Die zentrale Hunger- und Sättigungsregulation

Spezial für Mitglieder: Die 7 Arten von Hunger

Die folgende Einteilung stammt aus der Achtsamkeitslehre.

Augenhunger

Der Augenhunger wird durch den Anblick von Speisen hervorgerufen. Typisch für diese Art von Hunger sind Gelüste nach dem Anblick von ansprechenden Gerichten in Magazinen, im Internet oder in der Speisekarte. Auch das Ansehen bestimmter Werbespots im Fernsehen lässt so Manchem das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Nasenhunger

Der Nasenhunger wird durch den Geruchssinn erzeugt. So kann der Geruch aus der Bäckerei beim Vorbeigehen, von gebratenen Würstchen auf der Straße oder auch der Duft aus Mutters Küche zum Wunsch nach Essen führen.

Mundhunger

Der Mundhunger wird durch den Geschmack einer Speise ausgelöst, etwa durch süß schmeckende Köstlichkeiten, salzige Knabbereien und oder würzige Käsewürfel.

Magenhunger

Der Magenhunger wird von vielen Menschen als „Loch“ im Bauch wahrgenommen. Bei anderen knurrt der Magen oft und laut. Diese Art von Hunger ist evolutionärer Herkunft und soll uns an die überlebensnotwendige Nahrungsaufnahme erinnern.

Herzhunger

Der Herzhunger wird meist durch Emotionen ausgelöst. Aus Kummer, Frust, Sorgen oder Angst greifen wir zu (vorzugsweise) Süßem und/oder Fettigem. Auch Freude wie in Geselligkeit, zu Feiern und Festen lässt uns mehr und ohne Hunger essen.

Gedankenhunger

Der Gedankenhunger beginnt im Kopf. Oft sind es Sätze wie „Ich sollte jetzt zu Mittag essen.“ oder „Ich sollte jetzt Salat essen“, die Anlass zum Essen geben. Besonders „gesunde“ Vorstellungen zu Essen und Trinken bestimmen den Gedankenhunger als unerbittlichen Treiber der Vernunft. Der Gedankenhunger teilt gern rational in gesund und ungesund ein und nimmt auf die echten Bedürfnisse von uns wenig Rücksicht.

Zellulärer Hunger

Der zelluläre Hunger kommt tatsächlich als Rückmeldung unserer Körperzellen auf. Gibt es ein Defizit an einem Nährstoff, so steigt intuitiv der Appetit auf Lebensmittel, in denen dieser Nährstoff enthalten ist. Bekannt sind zum Beispiel der Appetit auf Fleisch (Eisen) nach großen Blutverlusten oder auch auf Salziges (Natrium) nach einer durchzechten Nacht.

Item added to cart.
0 items - 0,00