Zucker und Süßungsmittel – Übersicht bekannter Zucker

Inhaltstyp: Kurzprofil ? Unsere Kurzprofile beinhalten übersichtliche Steckbriefe, Checklisten oder auch Kurzportraits zu Ernährungsberatungs- und -Ernährungstherapie-relevanten Aspekten.

Zuckerarten wie Glukose, Fruktose oder Laktose unterscheiden sich deutlich in Wirkung und Verträglichkeit. Die Profile zeigen Süßkraft, Kaloriengehalt, ggf. Zusammensetzung und Vorkommen sowie zentrale gesundheitliche Aspekte. Sie helfen, Risiken einzuordnen, Zusammenhänge zu erkennen und klare Empfehlungen für die Beratung abzuleiten.

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Zuletzt aktualisiert:

23. August 2026

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Allulose

Süßkraft: Etwa 70 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 0,4 kcal pro 100 g; niedrige Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Kommt natürlich in kleinen Mengen in bestimmten Früchten wie Feigen und Rosinen vor, ähnelt in Struktur und Geschmack der Fruktose, hat jedoch kaum Kalorien, wirkt nicht abführend in üblichen Mengen

Gesundheitliche Aspekte: Kann den Blutzuckerspiegel und Insulinspiegel leicht senken, was für Diabetiker vorteilhaft sein kann; allgemein gut verträglich und hat antioxidative Eigenschaften; in sehr hohen Mengen können Verdauungsbeschwerden auftreten, aber das Risiko ist gering

Fruktose

Süßkraft: Etwa 120–150 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 400 kcal pro 100 g; moderate bis hohe Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Kommt natürlich in Früchten und Honig vor, zieht Wasser an (hygroskopisch), hohe Löslichkeit, kann bei übermäßigem Verzehr zu Insulinresistenz und Fettleber führen, bei Fruktosemalabsorption problematisch

Gesundheitliche Aspekte: Übermäßiger Konsum kann zu Stoffwechselstörungen wie Insulinresistenz, Fettleber und erhöhtem Risiko für Adipositas führen; bei Menschen mit Fruktosemalabsorption problematisch; in moderaten Mengen allgemein gut verträglich

Fruktosesirup

Süßkraft: Etwa 120–150 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 320–400 kcal pro 100 g; moderate bis hohe Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Hoher Fruktosegehalt (bis zu 90 %), verwendet als Süßungsmittel in Getränken und verarbeiteten Lebensmitteln

Gesundheitliche Aspekte: kann bei übermäßigem Verzehr zu Stoffwechselstörungen (Insulinresistenz, Fettleber) führen, problematisch bei Fruktosemalabsorption; in moderaten Mengen allgemein gut verträglich

Galaktose

Süßkraft: Etwa 30 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 400 kcal pro 100 g; moderate Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Bestandteil von Laktose, kommt in Milch und Milchprodukten vor, wird im Körper in Glukose umgewandelt, wichtige Rolle bei der Synthese von Glykolipiden und Glykoproteinen

Gesundheitliche Aspekte: Allgemein gut verträglich, aber bei seltenen genetischen Störungen wie Galaktosämie kann die Aufnahme von Galaktose schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen; in normalen Mengen für die meisten Menschen sicher

Glukose

Süßkraft: Etwa 70–75 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 400 kcal pro 100 g; hohe Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Hauptenergiequelle des Körpers, schnell absorbierbar, verwendet in Lebensmitteln, Sportgetränken und medizinischen Produkten, zieht Wasser an (hygroskopisch)

Gesundheitliche Aspekte: Kann den Blutzuckerspiegel schnell erhöhen, was bei Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz problematisch sein kann; in moderaten Mengen gut verträglich; wichtig für die Energieversorgung des Körpers, aber übermäßiger Konsum kann zu Stoffwechselstörungen führen

Glukose-Fruktose-Sirup

Süßkraft: Etwa 70–100 % der Süßkraft von Haushaltszucker, abhängig vom Fruktosegehalt

Energiegehalt: 290–310 kcal pro 100 g; moderate bis hohe Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Besteht aus variablen Anteilen von Glukose und Fruktose (häufig 40–60 % Fruktose, 40–60 % Glukose), verwendet in Getränken, Süßwaren und verarbeiteten Lebensmitteln, oft als günstiger Ersatz für Haushaltszucker

Gesundheitliche Aspekte: Übermäßiger Konsum kann zu Stoffwechselstörungen wie Insulinresistenz, Fettleber und Adipositas führen; problematisch bei Fruktosemalabsorption; in moderaten Mengen gut verträglich, aber regelmäßiger Konsum in großen Mengen nicht empfohlen

Glukosesirup

Süßkraft: Etwa 30–50 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 320–350 kcal pro 100 g; hohe Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Enthält hauptsächlich Glukose, wird häufig als Feuchthaltemittel und Süßungsmittel in Süßwaren, Backwaren und Getränken verwendet, sehr hohe Löslichkeit

Gesundheitliche Aspekte: Kann den Blutzuckerspiegel schnell erhöhen, was bei Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz problematisch sein kann; in moderaten Mengen gut verträglich; regelmäßiger Konsum in großen Mengen kann zu Stoffwechselstörungen (Diabetes) und Gewichtszunahme führen

Invertzucker(sirup)

Süßkraft: Etwa 120 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 400 kcal pro 100 g; moderate bis hohe Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Besteht aus gleichen Teilen Glukose und Fruktose, entsteht durch Hydrolyse von Saccharose, ist feuchthaltend (hygroskopisch) und kristallisiert nicht so leicht wie Saccharose, verwendet in Süßwaren, Backwaren und Marmeladen

Gesundheitliche Aspekte: Erhöht den Blutzuckerspiegel schnell, was bei Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz problematisch sein kann; in moderaten Mengen gut verträglich, aber regelmäßiger übermäßiger Konsum kann zu Stoffwechselstörungen und Gewichtszunahme führen

Isoglukose/ High-Fructose Corn Syrup (HFCS)

Süßkraft: Je nach Fruktosegehalt etwa 100–130 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 290–310 kcal pro 100 g; moderate bis hohe Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Enthält variablen Anteil an Fruktose und Glukose, typischerweise 42 % Fruktose und 53 % Glukose (HFCS-42) oder 55 % Fruktose und 42 % Glukose (HFCS-55), wird in der Lebensmittelindustrie häufig in Softdrinks, Süßwaren, Backwaren und verarbeiteten Lebensmitteln verwendet, hohe Süßkraft und kostengünstige Alternative zu Saccharose

Gesundheitliche Aspekte: Übermäßiger Konsum kann zu Gewichtszunahme, Insulinresistenz, Fettleber und einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes führen; problematisch bei Fruktosemalabsorption; in moderaten Mengen gut verträglich, aber regelmäßiger Konsum in großen Mengen wird nicht empfohlen

Laktose

Süßkraft: Etwa 20–40 % der Süßkraft von Haushaltszucker Energiegehalt: 400 kcal pro 100 g; moderate Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Kommt hauptsächlich in Milch und Milchprodukten vor, besteht aus Glukose und Galaktose, wird durch das Enzym Laktase im Körper abgebaut

Gesundheitliche Aspekte: Bei Menschen mit Laktoseintoleranz kann der Konsum zu Blähungen, Durchfall und Magenkrämpfen führen; bei Menschen ohne Laktoseintoleranz gut verträglich; häufige Verwendung als Zusatzstoff in Lebensmitteln und Medikamenten

Maissirup

Süßkraft: Etwa 70–90 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 290–310 kcal pro 100 g; moderate bis hohe Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Besteht hauptsächlich aus Glukose und komplexen Kohlenhydraten (Dextrinen), häufig in der Lebensmittelindustrie verwendet, besonders in verarbeiteten Lebensmitteln und Süßwaren

Gesundheitliche Aspekte: Erhöht den Blutzuckerspiegel, daher problematisch für Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz; allgemein gut verträglich, aber übermäßiger Konsum kann zu Gewichtszunahme und Stoffwechselstörungen führen

Maltose

Süßkraft: Etwa 30–50 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 400 kcal pro 100 g; hohe Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Besteht aus zwei Glukosemolekülen, kommt natürlich in gekeimtem Getreide und Malzprodukten vor, wird in der Lebensmittelindustrie häufig als Süßungsmittel und Verdickungsmittel verwendet

Gesundheitliche Aspekte: Erhöht den Blutzuckerspiegel schnell, daher problematisch für Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz; allgemein gut verträglich, jedoch übermäßiger Konsum kann zu Gewichtszunahme und Stoffwechselstörungen führen

Psicose

Süßkraft: Etwa 70 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 0,4 kcal pro 100 g; niedrige Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Strukturähnlich zur Fruktose, kommt in sehr geringen Mengen in bestimmten Früchten wie Feigen und Rosinen vor, hat eine sehr geringe Kalorienausbeute, wirkt nicht abführend in üblichen Mengen

Gesundheitliche Aspekte: Kann den Blutzuckerspiegel senken, was für Diabetiker vorteilhaft sein kann; antioxidative Eigenschaften; allgemein gut verträglich, sehr hohe Mengen könnten jedoch Verdauungsbeschwerden verursachen

Ribose

Süßkraft: Weniger süß als Haushaltszucker (ca. 30–50 % der Süßkraft)

Energiegehalt: 400 kcal pro 100 g; niedrige Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Kommt natürlich in allen lebenden Zellen vor, spielt eine zentrale Rolle in der Energieproduktion (Bestandteil von ATP), wird als Nahrungsergänzungsmittel verwendet, insbesondere in der Sporternährung

Gesundheitliche Aspekte: Unterstützt die Energieproduktion und Regeneration der Zellen; gut verträglich, keine bekannten Nebenwirkungen bei moderatem Konsum; in hohen Dosen kann es abführend wirken oder zu leichten Verdauungsbeschwerden führen

Saccharose

Süßkraft: 100 % der Süßkraft von Haushaltszucker (Referenzwert)

Energiegehalt: 400 kcal pro 100 g; moderate bis hohe Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Besteht aus Glukose und Fruktose, kommt natürlich in Zuckerrohr, Zuckerrüben, Früchten und Honig vor, häufig als Haushaltszucker oder in verarbeiteten Lebensmitteln verwendet

Gesundheitliche Aspekte: Kann bei übermäßigem Konsum zu Gewichtszunahme, Karies, Insulinresistenz und anderen Stoffwechselstörungen führen; gut verträglich in moderaten Mengen, jedoch problematisch für Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz

Tagatose

Süßkraft: Etwa 92 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 150 kcal pro 100 g; niedrige Blutzuckerwirkung

Eigenschaften: Kommt natürlich in geringen Mengen in bestimmten Früchten (z.B. Äpfel, Orangen) vor, hat eine ähnliche Struktur wie Fruktose, wirkt als Präbiotikum, da es die guten Bakterien im Darm fördern kann

Gesundheitliche Aspekte: Senkt den Blutzuckerspiegel und kann den Insulinspiegel nach Mahlzeiten reduzieren, was für Diabetiker vorteilhaft ist; gut verträglich, jedoch in hohen Mengen kann es abführend wirken oder Verdauungsbeschwerden verursachen