Ernährungsberatung: Verschiedene Bildungsangebote

Neben den verschiedenen Beratungsleistungen gibt es für Ernährungsberater auch die Möglichkeit, Kunden verschiedene Bildungsangebote zu machen. Dies ist insbesondere in der Betrieblichen Gesundheitsförderung interessant und bietet neben reichlich Abwechslung auch ein gutes Einkommenspotenzial. Denn in der Regel richten sich die einzelnen Leistungen an eine Zielgruppe mit mehreren Teilnehmern.

Kochkurse

Kochkurse bzw. spezielle Kochtrainings-Angebote verfolgen das Ziel, nicht nur die theoretischen Grundkenntnisse und Empfehlungen zu vermitteln, sondern diese direkt in der Praxis zu festigen und mit der Vermittlung praktischer Fähig- und Fertigkeiten zu verbinden. Das Angebot von Kochkursen durch Ernährungsfachkräfte ist immer noch gering, aber mit zahlreichen Vorteilen verbunden. Voraussetzung hierfür ist eine geeignete Küche sowie eine repräsentative Küchenausstattung.

Kochkurse können für Einzelpersonen als auch für Paare, Gruppen und insbesondere für Familien angeboten werden.

Seminare

Wesentliches Kennzeichen eines Seminars ist die Erarbeitung vertiefender Inhalte eines Schwerpunktthemas unter aktiver Beteiligung der Teilnehmer.  Die Inhalte werden somit nicht vollständig vom Seminarleiter selbst aufbereitet und dargeboten, sondern lediglich Teile davon dienen als Anreiz und Handlungsleitfaden für die Teilnehmer, sich dem Themenkomplex selbstständig zu nähern. Notwendige Materialien werden zur Verfügung gestellt. Diese werden interaktiv in kleinen Gruppen oder als Gesamtgruppe erarbeitet, in dessen Konsequenz die zu erzielenden Lerneffekte eintreten.

Seminare sind sorgfältig aufbereitete Themenschwerpunkte, die von allen Teilnehmern gemeinsam erarbeitet werden. Seminare eignen sich weniger für Verbraucher, als vielmehr für das Fachpublikum und Organisationen bzw. Verbände. Die wesentlichen Vorteile liegen in der selbstständigen und interaktiven Arbeitsweise, die einen ganzheitlichen und nachhaltigeren Lernprozess ermöglicht. Das Erarbeitete bleibt länger im Gedächtnis und wird durch Erfahrungen während des Arbeitsprozesses gefestigt. Deshalb eignen sich Seminare besonders auch für Unternehmen. Wichtig ist, dass alle Teilnehmer eine ähnliche Vorstellung von den Lerninhalten haben und gemeinsam arbeiten können. Zudem ist die Motivation eines jeden Teilnehmers elementar für den Lernerfolg. Die Gestaltung und Verwendung von Medien erfolgt in Abhängigkeit der Seminargröße sowie der Zielgruppe. Seminare stechen dann hervor, wenn kreative Arbeitstechniken und anschaulich aufbereitete Materialien bzw. Medien eingesetzt werden. Deshalb ist eine Evaluation am Ende des Seminars zur Überprüfung der eigenen Zielvorstellungen von Vorteil. Ein gutes Seminar liegt zwischen 3 und 5 Stunden (inklusive Pausen).

Vorträge

Ein Referat ist ein Vortrag über ein Thema, das in einer begrenzten Zeit (etwa 10-30 Minuten) gehalten wird. Die häufigsten Formen sind mündliche Berichte, Fachvorträge bei Tagungen, Kurzreferate bei Seminaren oder Übungsreferate in der Schule.

Vorträge sind eine gute Möglichkeit, die eigene Reputation, den Bekanntheitsgrad und den eigenen kontinuierlichen Lernerfolg zu verbessern. Die Themenauswahl sollte kurz, knapp und prägnant ausfallen und unterscheidet sich lediglich hinsichtlich der Zielgruppe. Ansonsten sind den Schwerpunktthemen keine Grenzen gesetzt. Vortragsangebote eignen sich zudem, neue Kunden/ Patienten zu erschließen und für die Notwendigkeit einer Ernährungsumstellung zu sensibilisieren.

Vorträge werden der Ernährungsbildung und -information zugerechnet und sind in der Regel durch eine Einweg-Kommunikation gekennzeichnet. Im Anschluss angebotene Diskussionen können das Vorgetragene hinterfragen, lassen Raum für Reflexionen und dienen der Beseitigung von Missverständnissen und Fehlinterpretationen.

Workshops

Bei einem Workshop handelt es sich um eine Art Lehrgang, in dem sich der Workshop-Leiter bzw. Moderator auf einem ähnlichen fachlichen Niveau befindet wie die Teilnehmer. Ziel ist weniger die reine Vermittlung von Fachwissen als vielmehr der Erfahrungsaustausch zu einem Themenschwerpunkt. Praxisbezogene Workshops gehen über die Wissensvermittlung und den Erfahrungsaustausch hinaus und generieren im besten Fall neue Perspektiven, Herangehensweisen, Lösungsstrategien und/ oder Handlungsoptionen. Zudem werden Anregungen für weitere Entwicklungen vermittelt. Wesentliches Kennzeichen von Workshops ist das Miteinander- und Voneinander-Lernen.

Workshops im ernährungswissenschaftlichen und -medizinischen Bereich richten sich vorrangig an Fachkräfte, Fachorganisationen und -verbände sowie in diesem Wirtschaftsbereich tätige Unternehmen. In den Workshops werden verhältnismäßig wenig vorbereitete Materialien oder Aufgaben eingesetzt. Je größer die sich ohne geplante Struktur ergebende Interaktion zwischen den Teilnehmer ist, umso höher ist der Erkenntnisgewinn. Somit sind auch feste Strukturen in Workshops eher selten anzutreffen. Wichtig ist, dass die Teilnehmer wissen, worum es geht und was das erklärte Ziel ist.

Typische Arbeitstechniken sind verschiedene Brainstorming-Methoden, Design-Thinking-Methoden oder Problemlösungstechniken. Auch Diskussionen, Gruppenaufgaben und Abstimmungen sind häufig anzutreffen. Workshops sind im Vergleich zu Seminaren kürzer, kleiner und interaktiver, kreativer und intensiver.

Aufgrund der heute zur Verfügung stehenden Technologien ist es möglich, Workshops auch online anzubieten. Hierzu eignen sich besonders elektronische Meeting-Systeme, die den Teilnehmern spezielle Werkzeuge zur Verfügung stellen. Online-Workshops stellen an den Moderator jedoch ein hohes Erfahrungswissen und Kenntnisse im Umgang mit diesen Technologien.

Gesundheitstage

Gesundheitstage und -aktionen sind ein beliebtes Instrument für Apotheken, Reformhäuser, Bioläden und andere Lebensmittelgeschäfte zur Kundenakquise. Auch Ernährungsfachkräfte können auf diese Weise Neukunden gewinnen. Es bietet sich an, in Kooperation mit anderen Fachkräften bzw. Unternehmen Aktionen oder Gesundheitstage zu organisieren, um ein möglichst breites Spektrum anbieten oder vorstellen zu können.

Den Angeboten oder Aktionen sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Es gibt viele Möglichkeiten, die kein großes Budget verlangen. In Kooperation mit Apotheken können beispielsweise Blutdruck- oder Blutzuckermessungen angeboten werden, mit Lebensmittelgeschäften Verkostungen und Geschmackstests, Verpackungshinweise oder Empfehlungen zu einer nachhaltigeren und bewussten Ernährung mit regionalen und/ oder saisonalen Produkten. Ebenso lassen sich Risikoscore-Tests oder kleine Ernährungsquizze mit anschließender Verlosung anbieten.

Häufig bieten Unternehmen Gesundheitstage innerhalb ihrer Firma an. Hier lohnt sich eine kurze Vorstellung oder ein Angebotsanschreiben. In selteneren Fällen bieten Ernährungsfachkräfte die Organisation/ Mitarbeit eines solchen Tages als Dienstleistung an.

Downloads

Unseren Mitgliedern stehen PDF-Downloads zum Thema kostenfrei als Download zur Verfügung. Diese sind auch in unserem Medienshop erhältlich. In der Fachinfo finden sich neben der bereits hier aufgeführten Beschreibung der einzelnen Leistungen auch Angaben zu deren Vorteilen und zur Honorargestaltung.

  Checkliste Leistungsspektrum
Bitte loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten ein, um die Datei herunterzuladen.

  Fachinfo Leistungsspektrum Ernährungsberatung
Bitte loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten ein, um die Datei herunterzuladen.