Kobalt

Die Entdeckung des Elements Kobalt wird dem schwedischen Chemiker Georg Brandt (1694-1768) im Jahre 1735 in Stockholm zugeschrieben. Sein Name leitet sich von dem Wort Kobold, einer Art neckischem (Berg-) Geist, ab. Der Name stammt von den Bergleuten des Mittelalters, die es oft wegen seines silbrigen Aussehens mit Silber verwechselten bzw. Silber in Kobaltvorkommen vermuteten, sich aber stets getäuscht sahen. Zum Färben von Gläsern wurde es bereits im alten China, in Ägypten sowie bei den Römern und Griechen verwendet.

Stoffwechsel

Der Körperbestand des Menschen an Kobalt beträgt 1,0 bis 1,5 mg. Das Hauptspeicherorgan ist die Leber. Die Plasmakonzentrationen an Kobalt schwanken stark.

Funktionen und Aufgaben

Kobalt ist Bestandteil von Vitamin B12 (Cobalamin). Vitamin B12 ist unentbehrlich und kann daher nicht selbst produziert werden. Ein Mangel an Vitamin B12 kann durch die Zufuhr von Kobalt nicht behoben werden. Es ist weiterhin an der Aktivierung einer Reihe von Enzymen wie z.B. der Superoxiddismutase beteiligt. Dieses Enzym baut in der Zelle Wasserstoffperoxid (H2O2) ab.

Vorkommen in Nahrungsmitteln

Kobalt kommt nahezu in allen Lebensmitteln vor. Allerdings stammt das Kobalt, gebunden an Vitamin B12, im Allgemeinen aus tierischen Lebensmitteln. Vitamin B12-haltig ist Leber, Muskelfleisch, Fisch, Eier, Milch und Käse.

Zufuhrempfehlungen

Der Kobaltbedarf wird mit einer ausreichenden Vitamin B12-Zufuhr gedeckt. Kobalt, gebunden an Vitamin B12, wird durch tierische Lebensmittel aufgenommen. Die DACH-Referenzwerte empfehlen eine Vitamin B12-Aufnahme von 3 µg täglich.

Die Bevölkerung in Deutschland ist ausreichend mit Kobalt versorgt.

Mangelerscheinungen und Toxizität

Ein Vitamin B12-Mangel geht immer mit einem Kobaltmangel einher. Er äußert sich durch Schädigungen des Nervensystems, die sich als Gedächtnisschwächen bis hin zu Demenz manifestieren. Es kann aber auch zu einer bestimmten Art der Anämie kommen, der sogenannten makrozytären Anämie, bei der sich, auf Grund des Vitamin B12-Mangels, die Erythrozyten-Stammzellen im Knochenmark nur verzögert teilen und zu wenig funktionsfähige Erythrozyten gebildet werden.Toxizität

Eine übermäßige Kobaltaufnahme von 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht kann zu schwerwiegenden Schädigungen des Herzmuskels und gelegentlich zur Kropfbildung führen. Eine Kobaltaufnahme über einen längeren Zeitraum kann zu Lungenschäden, Allergien, Darmerkrankungen sowie zu Herzmuskelschwächen führen.