Datum: 4. August 2022
Übersicht: Fort- und Weiterbildungen

Selbstsicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit

Typ: Präsenz-Seminar
Ort: Burgdorf bei Hannover
Datum: 14.10.-16.10.2022
VeranstalterIn: Silke Moosmann-Hohl
ReferentInnen: Anja Schneider
Ermäßigung/ Kosten: 640 EUR
Kurzbeschreibung laut Anbieter:

Wer kennt sie nicht: Diese Naturtalente, die uns im Gespräch und ganz nebenbei mitreißen und begeistern können. Die mutig und souverän auf der Bühne stehen, die nichts ins Wanken bringt. Doch wie machen die das? Wie schafft man es, in jeder Situation „in seiner Mitte“ zu sein? Für alle, die sich nicht als Naturtalent sehen: Kopf hoch: das kann man lernen. Wo? Genau in diesem 2-teiligen Seminar!

Wenn Sie also beruflich bedingt öfter Vorträge halten oder mit Gruppen und Teams arbeiten und hier noch den Feinschliff haben möchten: hereinspaziert! Wir arbeiten gemeinsam an folgenden Themen:

  • ihre Rolle als Vortragender oder Teamleiter
  • an ihrer Bühnenpersönlichkeit
  • an ihrem Arbeiten und Umgang mit Gruppen
  • wie man Gruppen ins Laufen bringt
  • am Umgang mit „schwierigen“ Kursteilnehmern
  • an ihren Fähigkeiten als Moderator mit analogen Medien
  • an der Gestaltung aussagekräftiger Flipcharts

Anmeldung unter seminar@ernaehrung-moosmann.de oder Fax: 07505/956691

News: Filme, Dokus und Podcasts
Datum: 3. August 2022
Hintergrundbeitrag: Filme, Dokus und Podcasts

13 Fragen: Alkohol – Genuss oder Alltagsdroge?

Die aktuelle Folge der zdf Kultur-Sendung 13 Fragen beschäftigt sich mit der „Genussdroge“ Alkohol und der Frage, ob der Staat stärker in den Konsum eingreifen soll. Gegenüber stehen sich Gegner und Befürworter einer stärkeren staatlichen Regulierung. Die RepräsentantInnen beider Seiten versuchen mit Zahlen und Daten sowie persönlichen Erfahrungen, ihr Gegenüber in das sogenannte Kompromissfeld zu bewegen.

Die Befürworter führen insbesondere die durch Alkohol bedingten Krankheitskosten, Todesfälle und Suchtkranke als Gründe für mehr politisches Eingreifen an. Sie wünschen sich unter anderem getrennte Bereiche für den Kauf von Alkohol und Lebensmitteln im Supermarkt, höhere Alkoholpreise und mehr Aufklärung sowie schnellere Wege in die Therapie für Suchtkranke. Die Gegner wiederum argumentieren damit, dass mehr staatliches Eingreifen nicht automatisch zu besseren „Entscheidungen“ der Konsumierenden führt. Sie plädieren für mehr Selbstverantwortung und weniger einschränkendes Eingreifen seitens des Staates.

Die Sendung ist aktuell auf der Website des zdf sowie auf Youtube abrufbar.

News: Beratungspraxis
Datum: 2. August 2022

Nutri-Score wird neu berechnet

Beim Nutri-Score werden neben unerwünschten Inhaltsstoffen auch erwünschte Zutaten in die Bewertung des Lebensmittels mit einbezogen. Auf Beschluss des internationalen Gremiums, bestehend aus Mitgliedern aus Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Spanien, Schweiz und Deutschland werden einige Zutaten aufgrund der wissenschaftlichen Entwicklung neu bewertet.

So sollen Salz und Zucker zukünftig stärker gewichtet werden. Des Weiteren werden ballaststoffreiche Vollkornprodukte gegenüber ballaststoffärmeren Brotwaren besser bewertet. Günstiger beurteilt werden zudem Öle mit einem geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Konkrete Verbesserungsvorschläge für Getränke sind indes noch in Arbeit. Die Ergebnisse werden noch dieses Jahr erwartet.

Quelle: n-tv

Anthropometrie: Parameter bei Übergewicht und Adipositas 
Datum: 1. August 2022
Zum Beitrag

Beitrag der Woche: Anthropometrie – Körpergewicht, Bauchumfang und Co

Die Anthropometrie umfasst Messmethoden zur Erhebung von Körpermaßen wie Körpergröße, Körpergewicht und Taillenumfang sowie deren Einordnung und Interpretation. Die Körpermaße spielen eine wichtige Rolle im Ernährungsassessment.

Inhalt

News: Fort- und Weiterbildungen
Datum: 30. Juli 2022
Übersicht: Fort- und Weiterbildungen

Das Schweigen der Leber

Typ: Online-Seminar
Datum: 23.-24.09.2022
VeranstalterIn: Weiterbildung Ernährung
ReferentInnen: Dr. Bettina Jagemann
Ermäßigung/ Kosten für Mitglieder: 225 EUR statt 249 EUR
Kurzbeschreibung laut Anbieter:

Die Leber trägt nicht zu Unrecht den Beinamen „Der schwarze Monarch“, da sie sich bei Schädigungen oft viel zu spät bemerkbar macht. Das Online-Seminar möchte Sie in die vielfältigen Krankheitsbilder der Leber einführen und soll dabei helfen, Laborwerte und daran geknüpfte medikamentöse Interventionen zu verstehen. Da Leberpatient*innen mit Fortschreiten der Erkrankung zunehmend Gefahr laufen, eine Mangelernährung zu entwickeln, spielt auch die Einschätzung des Ernährungszustandes eine zentrale Rolle. Dabei soll ein Fokus liegen auf dem Wechsel von Überflussernährung – wie sie die Nicht-alkoholische-Fettleber (NAFLD) darstellt – zu einer Leberzirrhose mit zunehmender Gefahr der Muskelkachexie. Die begleitende Ernährungstherapie kann die Weiterentwicklung vieler Lebererkrankungen maßgeblich beeinflussen und sollte nicht unversucht bleiben, da die letzte Option bis heute Lebertransplantation heißt!

Weitere Informationen und/oder Anmeldung

News: Wissen und Wissenschaft
Datum: 29. Juli 2022

Pflanzenbasierte Kost gegen erektile Dysfunktion?

Es mehren sich die Hinweise, dass bestimmte Kostformen (z. B. pflanzenbasierte Kost, mediterrane Ernährung) das Risiko für eine erektile Dysfunktion (ED) reduzieren. Das widerspricht der Annahme einiger, dass Männer von einer fleischlastigen Ernährungsweise profitieren.

Einer Analyse der Health Professionals Follow-Up Study mit knapp 22.000 TeilnehmerInnen ergab, dass eine Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst das Auftreten einer erektilen Dysfunktion vermindern kann. Die Angaben zur Ernährung stammten dabei aus Ernährungsinterviews, die alle 4 Jahre wiederholt wurden.

Als Rechengrundlage wurde der PDI (pflanzenbasierter Diät-Index) verwendet, bei dem pflanzlichen Lebensmitteln positive und tierischen Lebensmitteln negative Werte zugeordnet werden. Ein höherer PDI war in der Gruppe der 60- bis unter 70-Jährigen mit einem geringeren Auftreten von Erektionsproblemen verbunden. Bei jüngeren Männern hingegen war kein messbarer Zusammenhang erkennbar. Der Zusammenhang war jedoch unter Berücksichtigung des „healthy PDI“ (hPDI), bei dem pflanzliche Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse, aber z. B. keine gesüßten Obstsäfte berücksichtigt werden, noch stärker ausgeprägt [Yan 2022].

Die Forschenden fassen ihre Ergebnisse mit einer eindeutigen Empfehlung zusammen: „Männer sollten dahingehend beraten werden, dass der Verzehr von Fleischprodukten und ungesunden pflanzlichen Nahrungsmitteln mit einem erhöhten Risiko verbunden ist, Erektionsstörungen zu entwickeln.“

News: Beratungspraxis
Datum: 28. Juli 2022

Strom, Gas und Wasser sparen in der Küche

Es ist das aktuelle Thema schlechthin: Wie lassen sich Strom, Wasser und Co einsparen, um zumindest einen Teil der auf uns zukommenden Mehrkosten zu kompensieren und den Verbrauch messbar zu reduzieren?

Neben bekannten Empfehlungen zum Glühbirnenaustausch, Stecker aus der Steckdose ziehen und A-Energielabel-Kauf von Elektrogeräten lassen sich Strom und Gas auch beim Zubereiten und Kochen von Speisen einsparen. Wir haben ein paar Tipps dazu gesammelt.

Herd und Backofen (Strom/ Gas sparen)

  • mit Deckel auf Kochtopf kochen (bis -50 %), Kochtopf an Herdplattengröße ausrichten (idealerweise passt die Kochtopfgröße genau aufs Kochfeld), kleinstmöglichen Topf verwenden; Verwenden von Schnellkochtöpfen
  • Herd und Ofen ein paar Minuten vor dem Ende abschalten und Restwärme nutzen (funktioniert mitunter nur beim Backofen)
  • mit möglichst wenig Flüssigkeit kochen
  • Backofen nicht vorheizen
  • wenn vorhanden: Eco-Programme nutzen
  • nach Aufkochen auf höchster Stufe Herdplatte auf niedrigere Stufe stellen
  • kleinere Portionen in Mikrowelle (wenn vorhanden) aufwärmen
  • für mehrere Tage vorkochen bzw. größere Portionen kochen
  • Wasser im Wasserkocher erhitzen
  • Brot und Brötchen im Toaster rösten
  • Eier mit Eierkocher kochen

Kühlschrank (Strom sparen)

  • Kühlschrank gut füllen, nicht auf niedrigste Temperatur stellen (7 °C sind in der Regel völlig ausreichend)
  • Feuchtigkeit im Kühlschrank beseitigen, feuchte Speisen luftdicht verpacken
  • nur abgekühlte Speisen in den Kühlschrank stellen
  • gefrorene Speisen im Kühlschrank langsam auftauen lassen
  • Kühlschranktür wenig und kurz öffnen
  • Kühlschrankdichtungen regelmäßig kontrollieren
  • Kühlschrank nicht direkt neben Heizung/ Herd stellen
  • Abwärme abziehen lassen & Lüftungsgitter reinigen, Rückwand entstauben, regelmäßig abtauen
News: Wissen und Wissenschaft
Datum: 27. Juli 2022
Hintergrundbeitrag: Anthropometrische Messungen

Zusammenhang zwischen Körperfettanteil und kognitiven Funktionen

Ein hoher Körperfettanteil mit einem hohen Anteil an viszeralem Fettgewebe könnte das Risiko für vaskuläre (die Gefäße betreffend) Hirnverletzungen erhöhen und kognitive Funktionen beeinträchtigen. Das berichten Forschende aus Kanada, die knapp 9.200 TeilnehmerInnen hinsichtlich Körperfett und Gehirngesundheit untersuchten [Ana 2022].

Mittels verschiedener Untersuchungen (bioelektrischen Impedanzanalyse, Magnetresonanztomografie, Digital Symbol Substitution Test, Interheart-Risiko-Score) konnten sie zeigen, dass die kognitive Funktion mit zunehmendem Körperfettanteil und mit zunehmendem viszeralem Fett stetig abnahm.

News: Filme, Dokus und Podcasts
Datum: 26. Juli 2022
Hintergrundbeitrag: Filme, Dokus und Podcasts

Doku: Krank durch Plastik?

Forschende auf der ganzen Welt gehen dem Verdacht nach, dass bestimmte Substanzen in Plastik einen negativen Einfluss auf den menschlichen Körper ausüben. Hierzu zählen spezifische hormonell wirksame Substanzen wie Phthalate (Weichmacher) und Bisphenole (Hartmacher), sogenannte endokrine Disruptoren. Diese können beispielsweise östrogenähnliche Effekte haben und damit bestimmte Risiken verursachen.

Zu den Hauptrisiken zählen Krebserkrankungen (z. B. Brustkrebs), Fruchtbarkeitsstörungen (z. B. verminderte Spermienqualität) und neurodegenerative Erkrankungen (z. B. ADHS). Auch auf das ungeborene Kind könnte der Einfluss der Chemikalien schwerwiegende Effekte haben. Die früher einsetzende Pubertät wird von einigen Forschenden ebenfalls damit in Verbindung gebracht. Nachgewiesen sind bereits negative Effekte auf das zentrale Nervensystem und die Schilddrüse.

Problematisch dabei ist weniger der (in wissenschaftlichen Studien oft untersuchte) Effekt einer einzelnen Substanz, sondern die (wissenschaftlich meist nicht untersuchte) kumulierende Wirkung mehrerer Einzelsubstanzen. Die meisten Erkenntnisse stammen bislang aus Tierstudien. Denn für den Nachweis am Menschen gibt es ein Problem: Es bräuchte Menschen, die keinen Umwelthormonen ausgesetzt sind und es bräuchte Menschen, die sich gezielt den Substanzen aussetzen. Beides ist in der Realität kaum umsetzbar.

Die Doku lässt ExpertInnen verschiedener Disziplinen zu Wort kommen und zeigt eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse. Zudem kommen Betroffene zu Wort, bei denen die Ursache ihrer gesundheitlichen Probleme durchaus mit dem Kontakt mit diesen Chemikalien zurückzuführen sein könnte.

Die Doku ist aktuell auf der Website von arte und in der ZDF-Mediathek zu sehen.

Entzündungen: Schematischer akuter und chronischer Verlauf (vereinfacht)
Datum: 25. Juli 2022
Zum Beitrag

Beitrag der Woche: Chronische Entzündungen – Symptombild und Ernährungstherapie

Eine Entzündung ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers mit dem Ziel, den Auslöser bzw. die Ursache zu beseitigen. Es handelt sich dabei um eine komplexe Abfolge von Reaktionen des Organismus bzw. des Immunsystems auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten Entzündungsreiz. Ziel ist immer, diesen Auslöser zu eliminieren, zu inaktivieren oder zu kontrollieren. Dabei kann die Ernährung helfen. Verschiedene Inhaltsstoffe unserer Nahrung wirken entzündungshemmend, andere wiederum entzündungsfördernd. Langfristig kommt es auf die Balance zwischen fördernden und hemmenden Einflüssen in unserer Ernährung an.

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