Beratungs- und Praxistools für Ernährungsfachkräfte

1. Beratungstools

Tools für die Beratung umfassen Apps, Datenbanken und Freelancer-Programme, die den allgemeinen oder speziellen Beratungsprozess professionell unterstützen können.

Arznei aktuell (Medikamenten-Datenbank)

Die App “Arznei aktuell” stellt Medizinern und anderen in den Gesundheitsberufen tätigen Fachkräften eine umfangreiche Medikamentendatenbank mit mehr als 60.000 gelisteten Präparaten zur Verfügung. Die Medizin-App enthält überwiegend Fachinformationen zu verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und Medizinprodukten, die nicht für den Laien bestimmt sind. Zusätzlich enthält die Medikamenten-Datenbank den Giftnotruf und die regionalen Notfalldepots.

Weitere Informationen gibt es auf der Website ifap.

blink.it (Coaching-Tool)

Die Plattform blink.it bietet Trainern und Coaches sowie Beratern und Anbietern von Bildungsangeboten ein Tool zur Vertiefung von Wissen oder zur Begleitung von bereits Erlerntem in der Praxis an. Die Gründer Michael Witzke und Konstantin Ristl wollen damit insbesondere die Lücke zwischen Lernen der Theorie beispielsweise in Seminaren, Coachings oder Fortbildungen und der Umsetzung des Gelernten in der Praxis schließen. Denn die meisten Fragen ergeben sich in der Umsetzungsphase – und hier fehlt zumeist die kontinuierliche Begleitung und Betreuung. blink.it will diese Lücke zeitsparend, motivierend und kostengünstig füllen und entwickelte eine optisch sehr ansprechende, intuitive und technisch leicht verständliche Software. Damit will das Team also nicht die Präsenzveranstaltungen ersetzen, sondern mit einem Zusatznutzen attraktiver machen. Dies kann sowohl unentgeltlich als auch kostenpflichtig erfolgen.

Weitere Informationen gibt es auf der Website blink.it.

CaraCare (Ernährungscoach bei Verdauungsproblemen)

CaraCare versteht sich als Ernährungscoach bei Verdauungsproblemen. Die App bietet Ernährungsempfehlungen bei verschiedenen Verdauungsbeschwerden unter professioneller Anleitung an. Ernährungsfachkräfte können sich bewerben. Der Nutzer erfasst in einem Tagebuch seine Beschwerden und seine regelmäßigen Mahlzeiten. Mithilfe der Dokumentation soll es ihm so erleichtert werden, Zusammenhänge zwischen den Symptomen und der eigenen Ernährung herzustellen.

Weitere Informationen gibt es auf der Website cara care.

CED Forum App

Die CED Forum App wurde für Betroffene mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulzerosa entwickelt. Die interaktive Plattform dient in erster Linie dem Austausch untereinander. Weitere Funktionen sind

  • Terminerinnerung/ Verwaltung von Arztterminen
  • Tagebuchfunktion/ Einnahme von Medikamenten
  • Lebensmittelampel
  • Toilettenfinder

Damit bietet sich den Betroffenen Unterstützung im Alltag auch für sensible Themen. Dadurch kann sich die Therapieakzeptanz und das Therapieverständnis verbessern.

Weitere Informationen sind auf der Website CED – Trotzdem ich verfügbar.

Clever Memo
(Coaching Tool)

CleverMemo unterstützt die Umsetzungsbegleitung der Beratung, die in einer Art Verlaufsdokumentation die gesamte Kommunikation zwischen Berater und Klient für beide Seiten sichtbar macht. Das Tool zeichnet sich eine einfache Bedienbarkeit, einen sicheren Datenschutz sowie eine synchrone Dokumentation aus. Neben vielfältigen Optionen für die nachhaltige Betreuung von Präsenz-Beratungsstunden ist auch eine schnellere Vorbereitung für die nächste Sitzung möglich. So erleichtert es nicht nur den Kontakt zwischen Berater und Ratsuchendem, sondern spart auch Zeit. Gleichzeitig liefert CleverMemo Vorlagenbeispiele für Aufgaben und Begleitinstrumente, die zudem beliebig angepasst und erweitert werden können.

Weitere Informationen gibt es auf der Website Clever memo.

CodeCheck (Barcode-Scanner für Produkte)

Mit der App Codecheck ist es nun ein Leichtes, verschiedene Informationen zu einem Produkt sofort zu bekommen. Mittlerweile zählt die App mit 27 Millionen Produkten wohl mit zu den größten Produktratgebern im Internet. Zu einem Lebensmittel zeigt Codecheck neben detaillierten Nährwertangaben auch via Ampelfarben, ob ein Produkt zu viel Zucker, Salz oder Fett enthält. Zusätzlich wird auf Palmöl-Bestandteile oder gefährdete Fischarten hingewiesen. Auch lässt sich mit einem Blick herausfinden, ob das Produkt vegan, vegetarisch, gluten- oder laktosefrei ist. Neben dem Scannen von Lebensmitteln ist auch das Scannen von Kosmetika möglich. Neben den Information zu den einzelnen Produkten vereint die App zusätzlich einen Newsfeed mit Artikeln zu den Themen Gesundheit, Schönheit, Umwelt sowie zahlreichen Tipps und Rezepten.

Weitere Informationen gibt es auf der Website CodeCheck.

DZG-App (Zöliakie-App)

Wer unter einer Glutensensitivität, Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit leidet, muss im Supermarkt und beim Außer-Haus-Verzehr oft stundenlang die Etiketten und Zutatenlisten studieren, um sicher gehen zu können, glutenfrei zu speisen. Hierbei soll von nun an die DZG-App der Deutschen Zöliakie Gesellschaft unterstützen. Wer wissen will, ob ihm die dargebotenen Informationen hilfreich sein können, muss erst eine Mitgliedschaft beantragen, die immerhin mit 45 EUR im Jahr zu Buche schlägt. Zudem ist für die Erstregistrierung eine Verwaltungspauschale von 15 EUR zu bezahlen.

Weitere Informationen gibt es bei DZG online.

EatSmarter (Rezept-App)

Mit der EatSmarter-App erhält der Nutzer via Smartphone oder Tablet Zugriff auf fast 190.000 Rezepte. Besonders praktisch sind die zahlreichen Filtereinstellungen der Anwendung. Neben klassischen Kategorien wie Fleischgerichte, Frühstück, Desserts und Co lassen sich die Rezepte nach verschiedenen Ernährungsformen und Lifestyle-Kriterien filtern. Wünscht sich der Klient Unterstützung bei seiner veganen Ernährungsumstellung, soll er sich eiweißreich ernähren oder sucht er Rezepte für eine Säure-Basen-Diät, kann der Berater ihm dank der App schnell mit passenden Vorschlägen versorgen. So werden Klienten praxisnah bei ihrer notwendigen oder gewünschten Ernährungsumstellung unterstützt und können die Empfehlungen aus der Beratungsstunde in der heimischen Küche direkt in die Tat umsetzen.

Weitere Informationen gibt es auf der Website eatsmarter.

embryotox.de

embryotox.de ist ein Beratungszentrum der Charité-Universitätsmedizin Berlin, das vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird. Die Plattform bietet unabhängige Informationen zum Einsatz von Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit. Hier kann recherchiert werden, welche Arzneistoffe unbedenklich und gut verträglich sind.

Die Informationen entsprechen wissenschaftlichen Standards und sind kostenfrei verfügbar. Zu den Schwerpunkten zählen:

  • Arzneimittel: Informationen zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit
  • Erkrankungen: Besonderheiten der Therapie bei ausgewählten häufigen Erkrankungen in der Schwangerschaft
  • Beratung: Fragebögen zur individuellen Beratung

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Go4Balance (Coaching-Tool)

Go4Balance ist ein Coaching-Tool für Gesundheits- und Ernährungsberater, mit dem die Stärken und Schwächen der Kunden und Klienten in verschiedenen Bereichen analysiert werden. Die Analyse erlaubt dem Berater anschließend, seine Empfehlungen so anzupassen, dass das volle Potenzial der Kunden ausgeschöpft werden kann. Go4balance ist eine strukturierte, effiziente, lösungsorientierte Kurzzeit-Coaching-Methode, die von Ernährungsberatern ohne lange, kostenintensive Coaching-Ausbildung genutzt werden kann. Die Software enthält eine Lebensstilanalyse. Diese hilft dem Berater, seine Kunden besser zu verstehen und ihre inneren Antreiber und Blockierer zu erkennen. Für die Kunden selbst ist die Analyse ein wertvolles Selbsterkenntnis-Tool.

Weitere Informationen gibt es auf der Website Go4Balance.

GoCarb (Kohlenhydratberechnung in Speisen)

Typ 1-Diabetiker müssen täglich Insulin spritzen. Die größte Herausforderung dabei ist das richtige Schätzen oder Berechnen der Kohlenhydratmengen in den einzelnen Mahlzeiten. Studien zeigen, dass sich Patienten mit Typ 1-Diabetes teilweise um bis zu 50 % verschätzen. Das genaue Berechnen hingegen ist äußerst mühsam, aufwendig und in Teilen nicht praktikabel. Wie verlockend klingt es da, mithilfe einer App die Mahlzeiten zu fotografieren und daraufhin ein ziemlich genaues Ergebnis zum Kohlenhydratgehalt der Mahlzeit zu erhalten? Die App für Smartphones soll den Kohlenhydrat-Gehalt einer Mahlzeit automatisch berechnen. Hauptziel ist die bessere Planung der Mahlzeiten und die einfachere Kontrolle des Blutzuckers für insulinpflichtige Diabetiker. Das Programm erkennt Nahrungsmittel auf dem Teller anhand von Fotos einer Smartphone-Kamera und schätzt anschließend den Kohlenhydratgehalt. Daraus errechnet die mobile Applikation wiederum automatisch den Insulinbedarf, der für die jeweilige Mahlzeit benötigt wird.

Weitere Informationen gibt es auf der Website Blood-Sugar-Lounge.

Label online (Verzeichnis von Siegeln und Gütezeichen)

Label online ist eine Plattform für VerbraucherInnen, auf der über 1.000 Siegel, Label und Gütezeichen gelistet werden. Diese werden mit Bewertungen und Hintergrundinformationen umfassend vorgestellt und beurteilt.

Für die KonsumentInnen soll so auf einen Blick erkennbar sein, welche Qualität hinter einem Label steckt. Dabei werden Gütezeichen nach Kategorien sortiert: Lebensmittel, Elektrogeräte, Kosmetikprodukte, Kleidung, Internet oder auch Strom, Energie und viele weitere.

Die Plattform wurde im Jahr 2000 gegründet und bis 2014 aus Mitteln des BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) finanziert. Seit 2016 wird die Initiative vom BMJV (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz) gefördert. Träger ist die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V., der Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher. Seit 2014 gibt es eine zugehörige App.

Weitere Informationen gibt es auf der Website Label online.

Lebensmittel-Forum (Online-Plattform für Verbraucherfragen)

Unter https://www.lebensmittel-forum.de/ steht ab sofort ein neues Online-Forum für KonsumentInnen bereit, auf dem Fragen rundum die Themen Ernährung, Lebensmittel, Kennzeichnung und Verpackung (anonym) gestellt werden können.

Beantwortet werden die Fragen von ExpertInnen der Verbraucherzentralen. Die Initiative will so der zunehmenden Unsicherheit von VerbraucherInnen durch widersprüchliche Gesundheitsinformationen im Internet und in den Medien entgegenwirken. Ihr Anspruch ist, kritisch, anbieterunabhängig und kompetent zu beraten und eine leicht zugängliche Plattform zu bieten.

Das Frage-Formular ist auf der Website des Lebensmittel-Forums verfügbar.

M-Sense (DiGa für Migräne)

M-sense ist eine zertifizierte Medizin-App, die Betroffene darin unterstützt, Migräne- und Spannungskopfschmerzen konkret vorzubeugen oder zumindest abzumildern. Die Wetterdaten (Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit) werden automatisch erfasst. Die Erfassung bis zur Analyse dauert in aller Regel mehrere Wochen, da der nächste Schritt – die Analyse – per Logarithmus die eingegebenen Daten interpretiert. Im Wesentlichen versucht M-sense nun das individuelle Migräne- und Kopfschmerzmuster zu ermitteln. Dazu werden alle Angaben berücksichtigt. Insbesondere können auch biologisch-hormonelle Faktoren mit aufbereitet werden. M-sense bietet daraufhin eine Kalenderansicht mit dem persönlichen Kopfschmerzverlauf sowie einige Statistiken zu Häufigkeit und Intensität der Attacken.

Weitere Informationen gibt es auf der Website m-sense.

MillionFriends (Bluzucker-Tracking)

MillionFriends ist ein Unternehmen, das Ernährungstests für zu Hause anbietet. Mittels einer Stuhlanalyse sowie dem kontinuierlichen Erfassen des Blutzuckerspiegels wertet MillionFriends die erfassten Daten aus und leitet daraus individuelle Ernährungsempfehlungen ab.

Nach einer 14-tägigen Testphase mit bis zu 75 Mahlzeiten bekommt der Nutzer eine umfangreiche Auswertung. Darin enthalten sind zudem Faustregeln für gesunde und nachhaltige Ernährung sowie Vorschläge für individuelle Mahlzeiten.

Der Nutzer soll auf diese Weise zum Beispiel erfahren, ob er eher der Fett- oder Proteintyp ist oder welches Frühstück ihn lange satt macht.

Weitere Informationen gibt es auf der Website MillionFriends.

Moodgym (DiGa für Depression und Psyche)

moodgym ist ein kostenloses Online-Training zur Stärkung der Psyche. Mit Übungen und Beispielcharakteren können die Nutzer ungesunde Gedankenmuster erkennen und durch neue ersetzen, um das Handeln positiv zu verändern. Ziel des Programms ist es, depressive Symptome zu verringern und Depressionen langfristig möglichst zu verhindern. Das Programm basiert auf dem Konzept der Verhaltenstherapie und wurde von australischen Forschern entwickelt. Ein Expertenteam des Instituts für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health der Universität Leipzig übersetzte moodgym mit Förderung der AOK ins Deutsche. Auch Ernährungsfachkräfte können das Programm ihren Kunden und Klienten empfehlen oder bei Bedarf aktiv in den Beratungsprozess integrieren. Das Programm richtet sich ausdrücklich nicht nur an Patienten mit der Diagnose Depression, sondern setzt wesentlich früher an und ist damit auch für den „Gesunden“ mit teil- und/oder zeitweise negativen Gedanken und Gedanken hilfreich.

Weitere Informationen gibt es auf der Website moodgym.

MyTherapy (App zur medizinischen Dokumentation)

MyTherapy ist eine von PatientInnen und niedergelassenen ÄrztInnen entwickelte medizinische App zur Dokumentation von Laborwerten, Symptomen, Trainings und der Einnahme von Medikamenten.

Die App wertet auch verschiedene Laborwerte aus, erinnert an die Einnahme von Medikamenten und generiert auf Wunsch einen Gesundheitsbericht für den nächsten Besuch beim Arzt.

Die Entwickler geben an, prinzipiell keine persönlichen Daten an Dritte weiterzugeben. Die Nutzung von MyTherapy ist ohne Registrierung möglich und kostenfrei. Durch Kooperationen mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen wie der Charité soll die Nutzung auch langfristig kostenfrei bleiben. Auf personenbezogene Daten erhalten weder Partner noch andere Dritte Zugriff.

Funktionen im Überblick

  • Eingabe der letzten Injektionsstelle
  • Erinnerung an Medikamente, Messungen und Aktivitäten
  • Datenbank an Medikamenten inkl. Erfassung per Strichcode
  • Nachfüllerinnerungen bei niedrigem Medikamentenbestand
  • Motivation zur Medikamenteneinnahme von Familie und Freunden
  • Dokumentation von Messwerten wie Blutdruck, Gewicht, Blutzucker etc.
  • Erfassung von Wohlbefinden und Symptomen
  • Dokumentation des Therapieverlaufs
  • personalisierte Tipps für die Behandlung
  • druckbarer Gesundheitsbericht zur Diskussion mit dem Arzt
  • sicher, TÜV-geprüft und werbefrei

Weitere Informationen sind auf der Website von MyTherapy erhältlich.

prof-e.a.t. (Beratungstool)

Eine professionelle und zielbewusste Ernährungstherapie erfordert weit mehr, als dem Hilfesuchenden ein paar Tipps und Ratschläge mit auf den Weg zu geben. Vielmehr sollte der Klient für einen dauerhaften Therapieerfolg in die Lage versetzt werden, seine Ernährungs- und Essgewohnheiten selbst zu analysieren, Schwachstellen zu erkennen und Veränderungen eigenständig ableiten zu können. Dies gelingt am effektivsten, wenn er getreu dem Motto „Learning by doing“ von Beginn an aktiv am Beratungsprozess teilnimmt – von der Problemfindung bis hin zur Ausformulierung konkreter Änderungsschritte. Um Ernährungstherapeuten hierfür ein professionelles Beratungstool an die Hand zu geben, wurde prof-e.a.t. entwickelt. prof-e.a.t. steht für ein professionelles Eating Assessment Tool. Das Kernstück des Konzepts bildet wortwörtlich ein eleganter „Werkzeugkoffer“, der gefüllt ist mit zahlreichen anschaulichen Lehr- und Lernmitteln, die eine spielerisch einfache Interaktion zwischen Therapeuten und Klienten ermöglichen. So stehen unter anderem diverse magnetische Lebensmittelkärtchen sowie verschiedene Pyramiden- und Tellermodelle zur Verfügung. Mit diesen kann der Patient im Anamnesegespräch seine bisherige Ernährungsweise darstellen und in Zusammenarbeit mit dem Therapeuten Problempunkte sowie Lösungsansätze ableiten. Statt dem einseitigen Abfragen wird der Klient so von der ersten Minute an gefordert und in seinen individuellen Therapieprozess aktiv integriert.

Weitere Informationen gibt es auf der Website gleichgewicht4you.

Snics (Mahlzeitenprotokollierung, Ernährungscoach)

Die App Snics will anhand von Fotos den Kalorien- sowie Nährstoffgehalt von Mahlzeiten der Nutzer tracken. Zielgruppe ist dem Unternehmen nach in erster Linie der Ernährungsberater, wenn auch Unternehmen und Privatpersonen die App nutzen sollen. Das Prinzip scheint denkbar einfach: der Nutzer fotografiert mit der App eine Mahlzeit. Die der App zugrunde liegende Bilddatenbank vergleicht das Foto mit bereits vorhandenen Bildern. Es erkennt die einzelnen Nahrungskomponenten, die wiederum mit Nährwerten hinterlegt sind. Der Nutzer erhält die Nährwerte des ähnlichsten Bildes. Der Name “snics” lässt sich daraus als Wortspiel aus „snacks“ und „pictures” ableiten.

Weitere Informationen gibt es auf der Website snics.

Trink-Erinnerungen per App

Kostenfreie Apps, die an das Trinken erinnern, gibt es einige. An dieser Stelle sei z.B. die App „Hydro: Wasser trinken“ genannt, die es für Android- und Apple-Geräte gibt. Diese berechnet nach Eingabe einiger Daten wie Geschlecht, Körpergewicht und Aktivitätsgrad die individuell benötigte Trinkmenge. Durch einfaches Klicken auf verschiedene Gläser- und Flaschensymbole wird die jeweilige Flüssigkeitsmenge dem Trinkkonto gutgeschrieben. Und wer mag, kann sich zu bestimmten Uhrzeiten oder in bestimmten Zeitintervallen an das Glas Wasser erinnern lassen.

Beispiele im Google-Store.

Virtueller Supermarkt (Lebensmittelkunde)

Hauptadressaten des Virtuellen Supermarktes sind Auszubildende im Einzelhandel. Hierbei handelt es sich um eine innovative Lernplattform mit nützlichen Informationen zur Warenkunde der verschiedenen Lebensmittelgruppen sowie relevantem Praxiswissen. Vor der Nutzung ist eine Online-Registrierung notwendig. Diese ist kostenlos und unverbindlich. Es folgt eine kurze Anleitung mit den Hauptfunktionen. Anschließend wird der Nutzer in den virtuellen Supermarkt geführt, wobei dieser links im Menü aus einer breiten Palette an Sortimenten auswählen kann. Zuvor bietet eine virtuelle Begleitung an, den Nutzer mit Warenwissen verschiedenster Produktkategorien wie zum Beispiel Kaffee, Fisch oder Obst und Gemüse bis hin zu Kursen über Category-Management und die richtige Gestaltung des Kassenbereichs zu unterstützen. Das Wissen kann schließlich in einem Abschlusstest unter Beweis gestellt werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Website Handel-Scout-Academy.

Vitadio (Mobile Web-App Diabetes mellitus)

Vitadio ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt, das künftig als DiGA bei Diabetes mellitus verordnungsfähig sein soll. Die von ÄrztInnen, PsychologInnen und DiätassistentInnen entwickelte mobile Web-App fokussiert die Therapieansätze Ernährung, Bewegung, Gewohnheitsumstellung und Motivation.

Die NutzerInnen werden durch personalisierte Wissenslektionen, tägliche Aufgaben und wöchentliche Ziele begleitet.

Vitadio hilft den PatientInnen, Behandlungsziele zu erreichen und an die eigenen Bedürfnisse angepasste Herausforderungen zu meistern. Zudem stehen ErnährungstherapeutInnen persönlich für Ratschläge oder Anregungen zur Verfügung.

Weitere Informationen sind auf der Website von vitadio erhältlich.

Wassertest (Vergleich handelsüblicher Mineralwasser)

Mit der App “Wassertest” ist es möglich, schnell das für den Patienten/Klienten optimale Wasser zu finden oder verschiedene Mineralwässer miteinander zu vergleichen. Dabei kann man sich die Werte für Natrium, Kalium, Magnesium, Chlorid, Kalzium und Hydrogenkarbonat anzeigen lassen. Gleichzeitig wird für jedes Mineral – wenn möglich – die prozentuale Deckung des Tagesbedarfs pro Liter angegeben. Die App orientiert sich dabei nach eigenen Angaben der Urheber an der Nährwertkennzeichnungsverordnung für Lebensmittel und den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Weitere Informationen gibt es auf der Website Gerolsteiner.

Yuka (Barcode-Scanner)

Die App Yuka ist ein Barcode-Scanner für Lebensmittel- und Kosmetikprodukte. Nach dem Scan werden verschiedene Inhaltsstoffe angezeigt und nach ihrer (Un-)Bedenklichkeit mithilfe von Farbcodes beurteilt. So können Nährwerte, Zutaten oder Schadstoffe auf den ersten Blick erkannt werden. Bei gesundheitsschädlichen Bewertungen können bessere Alternativen angezeigt werden.

Die Entwickler der App geben eine völlig unabhängige und neutrale Bewertungsgrundlage für ihre Empfehlungen an. So ist auch die kostenfreie Basisversion ohne Werbung. Das Angebot finanziert sich unter anderem aus einer kostenpflichtigen Premiumversion, einem Ernährungsprogramm und einem Saisonkalender für Obst und Gemüse.

Es gibt jedoch einen ganz kleinen Wermutstropfen: Für die Nutzung der App ist eine vorherige Registrierung notwendig.

Weitere Informationen gibt es auf der Website von Yuka.

zanadio (DiGa für Adipositas)

zanadio ist die erste zertifizierte DiGa (Digitale Gesundheitsanwendung) für die Indikation Adipositas. Diese kann von ÄrztInnen verordnet werden, wodurch die Kosten von den Krankenkassen übernommen/erstattet werden.

Es handelt sich um ein multimodales und wissenschaftlich fundiertes Programm, das auf den „Wirkprinzipien der etablierten, konservativen Adipositas-Therapien“ beruht und deren digitale Anwendung ermöglicht. Es werden die Therapiebereiche Bewegung, Ernährung und Verhaltensänderung abgedeckt. Damit soll eine neue leicht zugängliche Therapiemöglichkeit für Betroffene angeboten werden, die den Fokus auf die Unterstützung im Alltag setzt.

Die zanadio-App ist für iOS und Android verfügbar. Nach einer Registrierung müssen sich die NutzerInnen mit einem Code, den sie vom Arzt/ der Krankenkasse erhalten, für das Programm freischalten.

Weitere Informationen gibt es auf der Website zanadio.

Ziel- und Gewohnheitentracker

Der „Loop Habits Tracker“ schmückt sich bei Google Play mit den aktuell besten Bewertungen. Loop hilft dem Anwender, gute Gewohnheiten anzunehmen und langfristige Ziele zu erreichen. Detaillierte Statistiken zeigen, wie sich der Anwender über verschiedene Zeiträume entwickelt hat. Zudem können die Zeiträume variabel angegeben werden.

Die App “Streaks” (für Android und iPhone erhältlich) konzentriert sich auf maximal 5 Aufgaben, Erinnerungen oder Ziele täglich. Funktionsumfang und Design sind dabei in der iPhone-App wesentlich umfassender und intuitiver als noch in der Android-App. Streakly erinnert dabei bei Bedarf an die jeweiligen Aufgaben. Ziel ist eine möglichst lange Kette erfolgreich umgesetzter Ziele zu haben und diese Kette nicht zu unterbrechen. Aus diesem Grund sind nur 5 Zieleingaben möglich. Auch kann das Zeitintervall nicht abgeändert werden. Die App eignet sich somit besonders für “Einsteiger”.

Die App “Hab It” ist wesentlich flexibler aufgebaut als Streaks. Die Aufmachung macht mehr her und der Fortschritt wird visualisiert. Die App kann kostenfrei bei Google Play heruntergeladen werden und finanziert sich durch Werbung. Es gibt zudem eine kostenpflichtige Pro-Version.

Habit Bull“ ist eine weitere digitale App mit dem Ziel, den Anwender beim Erreichen seiner Ziele zu unterstützen. Auch hier werden Routinen in ihrer Entstehung und Entwicklung verfolgt, gemessen und visualisiert. Es vereint einen Zeitplan, Erinnerungen und individuelle Aufgaben, die zu Gewohnheiten werden sollen. Die App kann kostenfrei bei Google Play heruntergeladen werden.

Wem dies noch nicht genügt, kann sich noch den „Ziel & Gewohnheit Tracker“ sowie den „7 Weeks – Habit & Goal Tracker„anschauen. Alternativen für das iPhone sind „way of life“ und „Strides„.

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