Candida-Nachweis

Die Gattung Candida umfasst etwa 150 Arten. Candida sind fakultativ pathogene Spross- oder Hefepilze. Candida albicans stellt als Krankheitserreger den bedeutendsten Vertreter dar und gilt als Verursacher der Candidose – auch Candidiasis, Candidamykose oder Soor genannt. Der 4-8 µm große Sprosspilz kommt auf den Schleimhäuten der meisten Menschen vor – also in der Nase, dem Rachen, dem Genitalbereich sowie auf den Schleimhäuten des Verdauungstraktes.

Durch das ubiquitäre Vorkommen in der Umwelt kommen die meisten bereits in Kindertagen mit dem Pilz in Berührung, so dass dieser bei etwa 30-50% der Bevölkerung nachweisbar ist. Bei Gesunden halten physiologische Keime und das Immunsystem den Pilz unter Kontrolle. Erst wenn die physiologische Darmflora und/ oder das Immunsystem geschwächt werden, kann sich der Pilz über die Blutbahn im Körper ausbreiten und aus der Besiedlung wird eine Infektion.

Um das Ausbreiten der Infektion zu vermeiden, sollten so früh wie möglich diagnostische Maßnahmen eingeleitet werden. Klassischerweise umfassen diese Maßnahmen mikroskopische und verschiedene histologische Untersuchungsmethoden sowie die Anzucht von Pilzkulturen. Genetisch basierte Verfahren zum Nachweis von Pilzerregern werden erforscht. Da Candida-Pilze in unterschiedlichen Konzentrationen bei den meisten Menschen vorkommen, reicht der alleinige Nachweis des Pilzes jedoch nicht aus, um das Vorliegen einer Infektion zu beweisen. Neben dem Erregernachweis spielen insbesondere die Symptome sowie der Allgemeinzustand des Patienten (Immunsystem) eine diagnostische Rolle.

Pilzkulturen/ mikroskopische Untersuchung

Die diagnostische Methode der Wahl ist der molekulargenetische Nachweis des Erregers. Bei einem Verdacht auf eine lokale oder systemische Candidose sollte aus dem entsprechenden Probenmaterial (z.B. Speichel, Stuhl, durch Punktion gewonnener Urin, Blut, Liquor, seltener Gewebeproben) eine kulturelle Anzucht versucht werden, um den Erreger nachzuweisen.

Nachweis von Candida-Antigenen im Blut

Bei einer systemischen Candidose kann die Bestimmung von Candida-Antigenen ergänzend durchgeführt werden. Hohe Konzentrationen dieser Antigene sollen einen Hinweis auf eine übermäßige Besiedlung geben. Der Stellenwert dieser Tests wird jedoch sehr unterschiedlich beurteilt. Die Einzelbestimmung von Antikörpern gegen Candida albicans ist in der Regel ohne besondere Aussagekraft. Aufgrund kurzzeitiger Titerveränderungen sind zudem kurzfristige Kontrollen in wöchentlichem Abstand zu empfehlen. Der Anstieg um mehr als zwei Titerstufen gilt als Hinweis für eine systemische Infektion.

1 thought on “Candida-Nachweis”

  1. Danke für diesen Kommentar!
    Der oben beschriebene Autor geht vor allem einer Strategie nach: Hauptsache dagegen! Das garantiert ihm die so sehr begehrte Medienpräsenz. Inhaltlich zeichnen sich seine Publikationen vor allem dadurch aus, dass darin alles ignoriert wird, was seinen Thesen widerspricht. So gelingt es immer wieder die inkompetenten Medienvertreter bzw. die Leser und Zuschauer reißerisch in die Irre zu führen…

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