FETeV Newsletter 2024-42

18.11.2024

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Der Newsletter erscheint bis auf wenige Ausnahmen wöchentlich.


Studie: Rheuma – Gewichtszunahme und Muskulaturverlust potenzieren Risiken

Der Ernährungszustand und die Krankheitsaktivität sind bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis eng miteinander verbunden. Viele Betroffene verlieren durch die chronische Entzündung und die Aktivierung des Immunsystems Muskelmasse, was als rheumatische Kachexie bekannt ist. Gleichzeitig fördert der Bewegungsmangel sowie die Einnahme von Glukokortikoiden den Fettaufbau. Dieser ungünstige Mix erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und verkürzt die Lebensqualität sowie -dauer der Betroffenen.

Muskelverlust wird besonders im Alter zum Problem, da die Fähigkeit, Muskelmasse aufzubauen, abnimmt und körperliche Einschränkungen wie der Einsatz eines Rollators früher notwendig werden. Zudem zeigt das Körpergewicht oft nicht das tatsächliche Ungleichgewicht zwischen Fett und Muskelmasse, wodurch das Risiko von sarkopenischer Adipositas – eine Kombination aus Muskelabbau und Fettzunahme – bei rund 13 % der Patienten leicht übersehen wird. Diese Kombination verstärkt entzündliche Prozesse, erhöht die Krankheitsaktivität und das Sterberisiko.

Professor Ulf Müller-Ladner betont die Notwendigkeit einer Ernährungsberatung und der regelmäßigen Überprüfung des Ernährungsstatus, um Muskeln zu erhalten und das Risiko zu senken. Körperliches Training und ein gezieltes Ernährungsmanagement sind wesentliche Bausteine, um die Prognose und Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern


Linkliste: 10 Links zur rheumatoiden Arthritis

Diese Linkliste bietet eine kleine Sammlung von weiterführenden Informationen für Fachpersonal und Betroffene zum Thema rheumatoide Arthritis. Die aufgeführten Links enthalten wertvolle Informationen, Unterstützung und Weiterbildungsmöglichkeiten, die sowohl für Therapeuten als auch für Patienten von Bedeutung sind.

Für (medizinisches) Fachpersonal

Für Betroffene (und Therapieberufe)

  • Deutsche Rheuma-Liga Landesverbände: Selbsthilfeorganisation mit regionalen Angeboten, Beratung und Informationen für Rheumapatienten.
  • Rheuma-Online: Informationsportal und Forum für Betroffene mit Erfahrungsaustausch und aktuellen Nachrichten.
  • App Rheuma Auszeit: Mobile Anwendung mit Informationen, Übungen und Tipps für den Alltag mit Rheuma.
  • App Rhecord: Digitale Anwendung, die Menschen hilft, mit ihren rheumatischen Erkrankungen zu leben.
  • Rheport: Online-Plattform zur Unterstützung der Arzt-Patienten-Kommunikation und Therapieüberwachung bei rheumatischen Erkrankungen

Best Practices: 10 Tipps für einen ausgeglicheneren Blutzuckerspiegel

Ein stabiler Blutzuckerspiegel ist entscheidend für Wohlbefinden, Energielevel und langfristige Gesundheit. Besonders im Alltag ist es wichtig, mit einfachen Maßnahmen starke Schwankungen zu vermeiden. Dies ist besonders relevant für Menschen mit Diabetes, Insulinresistenz, metabolischem Syndrom, Migräne oder Polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS), aber auch für Personen, die unter starken Energieschwankungen leiden. 

Zu den effektivsten Ansätzen gehören Ernährungsanpassungen, Bewegung und eine bewusste Mahlzeitenzusammenstellung. Es geht darum, Spitzen zu vermeiden, indem die Glukoseaufnahme langsamer erfolgt und der Körper kontinuierlich Energie erhält. 

  1. Einfluss von Getränken beachten: Zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder Fruchtsäfte führen zu schnellen Blutzuckerspitzen und sollten vermieden werden. Stattdessen sind Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen die bessere Wahl, da sie den Blutzucker kaum beeinflussen.
  2. Ballaststoffe einbauen: Lebensmittel mit hohem Ballaststoffanteil, wie Vollkornprodukte, Gemüse und Hülsenfrüchte, verlangsamen die Glukoseaufnahme.
  3. Protein und Fett ergänzen: Eine Kombination aus Protein (z.B. Hühnchen, Hülsenfrüchte) und gesunden Fetten (z.B. Nüsse, Avocado) hilft, den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit zu reduzieren.
  4. Bewegung nach dem Essen: Ein kurzer Spaziergang von 10-15 Minuten nach einer Mahlzeit verbessert die Insulinsensitivität und unterstützt die Glukoseaufnahme in die Muskulatur.
  5. Apfelessig vor Mahlzeiten: Ein Esslöffel Apfelessig in Wasser gelöst, eingenommen vor einer kohlenhydratreichen Mahlzeit, kann den Anstieg des Blutzuckerspiegels abmildern.
  6. Reihenfolge der Lebensmittel beachten: Zuerst Gemüse (z.B. auch Salat vor der eigentlichen Mahlzeit), dann Protein und zuletzt Kohlenhydrate essen, kann helfen, den Blutzuckeranstieg zu verlangsamen.
  7. Mahlzeitenfrequenz und Essenspausen: Regelmäßige Mahlzeiten, verteilt über den Tag (z.B. 3 Hauptmahlzeiten und maximal 1-2 Snacks), helfen, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Ausreichende Essenspausen von mindestens 4 Stunden zwischen den Mahlzeiten sind ideal, um den Insulinspiegel abzusenken und Heißhunger zu vermeiden.
  8. Lebensmittelaustausch für eine geringere Blutzuckerantwort: Lebensmittel mit hoher Blutzuckerantwort, wie weißer Reis, helles Brot oder Kartoffeln, lassen sich durch Alternativen mit niedrigem glykämischen Index ersetzen. Beispiele sind Vollkornreis statt weißem Reis, Hülsenfrüchte statt Kartoffeln oder Vollkornbrot statt hellem Brot.
  9. Süßigkeiten zum richtigen Zeitpunkt: Wenn Süßigkeiten gegessen werden, ist es am besten, diese direkt nach einer Hauptmahlzeit zu verzehren. Das verhindert starke Blutzuckerspitzen, da die restliche Mahlzeit den Einfluss der Zuckeraufnahme abmildert.
  10. Stressmanagement: Stress kann zu erhöhten Blutzuckerwerten führen, da Stresshormone wie Cortisol die Glukosefreisetzung fördern. Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation oder Yoga helfen dabei, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

Diese einfachen, alltagstauglichen Tricks können einen großen Unterschied machen und helfen, Energieeinbrüche und Heißhunger zu vermeiden. Jedoch gilt: Die geeigneten Strategien können individuell sehr unterschiedlich sein und sollten auch gut in den Alltag passen.


Blogazine: Das Tellermodell in der Ernährungsberatung

Das Tellermodell hat sich als ein wertvolles Instrument in der Ernährungsberatung und -bildung etabliert. Mit seiner einfachen und visuellen Darstellung ermöglicht es eine unkomplizierte Vermittlung des Konzepts einer ausgewogenen Ernährung. Es dient nicht nur als Leitfaden für den Einzelnen im Alltag, sondern bietet auch Ernährungsberatern und -therapeuten eine solide Grundlage für die Bewertung, Analyse und Intervention im Bereich der Ernährung.


Online-Seminar: Ernährung im Fokus: Der ‚weibliche‛ Nährstoffbedarf im Lebensverlauf

Kategorie: Online-Seminar
Datum: 11.12.2024
Veranstaltet von: Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)
Referierende: Dr. med. Thomas Schettler; Prof. Dr. Anna Kipp; Prof. Dr. Rima Obeid
Kosten/ Rabatt für Mitglieder: kostenfrei
Kurzbeschreibung laut Veranstalter:

Dass eine gute Versorgung mit Nährstoffen wichtig für das individuelle Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit ist, ist breiter wissenschaftlicher Konsens. Dies gilt über alle Lebensphasen hinweg.

Auch wenn unbestritten ist, dass Vitamin B12, Folsäure und Cholin gerade in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle für die normale Entwicklung des Kindes im Mutterleib spielen, sind sie auch darüber hinaus wichtig für die Gesundheit im gesamten Lebensverlauf. Auch die Versorgung mit Zink und Selen über alle Lebensphasen hinweg und ihre gesundheitliche Bedeutung, insbesondere bei älter werdenden Frauen, wird aktuell erforscht.

Im Rahmen der Veranstaltung soll die Bedeutung einer ausreichenden Versorgung mit wichtigen Nährstoffen im Lebensverlauf von Frauen beleuchtet werden. Hierbei wird der Fokus zunächst auf die Rolle von Vitamin B12, Folat und Cholin in verschiedenen Lebensphasen gelegt. Im zweiten Vortrag werden neueste Erkenntnisse zur Versorgung von Frauen mit Zink und Selen und deren Einflüsse auf die Gesundheit thematisiert. Ziel der Veranstaltung ist es, die Herausforderungen einer ausreichenden Versorgung mit kritischen Nährstoffen während verschiedener Lebensabschnitte zu verstehen und zu diskutieren.

Das Fachwebinar richtet sich an Ärzte, Ernährungsfachkräfte und Apothekenpersonal und wird mit dem Tool „Webex“ durchgeführt.