Dokumentationen, Filme und Podcasts

Inspirierende, interessante und nachdenklich machende Dokus aus dem Ernährungsbereich (Landwirtschaft und Tierhaltung, Lebensmittelindustrie und Einzelhandel, Konsum und Verbraucherschutz, Ernährungsmedizin und Gesundheit) vorzugsweise der öffentlich-rechtlichen Medien und der letzten 5 Jahre.

BEHR´s Podcast „Bericht zur Lebensmittelbranche“

Der BEHR’S…Podcast „Bericht für die Lebensmittelbranche“ informiert 14-tägig über aktuelle Themen und Neuigkeiten aus dem Lebensmittelsektor. Verschiedene ReferentInnen berichten in einzelnen Folgen über Entwicklungen, Trends und Statements beispielsweise zur Lebensmittelkennzeichnung und Lebensmittelsicherheit oder auch zu überarbeiteten sowie aktualisierten Leitsätzen, Schadstoffregelungen und weitere relevante Gesetze.

3 mögliche interessante Folgen:

  • 12.10.2021: Die Pflichtkennzeichnung von Lebensmitteln: von der Allergenkennzeichnung bis zum Zutatenverzeichnis
  • 31.08.2021: Leitsätze der Lebensmittelbuchkommission: Bedeutung in der Überwachung und der Rechtsprechung
  • 22.06.2021: Nutri-Score: Fallstricke in der Berechnung umgehen

Der Podcast ist über iTunes und Spotify abonnierbar und kann auf der Website des BEHR´s Verlag angehört werden.

Warum niemand ganz auf Fleischgenuss verzichten muss

In der Rubrik „Die Lage am Morgen“ hat Spiegelredakteur Martin Knobbe auf ein Angebot seiner Kollegen aufmerksam gemacht. Der Podcast „Klimabericht – Der Spiegel-Podcast zur Lage des Planeten“ geht in einer aktuellen Folge der Frage nach, wie Fleischersatz das Klima schützen kann. Dabei geht es unter anderem auch darum, warum wir Deutschen oft erzürnt reagieren, wenn wir auf Fleisch verzichten sollen.

Das öffentliche Erregungspotenzial ist mit den notwendigen inhaltlichen Diskussionen nur schwer in Einklang bringen. Kurt Stukenberg bringt es so auf den Punkt: „Dabei wissen wir alle inzwischen doch eigentlich: Fleischverzehr ist nichts Gutes. Zu viel ist erwiesenermaßen ungesund. Es fördert qualvolle Massentierhaltung und Fleischbetriebe nutzen Arbeiter zu Dumpinglöhnen aus. Das Ganze schädigt natürlich das Klima in gravierendem Ausmaß und auch zur Coronapandemie gibt es Verbindungen zum Fleischkonsum weltweit.“

Im weiteren Verlauf geht es dann aber doch vorrangig um gute, praktikable und nachhaltige Lösungsansätze ganz im Sinne des Mottos der aktuellen Folge: „Warum niemand ganz auf Fleischgenuss verzichten muss“.

Der Podcast ist auf der spiegel.de verfügbar und kann kostenfrei abonniert werden.

Salz – je weniger, desto besser?

Beim Thema Salz gehen selbst die wissenschaftlichen Meinungen weit auseinander. Auf der einen Seite ist Salz unentbehrlich. Auf der anderen Seite steht ein Zuviel im Zusammenhang mit zahlreichen Erkrankungen. Doch wann ist es zu viel und wann zu wenig? Reagieren wir alle gleich auf Salz? Welche Fragen zum Nutzen im Verhältnis zur Gefahr sind noch offen? Und was wissen wir bereits sicher?

Zu diesen und anderen Fragen begibt sich die Dokumentation auf die Suche nach Antworten. Hierfür werden unter anderem die komplexen Wechselwirkungen im menschlichen Körper anschaulich dargestellt. Auch kommen Wissenschaftler und Salzproduzenten zu Wort. Der deutsche Wissenschaftler Jens Marc Titze zum Beispiel konnte zeigen, dass der menschliche Körper – entgegen bisheriger Annahmen – Salz speichern kann. Der Nierenspezialist Matthew Bailey indes glaubt, dass der Salzbedarf des Menschen womöglich daher kommt, dass die Evolution in bereits in salziger Umgebung begonnen hat: im Meer. So kommen im Laufe der Dokumentation einige Dogmen auf den Prüfstand – und einige müssen wohl endgültig über Bord geworfen werden.

Die Doku ist aktuell auf der Website von Arte verfügbar.

Das große Fressen

Der Fast Food-Verzehr nimmt weiter zu. Die Margen für die Anbieter sind – gemessen am Lebensmittelsektor – relativ hoch. So kostet das Big Mac Menü 7,79 EUR im Verkauf, im Einkauf jedoch nur 2,22 EUR. McDonalds produziert rund 51 000 Tonnen Verpackungsmüll jährlich. Diese Zahlen stehen im Kontrast zu allgemeinen Forderungen nach einer gesünderen und nachhaltigeren Ernährung. Trotzdem zählen Influencer wie der „JunkFoodGuru“ zu den erfolgreichsten Food-Bloggern in Deutschland.

Alternativen sind da dringend erforderlich. planet e stellt einige vor und berichtet beispielsweise über eine Suppenmanufaktur mit regionalen Zutaten ohne Zusatzstoffe, die auch Supermärkte beliefert.

Die Doku ist aktuell in der ZDF-Mediathek verfügbar.

Tierwohl bis zum Ende

3 Landwirte berichten von ihrem Verständnis für Tierwohl und Tierschutz: kleine regionale Betriebe, viel Auslauf im Grünen, Streicheleinheiten, tägliche Leckerbissen und möglichst eigene Schlachtung. Das ist durchaus real, wenn auch (noch) eingeschränkt. Denn die gesetzlichen und bürokratischen Hürden für alternative Haltungs- und Schlachtungsformen sind hoch, zu hoch.

In der Schweiz ist die Weideschlachtung seit 2020 [Tierwelt 2020] erlaubt, in Deutschland (noch) nicht. Das Töten im natürlichen Umfeld und im Beisein der Herde soll stressärmer und nahezu schmerzfrei sein. In Deutschland kämpfen Landwirte indes für eine teil-mobile Schlachtung. Die Betäubung im eigenen Stall mittels fachgerechtem Bolzenschuss ermöglicht das schmerzfreie Sterben [Omoxx 2020]. Doch innerhalb weniger Minuten müssen die weiteren Schritte unter Aufsicht erledigt sein. Für viele ist das aufgrund fehlender Voraussetzungen in der näheren Umgebung unmöglich.

Für die Landwirte haben diese alternativen Ansätze etwas mit Respekt und Verantwortung dem Tier gegenüber zu tun. Daher plädieren sie vor allem für (viel) weniger Fleisch auf dem Teller mit einer (viel) höheren Qualität.

Die Doku ist aktuell auf der Website des zdf verfügbar.

Gift auf dem Teller

In dieser Dokumentation machen die Filmemacher einen Streifzug durch die Lebensmittelskandale seit dem 19. Jahrhundert. Der steigende Bedarf an Nahrung in den wachsenden Städten machte erfinderisch. Und staatliche Kontrollen fehlten noch. Auch gab es keine Kennzeichnungspflicht.

In den USA waren die Ausmaße der Skandale wesentlich größer: Verwest riechende Fleischkonserven, mit Gift konserviertes Gemüse, mit Kalk oder Formaldehyd gestreckte Milch oder verwurstete Ratten in den Fleischfabriken. Obwohl Tote zu den Folgen zählten, blieben Konsequenzen für Hersteller oft aus.

Der Chemiker Dr. Harvey Wiley begann gegen vehementen Widerstand mit der Durchführung von Lebensmittelkontrollen. Auf seiner Arbeit fußen die ersten Lebensmittelgesetze der USA.

Die Dokumentation ist aktuell auf der Website von Arte verfügbar.

Boom und Crash – Wie Spekulation ins Chaos führt

Der Film von Rupert Russell offenbart auf erschreckende Weise die globalen Auswirkungen von Finanzspekulationen auf Marktpreise und Marktdynamiken auf der einen sowie auf Hunger, Unruhen und Chaos in armen Ländern auf der anderen Seite.

Am Beispiel von Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika wie Venezuela, Irak, Kenia oder Guatemala zeichnet er die Zusammenhänge zwischen Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel und andere Rohstoffe an den Börsen (reicher Länder) und den Folgen für die Menschen (in ärmeren Regionen) nach. Diese erhöhen demnach die Risiken für Hunger, Fluchtbewegungen bis hin zu Kriegen. Was erst einmal überzeichnet klingt, wird durch die sachliche Berichterstattung an Orten des Geschehens erschreckend real.

Der Film ist aktuell in der ARD-Mediathek verfügbar (Stand: 24.06.2021).

Algen – ein unbekannter Rohstoff

Arte zeigt in einer aktuellen Doku die verschiedenen (wissenschaftlichen) Seiten des Rohstoffs Alge. Auf der einen Seite sind Algen als Strandverschmutzer und „Gewässerplage“ eher unbeliebt. Auf der anderen Seite bergen die Wasserorganismen großes Potenzial als Erdölersatz, Heilmittel sowie alternatives Lebensmittel.

Forscher schätzen Algen als Algen die wohl anpassungsfähigsten und zugleich fruchtbarsten Organismen der Erde. Sie binden Öl, produzieren ein ganzes Arsenal an bioaktiven Substanzen, produzieren Sauerstoff und binden gleichzeitig Kohlendioxid.

Die Doku ist aktuell auf der Website von arte verfügbar.

Das Hühner-Dilemma

34.000 Küken in einem Maststall, nach 36 Tagen schlachtreif – ist die Hühnerhaltung derart alternativlos? Dieser Frage geht planet e. in einer aktuellen ZDF-Dokumentation nach. Der Mäster benötigt zur Aufzucht insgesamt 1,96 EUR und bekommt 2,12 EUR beim Verkauf. Damit bleiben 16 Cent Gewinn pro Tier. Das kollidiert mit den Erwartungen, denen sich die Landwirte ausgesetzt sehen: Die Verbraucher wollen zwar mehr Tierwohl, kaufen aber häufig nur das billigste Fleisch. Und sie bevorzugen Hühnerbrüste.

Die verbleibenden Hühnerteile gehen indes in den Export, zum Beispiel nach Südafrika. Dort vernichtet es lokale Erzeugermärkte und bäuerliche Existenzen. Denn die Bauern können weder wachsen noch weiter bestehen. In Südafrika musste 2019 knapp die Hälfte aller örtlichen Hühnermäster deshalb aufgeben – mit entsprechenden sozialen Folgen.

planet e. der Frage nach, wie sich das Hühner-Dilemma durchbrechen lässt und zeigt Beispiele mit alternativen Lösungen.

Die Dokumentation ist aktuell in der ZDF-Mediathek verfügbar.

Kokos oder Kuh?

planet e. berichtet in dieser Folge über die in den letzten Jahren stark nachgefragte Produktpalette der Pflanzendrinks. Die veganen Drinks aus Soja, Mandeln, Kokosnuss, Hafer, Reis und anderen Nahrungspflanzen eroberten zuletzt die Regale als willkommene Alternative zu Milch.

Die Verkaufsargumente der Hersteller sind vielseitig. Mandeldrink und Co. sind umweltverträglicher, da weniger Anbaufläche, Wasser und Energie zur Produktion benötigt wird. Tierleid wird verhindert. Hormonelle Rückstände werden vermieden. Zudem werden gesundheitliche Vorteile angepriesen: Hier stehen der höhere Proteingehalt, eine geringere Allergenität sowie weniger Schadstoffe im Fokus.

planet e. geht dabei der Frage nach, wie nachhaltig und gesund diese Produkte tatsächlich sind und worauf beim Kauf zu achten ist.

Die Dokumentation ist aktuell in der ZDF-Mediathek verfügbar.

Gluten, der Feind in deinem Brot

Warum nimmt die Zahl der Menschen, die sensibel auf Gluten reagieren, immer weiter zu? Liegt es an den neuen Getreidesorten, die durch Züchtung immer weiter verändert wurden? Liegt es an der Herstellung und/oder Zubereitung von Getreideerzeugnissen wie Brot, Nudeln oder Cornflakes? Haben sich die Verzehrgewohnheiten der Menschen derart verändert, dass der Darm immer empfindlicher reagiert? Oder liegt es vielleicht sogar am Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, das vor allem in Getreideprodukten nachgewiesen wird und das Darmmilieu verändert? 

Die 79-minütige Dokumentation nimmt die ZuschauerInnen mit auf eine faszinierende Welt durch die Ernährung. Die Regisseurin Patrizia Marani hat sich auf eine umfassende Suche gemacht und lässt verschiedene Experten zu den jeweiligen Fragestellungen zu Wort kommen. Auch wenn sich der Ton in Teilen etwas zu scharf an Industrie, Politik, Macht und Profitgier abmüht, so ist allein die multiperspektivische Herangehensweise schon Grund genug, die Dokumentation zu sehen.

Die Doku ist aktuell in der arte-Mediathek verfügbar.

Die Tricks mit Wurst und Schinken

Die Deutschen essen jährlich etwa 30 Kilogramm Wurst. Das Sortiment von Salami, Kochschinken und Fleischwurst ist dabei so vielseitig wie undurchsichtig. Und die Qualitätskriterien sind häufig ebenso wenig bekannt wie die genauen Inhaltsstoffe.

Die Doku beleuchtet potenziell schädliche Zutaten, Rückstände und verschiedene Herstellungstricks. So testen Filmemacher und Experten den Einsatz sogenannter funktionaler Proteine. Diese ermöglichen einen höheren Wassergehalt in der Wurst, wodurch in der Herstellung weniger Fleisch benötigt wird. Gewonnen werden die funktionalen Eiweiße laut Doku unter anderem aus Schlachtabfällen. In der Lebensmittelanalytik lässt sich das aber nur begrenzt nachweisen. Auch die Herstellung von Formschinken kann mit mehr oder weniger guten Rohstoffen produziert werden.

Mündige KonsumentInnen kommen also nicht umhin, nach Zutatenlisten und Geschmack statt nach Produktaufmachung und Preis auszuwählen. Ein Metzger bringt es auf den Punkt:

„Der Kunde bekommt das, was er bereit ist zu zahlen.“

Die Doku ist aktuell in der ARD-Mediathek verfügbar.

Osteoporose – Was hilft gegen Knochenschwund?

Die Dokumentation von Manfred Bölk beleuchtet Risiken, Ursachen, Diagnostik und Therapieansätze von Knochenschwund. Die auch als Osteoporose bezeichnete Erkrankung tritt häufig bei Frauen über 70 und Männern über 80 Jahre auf. Rund sechs Millionen Deutsche sind betroffen.

Im Laufe verschiedener PatientInnen-Berichte werden neue und bewährte Behandlungsmethoden vorgestellt. Neben medikamentösen Strategien stehen ebenso Lebensstil-Aspekte wie Bewegung und Ernährung als unterstützende Elemente im Fokus. Gleichermaßen gibt es interessante Einblicke zu Risikofaktoren wie zum Beispiel die langfristige Einnahme von Säureblockern. Die Doku zeigt zudem die Wichtigkeit der frühen Diagnose. Umso früher Veränderungen im Knochen festgestellt werden, umso besser und erfolgversprechender sind die Behandlungsmöglichkeiten.

Die Dokumentation ist derzeit auf Youtube verfügbar.

Brot – Macht es uns krank?

BR geht in knapp 30 Minuten der zunehmenden Behauptung nach, dass Brot krankmachende Inhaltsstoffe enthält. Dabei werden verschiedene Argumente unter die Lupe genommen: das Getreide selbst, gentechnisch veränderte Getreidesorten sowie verschiedene Inhaltsstoffe und Herstellungsmethoden.

Es kommen Wissenschaftler zu Wort, die nicht oder nicht nur Gluten als Übeltäter präsentieren, sondern andere Inhaltsstoffe wie pflanzliche Abwehrstoffe (ATI) in den Fokus rücken. In der Folge spielen die verwendete Getreidesorte und die angewandte Backkultur eine weitaus größere Rolle für die Bekömmlichkeit von Brot und Brötchen als von vielen angenommen. Das erfordert ein verändertes Einkaufsverhalten der Konsumenten.

Die Doku ist derzeit auf der Website des BR verfügbar.

Diabetes – eine lukrative Volkskrankheit

Die arte-Dokumentation “Diabetes – eine lukrative Volkskrankheit” beschäftigt sich mit den Hintergründen längst überholter Therapie- und vernachlässigter Präventionsstrategien der Volkskrankheit. Während die Erkrankung lange Zeit als unheilbar galt, lässt sich zumindest für den Diabetes mellitus Typ 2 eine – mitunter langfristige – Remission erzielen. Dabei stehen die Lebensstil-Aspekte Ernährung und Bewegung im Fokus, während Medikamente peu à peu reduziert oder abgesetzt werden können. Laut den Filmemachern ist das jedoch wenig lukrativ für die Industrie, während sich die Politik ohnmächtig zeigt. Um das zu ändern, ist ein breites Umdenken aller Akteure notwendig.

Die Filmemacher drehten auf 3 Kontinenten und interviewten PatientInnen, ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen. Auch Akteure der (Pharma-)Industrie kommen zu Wort.

Die Dokumentation ist derzeit auf Youtube und arte verfügbar.

Forschung, Fake und faule Tricks

Die 97-minütige Dokumentation beschäftigt sich mit aktuellen Kontroversen der Wissenschaft. Es geht um berechtigte und unberechtigte Zweifel an wissenschaftlichen Erkenntnissen, um „Ablenkungsstudien“ oder auch Methoden der Wissensbehinderung wie Nebelkerzen, frisierte Datenreihen und gefälschte Versuchsprotokolle.

Die Doku ist sehenswert für alle, die sich für die Tücken der Wissenschaft interessieren. Das Video ist derzeit auf Youtube und auf Youtube verfügbar.

Mahlzeit! Hexenküche Lebensmittelindustrie

„Für mich steht Panade symbolisch für Lebensmittel, die wir nicht essen sollten.“

Béatrice De Reynal, Ernährungswissenschaftlerin

ARTE hat in mehreren europäischen Ländern hinter die Kulissen der Lebensmittelproduktion geblickt und dokumentiert anhand des Beispiels Cordon Bleu die Herstellung von Fertiggerichten. Während man am heimischen Herd nur 5 Zutaten benötigt, sind es in der Industrie bis zu 30. Diese werden im Herstellungsprozess in vielen einzelnen Schritten zu einem panierten Schnitzel mit Schinken und Käse zusammengesetzt. Experten aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz diskutieren, wie lange Fleisch eigentlich noch Fleisch heißen kann und überlegen angestrengt, inwiefern eine mit Lebensmittelzusatzstoffen gespickte Schmelzmasse noch dem Käse zugeordnet werden kann.

Das Fazit: Die Lebensmittelindustrie agiert intransparent. Die Produkte werden immer öfter mit gesundheitlichen Schäden in Verbindung gebracht. Doch während Lebensmittelbehörden scheinbar zu überlastet sind, um gesetzliche Regulierungen in Gang zu bringen, steigt der Druck von KonsumentInnen zwar langsam, aber stetig.

Die Dokumentation ist derzeit verfügbar auf Youtube.

Die gute Milch

„Wenn jemand Milch für 69 Cent konsumiert, dann kann er nicht erwarten, dass eine Kuh auf der Weide liegt.“

Frank Lenz, Milchbauer

Die Doku setzt sich mit Fragestellungen zu Klimabilanz, Tierschutz und Wirtschaftlichkeit von Milch und Milcherzeugnissen auseinander und stellt interessante Alternativen zu problematischen Sachverhalten vor. Das reicht von verbesserten Haltungsbedingungen für Milchkühe bis zu pflanzlichem Käse und Camembert aus Cashewkernen. Für eine andere Milch haben die VerbraucherInnen über die Produktion und damit den Preis entschieden. Die Kosten von 1,45 EUR für 1 Liter Milch setzen sich zusammen aus

  • 73 Cent Grundpreis
  • 5 Cent für frisches Gras und regionales Futter
  • 6 Cent für mind. 4 Monate Weidehaltung
  • 36 Cent für Bioproduktion
  • 3 Cent für mehr Tierwohl
  • 1 Cent für nachhaltige Verpackung
  • 1 Cent für Realisieren neuer Ideen
  • 20 Cent für fairen Lohn für Bauern und Bäuerinnen

Das Ziel: Bewusster produzieren und konsumieren. Dabei geht es weniger um verurteilendes Schwarz-Weiß-Denken, sondern um neue Ideen für eine gleichbleibende Ernährungsvielfalt unter besseren Bedingungen.

Die Dokumentation ist derzeit verfügbar auf ZDF.

Dürfen wir noch Fleisch essen?

Im ZDF-Format „13 Fragen“ versuchen Salwa Houmsi und Jo Schück die zum Teil sehr kontrovers positionierten TeilnehmerInnen in ein Kompromissfeld zu bringen. Die Themen wechseln von Sendung zu Sendung und orientieren sich zum großen Teil an öffentlichkeitswirksamen Diskursen.

Im Oktober 2020 kam es beim Thema „Dürfen wir noch Fleisch essen?“ zu heißen Diskussionen zwischen Aljosha Muttardi (YouTuber, Arzt, Veganexperte); Victoria van Violence (Vegan-Influencerin und Aktivistin); Niko Rittenau (Ernährungswissenschaftler, Autor); Johanna Mandelkow (Schweinebäuerin); Alena Steinbach (Jägerin) sowie Marlo Kockerols (Gründerin und Co-CEO “CheWow“).

Die Sendung ist auf Youtube verfügbar und empfehlenswert für alle, die an verschiedenen Blickwinkeln interessiert sind.

Das Geschäft mit Brot

„Frühstücksbrot, Abendbrot, Brot für zwischendurch. Immer mehr Sorten. Ständig ofenfrisch. Und möglichst billig soll es sein. Wie geht das?“ Die Doku untersucht genau diese Frage und nimmt ZuschauerInnen mit auf die Reise vom frischen Korn bis zum fertigen Brot. So werden die Inhaltsstoffe großer und kleiner Anbieter unter die Lupe genommen; ErnährungsmedizinerInnen zu den gesundheitlichen Bedenken vieler VerbraucherInnen befragt und BäuerInnen erzählen, was gutes Getreide und gutes Brot ausmacht. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Herstellung und der Verträglichkeit? Spannend dabei zu sehen ist, wie Zusatzstoffe das Brot verändern können und dass wir bis heute nicht wissen, wie sich das auf unsere Gesundheit wirklich auswirkt.

Die Dokumentation ist in der ARD-Mediathek verfügbar.

Vegan, Fleisch oder Insekten – Was ist besser?

Fatima Talalini bekam den DGE-Journalistenpreis für ihren Beitrag „Vegan oder Insekten – Was soll ich essen?“ Die Begründung der Jury: „Es handelt sich um eine sachlich-informative jugendliche Videoreportage, die den Fragen nachgeht, inwieweit Fleischkonsum heute noch vertretbar ist und welche Alternativen wir stattdessen haben. Der Redakteurin ist damit ein offener, neutraler und ausgewogener Beitrag über Vor- und Nachteile der Massentierhaltung sowie vegetarischer Ernährungsweisen als mögliche Lösung gelungen.“ (Quelle).

Die Dokumentation ist auf Youtube verfügbar.

Alkohol – der globale Rausch

Die Dokumentation „Alkohol – Der globale Rausch“ betrachtet das Molekül Ethanol aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Experten verschiedener Professionen äußern sich zu Produktion und Absatz, zu Konsum und gesundheitlichen Risiken, zu Politik und Lobbyismus. Fachkräften aus Gesundheitsberufen sind viele der genannten Fakten durchaus bewusst. Aber erachten wir die Gesamtbetrachtung der Risiken auch als ausreichend, um den Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen? Gibt es einen risikoarmen, wenn auch nicht risikofreien Konsum?

Uns sind einige Kernaussagen der Dokumentation im Kopf hängen geblieben, dir wir gern teilen wollen:

  • Jedes Jahr sterben 3 Millionen Menschen weltweit an den Folgen des Alkoholkonsums – alle 10 Sekunden ein Mensch. Das sind mehr als durch Verbrechen, Verkehrsunfälle und illegale Drogen zusammen. Süchtig sind weltweit Schätzungen zufolge 140 Millionen.
  • Alkohol ist die gefährlichste Droge der Welt mit dem größten Abhängigkeitspotenzial.
  • Alkohol schädigt – in großen Mengen genossen – ausnahmslos alle Körpergewebe und -strukturen.
  • Das Molekül ist in der Lage, alle 200 Milliarden Neuronen des menschlichen Gehirns völlig unterschiedlich zu beeinflussen.
  • Als risikoarmer Alkoholkonsum gelten max. 20 g Alkohol täglich für Männer und max. 10 g Alkohol täglich für Frauen. Empfohlen werden zudem mindestens 2 alkoholfreie Tage in der Woche.
  • Von den weltweit 30 Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch liegen 26 in Europa.
  • Der Deutsche trinkt jährlich im Durchschnitt 10 Liter reinen Alkohol. Darin sind Säuglinge und Senioren eingeschlossen.
  • Es gibt 3 Motive menschlichen Antriebs: Entspannung, Erregung, Fantasie. Alle 3 können durch Alkohol angesprochen werden.
  • Der Jahresumsatz der Alkoholwirtschaft beträgt 1,2 Billionen Euro.
  • Neue vielversprechende Absatzmärkte liegen vor allem in Afrika.

Andreas Pichler zeigt aber nicht nur die Probleme, sondern auch Lösungsansätze auf: Darunter langfristige Maßnahmen in Island bei Kindern und Jugendlichen, um die Gesellschaft und Gruppen zu schützen und ein gemeinschaftliches Umdenken zu fördern. Vor 20 Jahren zogen hier noch Horden von Betrunkenen durch die Straßen. Heute kann man dort jungen Menschen begegnen, die das Bedürfnis nach Entspannung und Lebensdoping ohne Alkohol befriedigen. Die Dokumention propagiert nicht zwangsläufig die Alkoholabstinenz, sondern hinterfragt vielmehr die alltägliche Verfügbarkeit und die daraus resultierenden Folgen.

Die Dokumentation ist auf Amazon zum Kauf/ Ausleihen verfügbar.

Bis zum letzten Krümel – Rezepte gegen Brotverschwendung

Brot ist der Deutschen liebstes Lebensmittel. Über 3.000 Sorten – und immer schön frisch! Doch wir produzieren zu viel des Guten. Jährlich landen 1,7 Millionen Tonnen Brot und Backwaren im Müll.

Die Dokumentation ist auf Youtube verfügbar.

Wenn die Nahrung knapp wird – Hightech-Farmen für die Zukunft

Rasantes Bevölkerungswachstum, zunehmende Verstädterung, Klimawandel und ausgelaugte Böden – die Produktion unserer Nahrungsmittel wird zu einer immer größeren Herausforderung.

Die Dokumentation ist bis zum 24.11.2024 in der ZDF-Mediathek verfügbar.

Revolution auf dem Teller – Anders essen fürs Klima

Ein Grillsteak gehört zum Sommer. Viele Menschen aber können Fleisch nicht mehr unbeschwert genießen. Es gilt als Klimakiller. Und so stellt sich die Frage: Darf’s ein bisschen weniger sein?

Die Dokumentation ist auf Youtube verfügbar.

Alles Bio, alles gut? – Über die fatalen Folgen des Öko-Booms

Billig liegt auch bei Bio im Trend. Massentierhaltung, Umweltverschmutzung und Billigimporte sind mittlerweile auch bei der Bio-Produktion Alltag. Und der Boom lockt immer mehr Betrüger an.

Das Video ist bis zum 19.01.2021 in der ZDF-Mediathek verfügbar.

Rabiat: Die Selbstoptimierer

Die Kontrolle und Steigerung möglichst aller Körperfunktionen mit Fitnessarmbändern, drillartigem Training oder auch Selbstmedikation – ein Riesentrend. Das Ziel: die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers und Geistes zu optimieren – teilweise mit drastischen Mitteln. In der Radio Bremen-Reportage „Rabiat: Die Selbstoptimierer“ besucht der Y-Kollektiv- und „Rabiat“-Autor Alexander Tieg Bio-Hacker, Extrem-Sportler und Powerjobber und probiert aus, wie es sich anfühlt, sich selbst zu optimieren. Der Auftakt der dritten Staffel des jungen Reportageformats von Radio Bremen im Ersten wird für den Autor zu einem echten Kraftakt.

Die Dokumentation ist auf Youtube verfügbar.

Unser Bauch – Die wunderbare Welt des Mikrobioms

Die Kontrolle und Steigerung möglichst aller Körperfunktionen mit Fitnessarmbändern, drillartigem Training oder auch Selbstmedikation – ein Als Darmflora bezeichnet man die Gesamtheit der 100.000 Milliarden Mikroorganismen, die den Darm besiedeln und für die Gesundheit des Wirtsorganismus von entscheidender Bedeutung sind. Die lange verkannte Darm-Mikrobiota, auch als Mikrobiom bezeichnet, enthüllt nach und nach ihre Geheimnisse und sorgt für eine wissenschaftliche und medizinische Revolution.

Die Dokumentation ist derzeit nicht verfügbar.

Unser Hirn ist, was es isst

Schokolade hilft gegen Stress und Fisch macht klug – doch ist an solchen Volksweisheiten eigentlich etwas dran? Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die Ernährung unmittelbaren Einfluss auf unsere seelische Gesundheit und geistige Verfassung hat. Lassen Eisbecher mit Zuckerstreuseln, Burger, Pizza, Hotdog, Softdrinks und Co. tatsächlich unsere grauen Zellen schmelzen?

Die Dokumentation ist auf Youtube verfügbar.

Das Spiel mit den Genen

Moderne Methoden können die Erbsubstanz von Pflanzen, Tieren und Menschen präzise verändern. Eine Revolution in der Medizin und der Landwirtschaft bahnt sich an. Auch das Missbrauchspotenzial wächst.

Die Dokumentation ist auf Youtube verfügbar.

Heilsame Ernährung

„wissen aktuell: Heilsame Ernährung“ widmet sich der gesunden Kraft unserer Nahrungsmittel und hinterfragt Ernährungstrends. Einfach essen, was auf den Teller kommt: Das war einmal.

Die Dokumentation ist aktuell nicht verfügbar.

Gekaufte Agrarpolitik (2019)

Die EU verhandelt derzeit eine Reform der Agrarpolitik. Das klingt technisch, dahinter steckt aber die Frage: Welche Landwirtschaft wollen wir haben?

Die Dokumentation ist auf Youtube verfügbar.

Die Plastik-Revolution – Konzepte gegen die Kunststoff-Flut (2019)

Plastik boomt, die Produktionsmenge geht immer noch steil nach oben. 2050 sollen allein in Europa weit über 1,1 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert werden. Um gegen die Plastifizierung des Planeten anzugehen braucht es eine Revolution.

Die Dokumentation ist auf Youtube verfügbar.

Die Macht der Bauernlobby (2019)

Der Deutsche Bauernverband ist eine der mächtigsten Lobbyorganisationen, die es in der Bundesrepublik gibt. Ein Grund dafür liegt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Lebensmittel waren knapp und Landwirte wichtig.

Die Dokumentation ist auf Youtube verfügbar.

Der Wahnsinn mit dem Weizen – Die Folgen unserer Agrarpolitik (2018)

Ein Viertel der deutschen Weizenexporte ging 2016 nach Afrika. Auf den ersten Blick ein Beitrag gegen Hunger und Not. Aber stimmt das? Die Recherchen von „ZDFzoom“ ergeben ein anderes Bild.

Die Dokumentation ist auf Youtube verfügbar.

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