Zucker und Süßungsmittel – Übersicht Zuckeralternativen

Inhaltstyp: Kurzprofil ? Unsere Kurzprofile beinhalten übersichtliche Steckbriefe, Checklisten oder auch Kurzportraits zu Ernährungsberatungs- und -Ernährungstherapie-relevanten Aspekten.

Zuckeralternativen bieten vielfältige Möglichkeiten jenseits von Haushaltszucker mit teils überraschenden Effekten. Die folgenden Profile beleuchten Süßkraft, Kaloriengehalt und ggf. den Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, die jeweilige Zusammensetzung sowie gesundheitliche Aspekte. Damit bietet der kuratierte Überblick eine differenzierende Sicht für die Beratung und die individuelle Auswahl.

Gehört zu:

Zuletzt aktualisiert:

23. August 2026

Für den übersichtlichen Druck der folgenden Einträge ist ein Login erforderlich.

Agavendicksaft

Süßkraft: Etwa 120–150 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 310 kcal pro 100 g; moderate bis hohe Blutzuckerwirkung

Zusammensetzung: ca. 55–90 % Fruktose, ca. 10–20 % Glukose

Gesundheitliche Aspekte: hoher Fruktosegehalt kann bei übermäßigem Konsum zu Insulinresistenz, Leberverfettung und anderen Stoffwechselstörungen führen; gut verträglich in moderaten Mengen, aber problematisch bei Fruktosemalabsorption und Diabetes

Ahornsirup

Süßkraft: Etwa 70 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 260 kcal pro 100 g; moderate Blutzuckerwirkung

Zusammensetzung: ca. 66 % Saccharose, ca. 33 % Glukose und Fruktose (in Spuren)

Gesundheitliche Aspekte: enthält geringe Mengen an Antioxidantien und Mineralstoffen (z.B. Mangan, Zink); allgemein gut verträglich; in hohen Mengen kann er bei Menschen mit Diabetes zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels führen

Dattelsirup

Süßkraft: Etwa 70–80 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 270–310 kcal pro 100 g; moderate Blutzuckerwirkung

Zusammensetzung: ca. 50 % Glukose, ca. 20–25 % Fruktose, ca. 20 % Saccharose

Gesundheitliche Aspekte: reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalium; gut verträglich; kann bei Menschen mit Diabetes oder Fruktosemalabsorption problematisch sein

Honig

Süßkraft: Etwa 80–100 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 304 kcal pro 100 g; moderate Blutzuckerwirkung

Zusammensetzung: ca. 38 % Fruktose, ca. 31 % Glukose, ca. 7 % Maltose, ca. 1 % Saccharose

Gesundheitliche Aspekte: antibakterielle Eigenschaften; mögliche Linderung bei Husten und Wundheilung; für Säuglinge unter 1 Jahr nicht geeignet (Risiko für Botulismus); gut verträglich, kann jedoch bei Menschen mit Fruktosemalabsorption oder Diabetes problematisch sein

Kokosblüten-zucker

Süßkraft: Etwa 70–80 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 380 kcal pro 100 g; moderate Blutzuckerwirkung

Zusammensetzung: ca. 70–80 % Saccharose, ca. 3–9 % Glukose, ca. 3–9 % Fruktose

Gesundheitliche Aspekte: Enthält geringe Mengen an Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium und Eisen; allgemein gut verträglich, aber bei übermäßigem Konsum für Menschen mit Diabetes problematisch

Melasse

Süßkraft: Etwa 65 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 290 kcal pro 100 g; moderate Blutzuckerwirkung

Zusammensetzung: ca. 20–30 % Glukose, ca. 10–20 % Fruktose, ca. 40–60 % Saccharose (je nach Melasseart)

Gesundheitliche Aspekte: reich an Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Calcium und Magnesium; antioxidative Eigenschaften; allgemein gut verträglich; bei übermäßigem Konsum kann es bei Menschen mit Diabetes zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen

Reissirup

Süßkraft: Etwa 50–60 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 310 kcal pro 100 g; niedrige bis moderate Blutzuckerwirkung

Zusammensetzung: ca. 45 % Maltose, ca. 3–4 % Glukose, ca. 50 % komplexe Kohlenhydrate (Dextrine)

Gesundheitliche Aspekte: glutenfrei und gut verträglich; enthält keine Fruktose, daher eine gute Option für Menschen mit Fruktosemalabsorption; weniger süß, daher kann ein höherer Verbrauch erforderlich sein, was bei Menschen mit Diabetes den Blutzucker beeinflussen könnte

Yaconsirup

Süßkraft: Etwa 30–50 % der Süßkraft von Haushaltszucker

Energiegehalt: 133 kcal pro 100 g; niedrige Blutzuckerwirkung

Zusammensetzung: Hoher Gehalt an Fructooligosacchariden (FOS) und Inulin, ca. 5% Fruktose und Glukose in kleinen Mengen

Gesundheitliche Aspekte: präbiotische Wirkung, fördert das Wachstum gesunder Darmbakterien; kann bei empfindlichen Personen Blähungen und Verdauungsbeschwerden verursachen; aufgrund des geringen Kaloriengehalts und der niedrigen Blutzuckerwirkung für Diabetiker geeignet