Aufstriche und Dips: einfach, schnell, abwechslungsreich

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Dips und Aufstriche sind schmackhafte Alternativen zum klassischen Käse- oder Wurstbrot und bieten eine abwechslungsreiche Alternative für Snacks mit knackigem Gemüse. Viele kennen Dips vor allem von Buffets und Partymenüs – und das aus vielen Länderküchen. Denn die leckeren Cremes sind nicht nur einfach und schnell in der Zubereitung, sondern auch herrlich vielfältig im Geschmack. Und es gibt einen entscheidenden Vorteil gegenüber den unzähligen Varianten aus dem Supermarkt: Selbst gemachte Aufstriche und Dips kommen ohne Geschmacksverstärker oder Konservierungsmittel aus.

Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Viele Rezepturen sind sehr simpel, einige wirken durch ungewohnte Kombinationen einzelner Zutaten verspielt. Es gibt den einfachen, puren Geschmack genauso wie explodierende Aromen. Vorlieben sind kein Problem, Abneigungen genauso wenig. Der Fisch- und Käseliebhaber kommt genauso auf seine Kosten wie der Vegetarier oder Veganer. Somit können auch beliebige Kostformen und Ernährungskonzepte bedient werden.

Allerlei Nutzen und Vorteile

Aufstriche und Dips bieten die Gelegenheit, bestimmte Lebensmittel in den Speiseplan zu integrieren, die man sonst vielleicht eher nicht so mag. So ist der Geschmack von Leinöl für viele gefühlt unzumutbar. Leinöl aber besitzt antientzündliche Eigenschaften und ist daher als therapeutisches Lebensmittel für verschiedene Erkrankungsbilder wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Krebs geeignet. Eingerührt in Quark oder Frischkäse und kombiniert mit frischen Kräutern verliert sich der unangenehme Geschmack. Generell eignen sich Pflanzenöle meist nur für die kalte Küche. Aufstriche bieten hier eine hervorragende Verwendungsmöglichkeit.

Hinweis der Redaktion
Bezüglich des Geschmacks von Leinöl wurde uns von einer aufmerksamen Leserin der Hinweis gegeben, dass frisches, direkt aus der Ölmühle stammendes, gut gefiltertes Leinöl nicht bitter, sondern nussig schmeckt. Im Handel erhältliches Leinöl ist demnach wohl häufig nicht unter Ausschluss von Sauerstoff, Hitze und Licht (“Oxyguard”/”Omega-safe”-Verfahren) hergestellt, was den bitteren Geschmack bedingen kann.

Wir haben ein paar Ideen für verschiedene Dips und Aufstriche zusammengetragen und versucht, einen Dip-Baukasten zu erschaffen. So sollen sich beliebig viele Rezepturen nach eigenen Wünschen und Vorlieben zusammenstellen lassen. Welche davon besser zu Brot, welche zu Gemüse und welche zu beidem gut passen, sollte jeder selbst ausprobieren. So unterschiedlich die Aufstriche sind, so verschieden sind eben auch die Geschmäcker.

Ähnlich verhält es sich mit unliebsamen Gemüsesorten. Spinat ist für viele ein Graus. Ein Spinatdip mit Knoblauch, Quark, etwas Zitronensaft und Fetakäse hingegen wird von vielen gemocht. Selbst wenn nicht riesige Mengen an dem Gemüse gegessen werden, so ist es dennoch eine gute Möglichkeit, um sich dem unliebsamen Gemüse zu nähern. Das gilt insbesondere auch für Kinder.

Auch in der Resteküche finden Dips ihren Platz. Gemüse, das nicht mehr so gut aussieht oder nur noch in kleinen Mengen vorhanden ist, lässt sich so verarbeiten. Das gilt ebenso für verschiedene Milchprodukte wie Quark und Joghurt oder Käse. Selbst Fleisch-/Wurst- oder Fischprodukte lassen sich so aufbrauchen. Die Verschwendung von Lebensmitteln ist ein weltweites Problem. So kann jeder etwas dagegen tun.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Einen kleinen Nachteil gibt es dann aber doch: selbst gemachte Aufstriche sind nicht sehr lange haltbar. Eine sorgfältige Zubereitung in den richtigen Mengen und Gefäßen sowie eine optimale Aufbewahrung beeinflussen die Haltbarkeit beträchtlich. Optimal ist natürlich immer der sofortige Verzehr. Je nach Ausgangsmaterial halten sich Aufstriche und Dips einige wenige Tage im Kühlschrank. Bei gekochten Dips kann die Haltbarkeit bis zu einer Woche betragen.

Als Gefäße eignen sich Schraubgläser besonders gut. Diese müssen nicht extra gekauft werden. In vielen Haushalten fallen Gläser bei aufgebrauchten Joghurt-, Marmeladen- oder Gemüsekonserven an. Dies ist nicht nur preisgünstiger, sondern auch nachhaltiger. Neben Schraubgläsern können natürlich auch Tupperboxen verwendet werden.

Auf die Verwendung von künstlich hergestellten Konservierungsmitteln wie Ascorbinsäure oder Essigsäure in der eigenen Küche sollte verzichtet werden. Natürliche Konservierungsmittel in Form von Zutaten wie Salz, Öl oder Essig verlängern die Haltbarkeit meist nur geringfügig.

Rezeptideen

Wir haben ein paar Ideen für verschiedene Dips und Aufstriche zusammengetragen und versucht, einen Dip-Rezept-Baukasten zu erstellen. So sollen sich beliebig viele Rezepturen nach eigenen Wünschen und Vorlieben zusammenstellen lassen. Welche davon besser zu Brot, welche zu Gemüse und welche zu beidem gut passen, sollte jeder selbst ausprobieren. So unterschiedlich die Aufstriche sind, so verschieden sind eben auch die Geschmäcker.

Rezeptbaukästen und Küchenbasics Aufstriche und Dips: einfach, schnell, abwechslungsreich

Voraussetzung für unsere Auswahl war die einfache und schnelle Zubereitung sowie die Verwendung von Zutaten, die leicht erhältlich sind.

2 Beispiele für Aufstriche und Dips mit Fisch

Fisch enthält leicht verdauliches Eiweiß sowie nennenswerte Mengen an Jod. Thunfisch, Lachs, Makrele und Co. sind zudem reich an Omega-3-Fettsäuren. Nicht vielen fällt es leicht, die empfohlene Menge von zwei Fischmahlzeiten pro Woche zu erreichen. Aufstriche mit Fischprodukten erweitern die Produktvielfalt auf dem Teller.

2 Beispiele für Aufstriche und Dips mit Ei

Eier sättigen gut und besitzen unter den Lebensmitteln das Eiweiß mit der höchsten biologischen Wertigkeit.

2 Beispiele für Aufstriche und Dips mit Milchprodukten

Milchprodukte wie Quark, Joghurt oder Frischkäse sind klassische Zutaten vieler Aufstriche und Dips.  Diese sorgen für eine cremige Konsistenz und eine gute Sättigung. Mit Milchprodukten lassen sich beliebig viele Cremes in vielfältigen Kombinationen und Geschmacksrichtungen zaubern.

2 Beispiele für Aufstriche und Dips plant-based (rein pflanzlich)

Rein pflanzliche Alternativen sind stark auf dem Vormarsch. Mit unserem heute zur Verfügung stehenden Nahrungsmittelangebot lassen sich vielseitige und schmackhafte Aufstriche zubereiten. In Kombination mit verschiedenen Gewürzen sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

2 Beispiele für Aufstriche und Dips süß

Die süßen Aufstriche kommen oft zu kurz. Wer Marmeladen und Gelees nicht selbst herstellt, greift meist auf Varianten aus dem Supermarkt zurück. Insbesondere an Ideen für selbst gemachte Schokoladenaufstriche mangelt es. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Streichfähigkeit des Aufstrichs maßgeblich durch die Verwendung von Palmöl gewährleistet wird. Das lässt sich mit den Bordmitteln zu Hause nur schwer realisieren. Einen Versuch ist es dennoch wert.

Womit wird “gedipt”?

Klassisch verstehen sich Aufstriche und Dips als willkommene Abwechslung zum Wurst- und Käsebrot – nicht zuletzt, um die Nährstoffausbeute zu erhöhen, die Geschmacksknospen zu trainieren und eine zufriedene Sättigung zu erzielen. Dabei gibt es durchaus feine Unterschiede: Nicht jeder Aufstrich passt zu jedem Brot. Generell empfehlen wir, traditionell verarbeitete Brote wie ein Roggenbrot auf Basis von Natursauerteig zu bevorzugen. Für zwischendurch und für diejenigen, die es etwas knuspriger mögen, bietet sich auch Knäckebrot auf Sauerteig-Roggen-Basis an. Alternativen sind Mehrkorn- und Saatenbrote. Und wer auf sehr kohlenhydratreiche Mahlzeiten, aber nicht auf Brot verzichten möchte, kann Nuss- und Samenbrote probieren. Für süße Aufstriche hingegen wird von vielen immer noch helles Brot bevorzugt. Hier gilt aber: weniger ist mehr.

Neben Brot eignen sich besonders Gemüsesticks als Knabberalternative. Vor allem Gurken, Möhren, Zucchini, Gemüsepaprika, Radieschen, Kohlrabi, Fenchel und Weiße Rüben harmonieren ausgesprochen gut mit würzigeren Dips. Hierzu passen auch Aufstriche auf Basis von Hülsenfrüchten (z. B. Linsen, Kichererbsen, weiße Bohnen und rote Bohnen) gut, da diese hervorragend sättigen. Auch Kinder greifen vermehrt zum Gemüse, wenn dieses mit leckeren Dips angeboten wird.

Eine etwas aufwendigere, aber nicht weniger attraktive Alternative zu Gemüsesticks sind Gemüsechips. Diese bieten sich insbesondere für Partymenüs an. Gemüsechips sind allerdings Energie-aufwendig in der Herstellung und Gemüse ist eigentlich zu schade, um als Chips auf dem Teller zu landen. Daher empfehlen wir dies eher als Ausnahme.

Downloads

Für unsere Mitglieder stehen eine Rezept-PDF mit über 30 Aufstrichen und Dips sowie der Rezeptbaukasten zum Download zur Verfügung. Diese sind auch über den Medienshop erhältlich.

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2 thoughts on “Aufstriche und Dips: einfach, schnell, abwechslungsreich”

  1. Ich finde die Beiträge sehr hilfreich und informativ!!! Ich bin immer wieder hellauf begeistert, danke!

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