09.09.2024
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Inhaltsverzeichnis
Aktuelle Wissenschaft
Studie: Hormontherapie verändert Darmmikrobiom bei Trans-Personen
Eine neue Studie zeigt, dass geschlechtsangleichende Hormontherapien das Darmmikrobiom von Transpersonen signifikant beeinflussen. Forschende der Universität Duisburg-Essen haben gemeinsam mit Wissenschaftlern aus der Schweiz Stuhlproben von Transpersonen vor und nach einer zwölfwöchigen Hormontherapie untersucht [Liw 2024]. Dabei wurden Veränderungen in der Häufigkeit bestimmter Bakterienarten festgestellt, die je nach verabreichter Hormontherapie unterschiedlich ausfielen. So könnten bei Transmännern vermehrt gesundheitliche Risiken wie Bluthochdruck und Herzinfarkte auftreten, während das Risiko bei Transfrauen eher sinken könnte.
Zentrale Faktoren der Mikrobiomveränderung sind die Bakterien der Spezies Coprococcus eutactus, die für eine gesunde Darmfunktion sorgen. Ebenso zählt Escherichia coli dazu, das potenziell pathogene Eigenschaften aufweisen kann. Eine erhöhte Präsenz von Escherichia coli könnte entzündliche Prozesse und Infektionen begünstigen, was das Gleichgewicht der Darmflora stört. Diese Veränderungen betreffen nicht nur das Verdauungssystem, sondern könnten auch das Risiko für Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen sowie neurologische Erkrankungen erhöhen.
Die Studienergebnisse weisen auf die Notwendigkeit weiterer Forschung hin, um die komplexen Zusammenhänge zwischen Hormontherapien und dem Mikrobiom besser zu verstehen. Diese Erkenntnisse könnten in Zukunft wichtige Impulse für die Entwicklung neuer Gesundheitsstrategien in der Transgender-Medizin liefern.
Vorgestellt
App: Choosy – Besser essen ohne Stress
Die App „Choosy“, entwickelt und angeboten vom Unternehmen Choosy UG, bietet eine praktische Lösung für eine stressfreie und gesunde Ernährung im Alltag. Nutzer erhalten wöchentlich abwechslungsreiche, auf individuelle Bedürfnisse abgestimmte Rezepte, die sich einfach in einen Essensplan integrieren lassen. Die App berücksichtigt verschiedene Ernährungsstile, Allergien, Budgetvorgaben sowie den Zeitaufwand für die Zubereitung und erstellt automatisch einen Wochenplan samt Einkaufsliste. Bei Bedarf können die Zutaten direkt bestellt werden, wobei nur Kosten für die Lebensmittel und Liefergebühren anfallen. Die App ist kostenfrei verfügbar.
Ein besonderes Highlight ist die Berücksichtigung von Gesundheits- und Nachhaltigkeitsaspekten: Nährwerte und der ökologische Fußabdruck der ausgewählten Lebensmittel werden transparent dargestellt, um eine ausgewogene und klimafreundliche Ernährung zu fördern. Nutzer können zudem ihren persönlichen „Health Score“ verfolgen, basierend auf den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, um die Gesundheit des Wochenplans zu überwachen.
Die App richtet sich an alle, die gesund und bewusst essen möchten, ohne viel Zeit für die Planung aufzuwenden. Dank der automatisierten Einkaufslisten und detaillierten Nährwertangaben unterstützt „Choosy“ eine effiziente Organisation der Mahlzeiten. Sie wird durch eine engagierte Food-Community ergänzt, die laufend neue Rezepte einbringt. Ideal für Familien und Gemeinschaftshaushalte fördert die App das gemeinsame Kochen und die soziale Interaktion. Zusätzlich punktet „Choosy“ durch die hervorragenden Bewertungen (4,9 von 5 Sternen) und ist im Google Play- sowie im App-Store verfügbar.
Beratungspraxis
Best Practices: Kostformen bei eosinophiler Ösophagitis
Die Ernährungstherapie bei eosinophiler Ösophagitis (EoE) konzentriert sich auf Eliminationsdiäten, bei denen bestimmte Lebensmittelgruppen ausgeschlossen werden. Häufig untersuchte Diäten sind die 1-Food-, 2-Food-, 4-Food- und 6-Food-Eliminationsdiäten. Trotz der Möglichkeit, durch diese Diäten Symptome zu lindern, sind sie in Bezug auf die Entzündungskontrolle weniger wirksam als medikamentöse Therapien, weshalb diese in den Leitlinien bevorzugt werden.
Die Eliminationsdiäten sind oft komplex und schränken die Lebensqualität stark ein. Eine vollständige und langfristige Umsetzung erweist sich für viele Betroffene als schwierig. Dennoch kann eine 1-Food-Eliminationsdiät, bei der auf tierische Milchprodukte verzichtet wird, eine praktikable Alternative darstellen. Diese Diät zeigt in Studien vergleichbare Ergebnisse zur 6-Food-Diät und ist langfristig besser durchführbar.
Da EoE eine allergieähnliche Erkrankung ist, müssen Diäten streng eingehalten werden. Aufgrund der zahlreichen Herausforderungen und Risiken, wie Nährstoffmängel oder Rückfälle bei Wiedereinführung von Lebensmitteln, sollte jede Diätform unter fachlicher Anleitung durchgeführt werden.
Zusammenfassung Kernaussagen
- Eliminationsdiäten bei eosinophiler Ösophagitis (EoE) zielen darauf ab, bestimmte Lebensmittelgruppen zur Symptomlinderung auszuschließen.
- Die Eliminationsdiäten sind oft komplex und schränken die Lebensqualität stark ein. Sie werden in der Regel nicht lange durchgehalten.
- Die medikamentöse Therapie wird in den Behandlungsleitlinien gegenüber der Ernährungstherapie aufgrund der besseren Entzündungskontrolle bevorzugt.
- Eine 1-Food-Eliminationsdiät, bei der nur tierische Milchprodukte gemieden werden, kann eine praktikable Alternative zur 6-Food-Diät darstellen.
- Jede Form der EoE-Diät sollte unter professioneller diätetischer Begleitung durchgeführt werden, um Mangelernährung und Rückfälle zu vermeiden
Mitgliederservice/ Interna
Blogazine: Fisch, Schalen- und Weichtiere
Fische, Schalen- und Weichtiere sind wichtige Bestandteile der menschlichen Ernährung und bieten zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Sie liefern essenzielle Nährstoffe wie mehrfach ungesättigte Fette und bestimmte Vitamine sowie Mineralstoffe, die zur Herz-Kreislauf-Gesundheit, Gehirnfunktion und allgemeinen Wohlbefinden beitragen. Trotz ihrer Vorteile gibt es Bedenken bezüglich Umweltbelastungen und Nachhaltigkeit. Überfischung, Antibiotika in Aquakulturen und Schadstoffe wie Schwermetalle und Mikroplastik sind kritische Themen, die berücksichtigt werden sollten. Wir stellen die Warengruppe umfassend vor.
Blogazine und Recherchetool: 100 relevante Laborwerte in der Ernährungsberatung
Laborwerte sind ein unverzichtbares Werkzeug in der Ernährungsberatung und -therapie. Sie geben detaillierte Einblicke in den Gesundheitszustand, helfen bei der Früherkennung von Mangelzuständen und ermöglichen eine gezielte Ernährungsanpassung. In diesem Beitrag zeigen wir, welche Parameter besonders wichtig sind, wie sie interpretiert werden und welche Grenzen bei ihrer Anwendung zu beachten sind.
Aktualisiert und mit neuen Ansichten: Die filter- und durchsuchbare Datenbank zählt nun Steckbriefe zu 100 relevanten Laborparametern. Schnell und übersichtlich sind Informationen zu Bedeutung, Norm- und Referenzbereichen, Krankheitsrelevanz sowie Einflussfaktoren der einzelnen Laborwerte zu finden. Sortierbar nach verschiedenen Kriterien ist das Tool ideal zur Unterstützung in der Beratungspraxis.
Das Tool steht unseren Mitgliedern am Ende des Beitrags zur Verfügung.
Fort- und Weiterbildungen (extern)
Online-Seminar: BIA-Grundlagen – Messung des Ernährungszustandes mittels Bioelektrischer Impedanz-Analyse (BIA)
Kategorie: Online-Fortbildung
Datum: 18.10.2024
Veranstaltet von: EWD Meinhold | Ernährungswissenschaftliche Dienstleistungen
Referierende: Christof Meinhold
Kosten/Rabatt für Mitglieder: 10 % Rabatt auf 190 EUR
Kurzbeschreibung laut Veranstalter:
In diesem Onlineseminar lernen Sie das Basiswissen rund um die Bioelektrische Impedanz-Analyse und die Abgrenzung zu anderen Messverfahren zur Bestimmung der Körperzusammensetzung kennen. Anhand von Messergebnissen von gesunden, normalgewichtigen Erwachsenen lernen Sie die Zusammenhänge zwischen Nährstoffen, Bewegung und der Körperzusammensetzung kennen. Sie können nach dem Onlineseminar BIA-Messwerte von gesunden, normalgewichtigen Erwachsenen interpretieren und mit Klienten, Ärzten oder Therapeuten besprechen. Darüber hinaus lernen Sie Fehlerquellen bei der praktischen Durchführung kennen und wie Sie diese vermeiden können.
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