Transtheoretisches Modell – Die 6 Stadien

Inhaltstyp: Kurzprofil ? Unsere Kurzprofile beinhalten übersichtliche Steckbriefe, Checklisten oder auch Kurzportraits zu Ernährungsberatungs- und -Ernährungstherapie-relevanten Aspekten.

Die Stadien des Transtheoretischen Modells beschreiben den Prozess von der Absichtslosigkeit bis zur Stabilisierung neuer Verhaltensweisen. Jede Phase ist durch typische Haltungen, Merkmale und spezifische Interventionsstrategien geprägt, die den Übergang in das nächste Stadium fördern.

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Zuletzt aktualisiert:

23. August 2026

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Absichtslosigkeit (Precontem-plation)

Haltungssatz:

„Niemals“, „Wo ist das Problem?“

Typische Merkmale:

  • Kein Problembewusstsein
  • Kein Interesse, etwas zu verändern
  • Auseinandersetzung wird vermieden
  • Rebellion
  • Resignation
  • Rationalisierung

Strategien/ Interventionen:

  • Informationen geben
  • Rückmeldung nach emotionalen Bezügen suchen
  • Aufweisen von Widersprüchen zwischen Denken und Verhalten
  • Anbieten alternativer Sichtweisen
  • Neue Perspektiven liefern

Absichtsbildung (Contemplation)

Haltungssatz:

„Eines Tages“, „Ich könnte ja mal…“

Typische Merkmale:

  • Bewusste Auseinandersetzung mit dem Problemverhalten, aber keine konkreten Pläne
  • Starke Ambivalenz (Pro und Contra halten sich die Waage)
  • Interessiert, aber nicht fest entschlossen

Strategien/ Interventionen:

  • Aufbau von Selbstvertrauen
  • Aktives Zuhören
  • Führen von Tagebüchern, Protokollen
  • Pro und Contra herausarbeiten (Waage)
  • Gemeinsam erkunden, was für/gegen Veränderung spricht

Vorbereitung (Preparation)

Haltungssatz:

„Bald“, „Ich werde demnächst…“

Typische Merkmale:

  • Motivation zur Veränderung (in den nächsten 30 Tagen)
  • Treffen einer klaren Entscheidung für eine Verhaltensänderung
  • Erste Schritte in Richtung Verhaltensänderung

Strategien/ Interventionen:

  • Anstoß in Richtung Veränderung geben
  • Alternativen aufzeigen
  • Suche nach realistischen und akzeptablen Veränderungsschritten
  • Vereinbarungen treffen
  • Konkret und realistisch planen

Handlung (Action)

Haltungssatz:

„Jetzt“, „Ich tu’s!“

Typische Merkmale:

  • Hohes Maß an Entschlossenheit und Engagement
  • Konkrete, sichtbare Veränderungsschritte werden unternommen
  • Hohes Risiko für Rückfälle
  • Vollzug einer Verhaltensänderung

Strategien/ Interventionen:

  • Stärkung von Selbstvertrauen
  • Rückfallprophylaxe
  • Einrichten regelmäßiger Kontakte
  • Skilltraining
  • Einüben neuer Verhaltensweisen unterstützen
  • Regelmäßige Wiederholungen
  • Visualisierungen von Handlungsschritten
  • Feiern erster Erfolge

Aufrechterhaltung (Maintenance)

Haltungssatz:

„Ich bleibe dabei…“

Typische Merkmale:

  • Veränderungen werden über einen längeren Zeitraum durchgehalten
  • Problematisches Verhalten seit längerem aufgegeben
  • Neue Verhaltensweise verinnerlicht

Strategien/ Interventionen:

  • An erfolgreiche Verhaltensänderung erinnern
  • Wertschätzung verdeutlichen
  • Wiedereinstieg in die „Veränderungstreppe“ bei Rückfällen ermöglichen

Stabilisierung (Termination)

Nicht in allen Darstellungen enthalten, da in der Realität häufig nicht erreichbar.

Haltungssatz:

„Das ist jetzt mein Leben“, „Das gehört jetzt zu mir“

Typische Merkmale:

  • Vollständige Integration des neuen Verhaltens in die Persönlichkeit
  • Keine Versuchung mehr zum Rückfall
  • Neue Identität vollständig etabliert
  • Selbstwirksamkeitserwartung ist sehr hoch
  • Das alte Problemverhalten ist kein Thema mehr

Strategien/ Interventionen:

  • Bestärkung der neuen Identität
  • Reflexion des Veränderungswegs
  • Unterstützung bei der Weitergabe von Erfahrungen (Mentoring)
  • Anerkennung der Transformation
  • Abschluss/ Fokus auf andere Lebensbereiche