Fach- und Sachbuchempfehlungen: Ernährungspraxis Säuglinge, Kinder, Jugendliche

Sachbücher

Fit mit Zucker (2. Auflage 2019)

Das Werk des Autors Johannes Coy setzt sich kritisch mit der Begrifflichkeit Zucker auseinander. Entgegen vieler medialer Darstellungen ist Zucker nicht gleich Zucker. Es gibt eine Bandbreite an verschiedenen Substanzen, die allesamt der Bezeichnung Zucker zugeordnet werden können, aber durch unterschiedliche Wirkungen und damit ein differenziertes Risikoprofil für die Gesundheit charakterisiert sind. So ist es zwar richtig, dass zu viel klassischer Haushaltszucker gesundheitsschädlich ist. Aber andere natürliche Zucker haben eine geringe Wirkung auf den Blutzucker- sowie Insulinspiegel und können teilweise sogar mit guten Effekten auf den Gehirn- oder Darmstoffwechsel schmücken. Hierzu zählen beispielsweise Galactose, Trehalose oder auch Isomaltulose sowie deren Kombination mit natürlichen Zuckeraustauschstoffen wie Erythrit. Das Buch stellt die Fakten dabei auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Forschung dar.

Reste-Essen reloaded (2. Auflage 2019)

„Reste-Essen reloaded“ ist die erweiterte Neuauflage des 2011 erschienenen Ratgebers „Teller statt Tonne“. Hinzugekommen sind viele Tipps und Tricks zum Umgang mit Essens-Resten sowie Empfehlungen und Links zum Thema. In einem neuen Kapitel  werden Tipps vorgestellt, wie Essensreste auch bei Problemlösungen im Haushalt helfen können. Silber kann man z.B. mit verdorbener Milch reinigen, Hunde mit dem Kochwasser von Kartoffeln entlausen und Flecken von Schmier- und Kettenfetten mit Butter oder Eigelb entfernen.

Die ketogene Diät: mehr Lebensqualität durch Gewichtsstabilisierung und verminderte Nebenwirkungen. Die ketogene Diät ist eine – wenn auch noch immer kontrovers diskutierte – erfolgversprechende Ernährungsform bei (metastasierenden) Krebserkrankungen. Für viele Krebspatienten ist die ketogene Ernährung mit einer verbesserten Lebensqualität verbunden, ohne auf Geschmack und Genuss verzichten zu müssen. Die ketogene Diät ist eine erfolgversprechende Ernährungsform bei (metastasierenden) Krebserkrankungen. Für viele Krebspatienten ist die ketogene Ernährung mit einer verbesserten Lebensqualität verbunden, ohne auf Geschmack und Genuss verzichten zu müssen.

Die kohlenhydratreduzierte, zuckerfreie und fettreiche Kost verhindert eine zusätzliche Auszehrung des Körpers durch konventionelle und schlecht verträgliche Therapien wie Chemo- und Strahlentherapien. Die Muskelmasse wird besser erhalten, Entzündungsvorgänge werden abgemildert und Kraftreserven langsamer verbraucht. Einen zusätzlichen positiven Effekt versprechen die sogenannten Ketonkörper, die bei einer ketogenen Ernährung gebildet werden. Basierend auf aktuellen Daten und Argumenten der Forschung räumt der Ratgeber »Ketogene Ernährung bei Krebs« mit Vorurteilen und Klischees zur ketogenen Ernährung auf und gibt Betroffenen einen umfassenden Einblick in die medizinisch bedeutsamen Elemente der Ketoküche. Die Autoren vermitteln dabei verständlich, wie ein genussvoller, abwechslungsreicher Ernährungsplan mit raffinierten ketogenen Rezepten zusammengestellt werden kann und wie die ketogene Ernährung erfolgreich in den Alltag integriert werden kann. So gibt es neben einem Beispielmenüplan und Empfehlungen für unterwegs oder zwischendurch auch Nährwertberechnungen, Infos zu Zuckeraustauschstoffen und zu den Besonderheiten einzelner Lebensmittel.

Das Buch „Die Ernährungsdocs“ ist angelehnt an die gleichnamige TV-Reihe im NDR-Fernsehen. Hier stellen sich regelmäßig Patienten mit den verschiedensten Krankheitsbildern vor, die zumeist schon eine Odyssee an medizinischen Untersuchungen und Therapien hinter sich gebracht haben, ohne dass es ihnen wirklich besser geht. Drei Ärzte nehmen sich ihnen vorrangig mit Veränderungen des Lebensstils, insbesondere der Ernährung, an, und helfen den Patienten hier so manches Mal auf verblüffende Weise.

Der Erfolg gibt ihnen Recht – in Anlehnung daran ist dieses Buch entstanden. Und auch wenn es sich um die verschiedensten Krankheitsbilder handelt, so sind es doch immer wieder die gleichen Ernährungsgrundsätze, die eine positive Veränderung bewirken. Natürlich sind die Sachverhalte im Buch äußerst vereinfacht und stoßen bei so manchem fachkundigen Leser auf Unverständnis. Aber Ernährungssachverhalte im medizinischen Kontext sind äußerst komplex und genau darin liegt auch die Schwierigkeit: es so einfach wie möglich zu erklären. Insofern ist dieses Werk gelungen. So manches Mal bekamen wir beim Lesen allerdings den Eindruck, als sei die Ernährung ein Allheilmittel. Hier empfehlen wir in der nächsten Auflage definitiv einen Hinweis darüber, dass es sich um eine Ergänzung zu den schulmedizinischen Behandlungen handelt.

Die Verfasser wollen es als eine Art „Werkzeugkasten“ verstanden wissen. Es gilt, in Groß-  wie auch Kleinstädten einen regionalen Markt zu schaffen, auf dem sich Verbraucher und Produzenten aus dem Umkreis von etwa 100 km treffen können, sei es virtuell oder real. Anhand vieler Beispiele wird aufgezeigt, wie Food Policy Councils in anderen Ländern die notwendige Ernährungswende – in vielen Fällen bereits sehr erfolgreich – bewerkstelligen. Deutschland hat 2016 mit dem Kölner Ernährungsrat begonnen, dessen Beispiel bereits einige Städte gefolgt sind und dem erwartungsgemäß noch viele folgen werden. Landwirte und Gärtnerinnen sitzen an einem Tisch mit Foodaktivisten aus der Stadt und Bürgerinnen und Bürgern, die wissen wollen, woher ihr Essen kommt. Eine neue soziale Bewegung entsteht, die regionale Netzwerke zwischen Produzenten und Konsumenten knüpft und ihre Ziele im produktiven Dialog mit der Politik verfolgt. Es ist bereits später als fünf vor zwölf. Aber es ist noch nicht zu spät. Wir können das schaffen. Alle Macht den Räten!

Der Ernährungskompass (1. Auflage 2018)

Es ist für unsere Begriffe schon anmaßend, das Fazit ALLER wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung anzukündigen. Aber ein Verlag braucht wohl einen Titel, der laut ist und eine Geschichte noch dazu, die zieht. Kritiker zweifeln an seiner Krankheitsgeschichte und noch vielmehr an daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen, dass Fastfood krank und echtes Essen selbst bereits geschädigte Organe heilen und Altersleiden verhindern kann. Hinzu kommt, dass der Autor nicht Wissenschaftler, sondern Journalist ist und demzufolge sicherlich auch gut weiß, wie etwas zu schreiben ist, um gelesen zu werden. Das sollte man beim Lesen des Buches immer im Hinterkopf behalten.

Laut den Rezensenten auf Amazon und Co. aber scheint dem Autor unabhängig davon ein gutes Buch gelungen zu sein. So “habe er wichtige ernährungswissenschaftliche Begriffe verständlich gemacht” und “wesentliche Grundlagen zusammengetragen”.

Und so ist das Buch in seiner Gesamtheit durchaus eine Reise durch verschiedenste, bereits vielfach veröffentlichte Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich “alle Studien” auch eher als Metaanalysen und Reviews, die einem die schwere Arbeit abnehmen und relevante Einzelstudien zu einem bestimmten Thema auswerten und beurteilen.

Das Buch gliedert sich in 4 Hauptkapitel und 2 Grundlagenkapitel. Die drei Hauptkapitel widmen sich den Themenfeldern Zöliakie, ATI-Sensitivität und typische sowie atypische Getreideallergien. Die Autoren des Buches bezeichnen dabei alle Weizen- und Glutensensitivitäten als eigentliche ATI-Sensitivität. Alle 3 Erkrankungsbilder lösen lokale Entzündungen aus und sollten medizinisch ernstgenommen werden. Die Autoren schildern auf wissenschaftlich hohem Niveau, warum sich die Beschwerden einer ATI-Sensitivität vor allem außerhalb des Darmes zeigen. Diese ist eine immunvermittelte Erkrankung, deren Wirkungsweise nun belegt ist. Es handelt sich um Mechanismen, die aufgrund einer Wechselwirkung zwischen angeborenem und erworbenem Immunsystem ablaufen. Eine weitere Besonderheit des Buches liegt in der Vorstellung asymptomatischer Weizenallergien, die nur wenigen Experten bekannt sind und eine neue Diagnostik erfordern. Die Experten stellen verschiedene Ausprägungsformen anhand konkreter Patientenfälle vor. Der Vollständigkeit halber gibt es zudem einen Exkurs der Intoleranzen gegen Laktose, Fruktose und Histamin.

Zuvor jedoch gibt das zweite Kapitel über die Immunologie des Darms die Grundlage für das Verständnis aller dargestellten Erkrankungsbilder. Denn der Darm entscheidet darüber, was in der Nahrung Freund und was Feind ist. Und das Organ sendet Informationen und Signale darüber an alle anderen Organsysteme des Menschen und übt damit einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit aus. Das Dreieck aus Ernährung, Immunsystem und Darmbakterien bildet damit das Kernstück des zweiten Kapitels. Kapitel 1 indes fokussiert die Geschichte des Weizens, um zu veranschaulichen, in welcher kurzen Zeitspanne der Mensch doch mit Weizen konfrontiert ist.

Abgerundet wird das Buch durch eine Spezialsprechstunde, in der Patienten und ihre Diagnosen, Symptome sowie Behandlungen vorgestellt werden. Hierbei geht es vor allem um die Würdigung der Gesamtheit der Person, da sich in der Medizin nicht alles auf feste und vergleichbare Erkrankungsbilder reduzieren lässt. Dies schließt auch die Behandlung ganzer Familien mit ein.

Bereits in seinem Buch Flexi-Carb hat Nicolai Worm wissenschaftlich fundiert dargelegt, warum es sich lohnt, die Kohlenhydratzufuhr an den eigenen Lebensstil anzupassen. In der Neuerscheinung „Die Flexi-Diät“ widmet er sich nun gezielt dem Thema Abspecken und liefert damit ein flexibles Konzept für Abnehmwillige.

Im ersten Teil des Buches geht es vor allem um die Grundlagen des erfolgreichen Abnehmens. Der Autor stellt gängige Diätkonzepte vor, beleuchtet deren Erfolgsquoten und räumt mit Abspeckmythen auf. Anschließend legt er anhand aktueller Erkenntnisse dar, warum seiner Ansicht nach eine mediterrane Low Carb Ernährung in Kombination mit Mahlzeitenersatz der geeignetste Weg ist, um an Gewicht zu verlieren und Abnehmerfolge dauerhaft zu halten. Das Integrieren proteinreicher Shakes wird in diesem Konzept jedoch nicht zur Pflicht, sondern bleibt dem Leser selbst überlassen.

Der anschließende Praxisteil enthält eine in mehrere Phasen unterteilte Schritt-für-Schritt-Anleitung, die es ermöglicht, sofort mit der Umstellung zu starten. Eine gemeinsam mit den Kolleginnen Heike Lemberger und Franca Mangiameli entwickelte Ernährungspyramide dient dabei als Orientierung bei der Lebensmittelauswahl. Einziges Manko ist hier das Außerachtlassen ökologischer Aspekte und der starke Fokus auf tierische Eiweißquellen. Über 50 Rezepte, Beispielwochenpläne, einfache Bewegungsübungen und zusätzliche Lifestyletipps geben dem Leser alles in die Hand, was dieser für eine erfolgreiche Umsetzung der Flexi-Diät braucht. Das vorgestellte Konzept bietet dabei Raum für individuelle Anpassungen und lädt den Leser ein, seinen eigenen Weg zu finden.

Dieses Buch ist sowohl für Ernährungsfachkräfte als auch interessierte Verbraucher geeignet. Design und Schreibweise wirken einladend und lockern den anspruchsvollen fachlichen Inhalt auf. Wesentliche ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse werden auf verständliche Weise erklärt und praktische Tabellen, Schaubilder und Beispiele helfen dabei, das Gelesene zu verinnerlichen.

Sascha Fast verfolgt in seinem Buch ein übergeordnetes Motto, das in unserem heutigen Leben oft zu kurz kommt: das Prinzip der bedingungslosen Selbstverantwortung. Während wir sehr gut darin sind, die Schuld für unser (potenzielles) fehlerhaftes Verhalten in anderen Menschen, den Rahmenbedingungen oder unserer Erziehung zu suchen, übertragen wir die eigentliche Verantwortung doch nur ungern auf uns selbst. Dabei sind wir die Einzigen, die Einfluss auf das nehmen, was wir denken, fühlen und tun.

Unter der Prämisse dieser bedingungslosen Selbstverantwortung also streift der Autor durch unseren Lebenswandel und erklärt recht einleuchtend die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Ruhe, Bewegung, Mobilität, Fasten, Harmonie und Kognition. In authentischer Manier reflektiert er diese essenziellen Bestandteile des Lebenswandels auch in Bezug auf sich selbst. Und selbst wenn sich hier nicht jeder zu 100% wiederfinden wird, so ergeben seine Erfahrungen und Denkansätze doch einen guten Rundumblick auf das eigene Leben. Nicht alles ist für jeden erreichbar oder von jedem erfüllbar – der Autor stellt sehr hohe Ansprüche an sich selbst, die sich nicht so einfach auf jeden übertragen lassen. Doch das ist auch kein Muss, geht es doch vielmehr darum, seinen eigenen Lebensstil und das eigene Verhalten zu analysieren und zu reflektieren. Allein das scheint doch angesichts heutiger Lebensweisen als hoher Anspruch, der erst einmal erlernt und dann gelebt werden will.

Aus diesem Aspekt heraus lädt das Buch dazu ein, dargestellte Zusammenhänge und Vorschläge – seien es Reflexionsfragen, Trainingsvorschläge oder Ernährungsempfehlungen – auf sich selbst zu adaptieren und den eigenen Weg zu finden. Zudem verzichtet der Autor auf überflüssige Floskeln und geht recht selbstkritisch mit sich um, was das Gelesene umso wahrhaftiger und realistischer macht. Ziel ist nicht die absolute Selbstoptimierung oder der perfekte Lebensstil, sondern das Schaffen guter Voraussetzungen für eine hohe Leistungsfähigkeit. Dazu gehört auch, sich an unterschiedliche Rahmenbedingungen, Ereignisse und Erfordernisse jederzeit anpassen zu können. Somit akzeptieren wir auch den nie endenden Prozess, der immer neue Fragestellungen aufwirft und immer neue Erkenntnisse generiert. Es ist mit Sicherheit nicht der bequemste oder einfachste Weg, sein Leben zu ändern. Aber es ist der mit den langfristig besten Erfolgsaussichten.

Einfach ehrlich essen (1. Auflage 2017)

Im Buch „Einfach ehrlich essen“ zeigt die Autorin auf, dass unser Körper über ein fein abgestimmtes System von Hunger und Sättigung verfügt. Die Kunst liege vor allem darin, wieder mehr auf den Körper zu hören und zu erkennen, was wir wann wirklich brauchen. Dabei wird auch beleuchtet, welche Faktoren uns davon abhalten „ehrlich zu essen“.

Hirntuning (1. Auflage 2017)

Das Buch des Biohackers Dave Asprey – Erfinder bzw. Schöpfer der sogenannten Bullteproof-Methode – widmet sich in seinem nächsten Werk ganz den verschiedenen Methoden des Biohackings, um die Leistungsfähigkeit des eigenen Gehirns zu steigern.

Dazu analysierte er in den letzten 10 Jahren nicht nur die Wirkung verschiedener Nahrungsmittel auf die Gehirnleistung, sondern bezieht sich in seinen Ausführungen ebenso auf die Bereiche Licht, Sport, Sauerstoffversorgung, Schlaf und Wasser. Zum einen unterstreicht der Autor seine Aussagen durch wissenschaftliche Belege. Zum anderen aber – und das macht das Lesevergnügen so spannend – schildert er seine eigenen Erfahrungen. Demnach scheint es in dem Buch keine Methode zu geben, die er nicht selbst an sich ausprobiert hat. In Teilen verweist er aber auch darauf hin, dass „seine“ Methoden nicht automatisch für jeden gelten und plädiert für eine Kultur des Selbsttestens.

Basis aller Betrachtungen und Grundlage seiner Theorien ist die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Zellkraftwerke unseres Körpers – den Mitochondrien. Diese sind in hohen Konzentrationen in Herz, Gehirn, Netzhaut (und bei Frauen in den Eierstöcken) enthalten und steuern maßgeblich unsere körperliche und geistige Fitness. Asprey geht davon aus, dass nur gesunde Mitochondrien und damit eine voll leistungsfähige Energieproduktion zu einem erstrebenswerten Leben führen kann. Viele von uns geben sich mit viel weniger zufrieden als eigentlich möglich wäre.

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