Das Erscheinungsbild von Karies

Karies ist eine Erkrankung der Zahnhartsubstanzen. Hierzu zählt die lokalisierte Demineralisierung der Zahnhartsubstanz als auch die Auflösung des Zahnschmelzes durch Mikroorganismen. Karies wird als multikausales, komplexes Geschehen angesehen. Es lassen sich karieshemmende und kariesfördernde Ernährungseinflüsse unterscheiden. Zu Beginn ist die Demineralisierung reversibel, führt aber im weiteren Verlauf zur Kavitätenbildung (Löcher). Es zeigen sich bräunliche Verfärbungen, die Zähne werden schmerzempfindlicher.

Derzeit nimmt die Karieshäufigkeit in westlichen Industrieländern ab. Nach einem WHO-Bericht reduzierte sich die Karieshäufigkeit am permanenten Gebiss von Kindern, während einer Zeitspanne zwischen 10 und 15 Jahren, zwischen 30 und 40%.

Ursachen und Risikofaktoren

Ursachen

  • häufiger Kontakt der Zähne mit leicht verfügbaren Kohlenhydraten in Kombination mit mangelnder Mundhygiene
  • genetische Disposition
  • Mangelernährung der Mutter während der Schwangerschaft (ungenügende Mineralisation der Zähne des Fötus im Mutterleib)

Risikofaktoren

  • häufiger Verzehr von stark säurehaltigen Nahrungsmitteln (beispielsweise Obstsäfte oder Südfrüchte)
  • zuckerhaltige Getränke und Speisen
  • stärkehaltige Nahrungsmittel
  • Kalzium- und Fluoridmangel
  • klebrige Nahrungsmittel

Pathophysiologie

Die Demineralisierung des Zahnschmelzes entsteht durch die Einwirkung von Säuren, die infolge des Kohlenhydratabbaus durch Bakterien (Streptokokken) in den Zahnbelägen produziert werden. In der Folge entstehen Plaques. Der pH-Wert in den Plaques sinkt enorm, die Säuren lösen Kalzium und Fluorid aus dem Zahnschmelz sowie aus dem Dentin.

Symptomatik

  • bräunliche Verfärbungen der Zähne
  • schmerzempfindliche Zähne
  • in fortgeschrittenem Stadium: Zahnverlust möglich