09.06.2025
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Inhaltsverzeichnis
Aktuelle Wissenschaft
Studie: 50 g Fleisch im Tausch gegen ein geringeres Herzinfarktrisiko?
Eine finnische Modellstudie zeigt: Schon geringe Änderungen im Speiseplan können sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Wenn Männer wöchentlich nur 50 g verarbeitetes Fleisch durch Gemüse oder andere pflanzliche Lebensmittel ersetzen, sinkt ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen leicht – aber messbar [Sim 2025]. Auch in Szenarien mit höherem Fleischkonsum wurden klare Vorteile für Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte sichtbar.
Die Forschenden analysierten Daten von über 42.000 Menschen über fast 13 Jahre. Dabei zeigte sich: Wer häufig rotes oder verarbeitetes Fleisch isst, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wird Fleisch durch pflanzliche Alternativen ersetzt, lässt sich dieses Risiko senken – insbesondere bei Männern. Der Effekt ist umso deutlicher, je höher der Fleischkonsum ursprünglich war.
Der Austausch von nur wenigen Fleischportionen pro Woche durch Gemüse, Hülsenfrüchte oder Vollkorn ist einfach umsetzbar – und kann langfristig schützen. Auch für andere Volkskrankheiten wie Diabetes oder bestimmte Krebsarten sehen Fachleute Vorteile. Die Studie unterstützt daher die Empfehlung, die Ernährung stärker pflanzenbasiert zu gestalten, ohne dass man Fleisch gleich komplett aus seinem Speiseplan streichen muss.
Vorgestellt
Doku: Vagusnerv – Wie das Hirn zum Herzen spricht
Er gilt als stille Schaltzentrale im Körper: Der Vagusnerv zieht sich vom Gehirn bis in den Bauchraum und ist mit zahlreichen Organen verbunden. Er koordiniert lebenswichtige Abläufe wie Atmung, Verdauung und Herzschlag – und beeinflusst damit nicht nur unser körperliches, sondern auch unser seelisches Gleichgewicht. Forscher vermuten, dass in ihm ein Schlüssel für die Medizin der Zukunft liegt.
Die Wissenschaft entdeckt gerade erst, wozu dieser Nerv imstande ist. Erste Studien deuten darauf hin, dass gezielte Aktivierung – etwa durch Atemtechniken oder sanfte elektrische Impulse – nicht nur Stress abbauen, sondern auch chronische Krankheiten lindern kann. In der Therapie von Long Covid, Depressionen oder Entzündungen setzen Mediziner bereits auf die Wirkung des Vagusnervs. Auch im Leistungssport findet er Beachtung, denn er scheint die Erholung und Anpassung des Körpers zu fördern.
Doch wie viel Potenzial steckt wirklich in diesem System? Eine Dokumentation zeigt, was bislang über den Vagusnerv bekannt ist – und wo die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt. Sie beleuchtet auch, warum der Hype um Selbsthilfetools und Online-Trends rund um die „Vagusaktivierung“ differenziert betrachtet werden sollte. Ein faszinierender Blick auf einen Nerv, der mehr ist als nur ein Signalweg – und vielleicht unser Verständnis von Gesundheit grundlegend verändern kann.
Beratungspraxis
Pro und Kontra: Lebensmittelempfehlungen der DGE
Die Ernährungs- bzw. Lebensmittelempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wurden überarbeitet – und das mit einem neuen Ansatz. Erstmals basiert das Modell auf einer mathematischen Optimierung, die Gesundheit, Umwelt und Essgewohnheiten gleichzeitig berücksichtigt. Der Ernährungskreis der DGE wurde angepasst, Portionsgrößen neu definiert und pflanzliche Lebensmittel stärker betont. Hülsenfrüchte und Nüsse bilden nun eine eigene Gruppe. Der Fleischverzehr soll auf 300 Gramm pro Woche begrenzt, Milchprodukte leicht reduziert und bei Getreide die Vollkornvariante bevorzugt werden.
Kritik bleibt nicht aus. Besonders bemängelt wird, dass nicht klar erkennbar sei, welche Ziele bei der Optimierung gesetzt wurden und wie realitätsnah die Vorgaben für die Bevölkerung tatsächlich sind. Viele Menschen in Deutschland haben Übergewicht, sind wenig aktiv oder chronisch krank – die Empfehlungen richten sich jedoch ausschließlich an gesunde Erwachsene. Auch die Betonung auf Kohlenhydrate stößt auf Widerspruch. Diese könnten laut Kritikern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, insbesondere bei Menschen mit bereits gestörter Zuckerstoffwechselregulation.
Streitpunkt ist nicht nur der Inhalt, sondern auch die Methodik: Einige Fachleute fordern eine bessere Abstimmung mit ärztlichen Fachgesellschaften und mehr Rücksicht auf die gesundheitspolitische Realität. Die DGE verteidigt ihr Vorgehen mit dem Hinweis auf Flexibilität und wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit. Ziel sei es, Empfehlungen zu liefern, die sich jederzeit an neue Erkenntnisse anpassen lassen – ohne starren Rahmen, aber mit klarem Fokus auf eine ausreichende Nährstoffversorgung.
PRO
- Ganzheitliches Modell: Gesundheit, Umwelt, Verhalten vereint
- Betonung pflanzlicher Lebensmitte
- Reduktion von Fleischkonsum und Fokus auf Vollkorn
- Empfehlungen flexibel anpassbar
KONTRA
- Realitätsferne: Empfehlungen gelten nur für gesunde Erwachsene
- Risiko durch hohe Kohlenhydratzufuhr bei Stoffwechselstörungen
- Gefahr von Mangelversorgung bei einseitiger Reduktion tierischer Produkte
- Kritik an fehlender Transparenz der Methodik
Interna/ Mitgliederservice
Themenbeiträge zu Fettstoffwechselstörungen: Ernährungstherapie bei hohen LDL- und Triglyzeridwerten im Blut
Fettstoffwechselstörungen zählen zu den zentralen Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall – bleiben jedoch lange unbemerkt. Was steckt hinter erhöhten Blutfettwerten – und wie geht man systematisch damit um?
Hohes LDL-Cholesterin im Blick – Ernährung als Schlüssel
Wer an erhöhtem LDL-Cholesterin leidet, kann durch eine gezielte Ernährungsumstellung viel erreichen – oft mehr, als Medikamente (allein) bewirken. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Ernährungstherapie bei Hypercholesterinämie funktioniert, welche Nährstoffe den größten Einfluss haben, welche Lebensmittel besonders geeignet sind und wie sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig senken lässt. Auch ergänzende Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Stressmanagement und Gewichtsregulation werden berücksichtigt.
Triglyzeride zu hoch? So kann Ernährung helfen
Erhöhte Werte von Triglyzeriden im Blut lassen sich durch gezielte Ernährung deutlich senken – oft ganz ohne Medikamente. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche konkreten Ziele die Ernährungstherapie bei Hypertriglyzeridämie verfolgt, wie sich die Blutfettwerte nachhaltig beeinflussen lassen und welche Strategien langfristig wirklich wirken. Dabei geht es nicht nur um Verzicht, sondern um wirksame, alltagsnahe Veränderungen, die Ihre Gesundheit messbar verbessern können.
Veranstaltung (extern)
Online-Seminar: Ernährungstherapie und Arztpraxis – Erfolgreich durch wertschätzende Kooperationen
yp: Online-Seminar
Datum: 02.07.2025
Veranstaltet von: DiaEATa-Akademie
Referierende: Angela Will
Kosten/ Rabatt für Mitglieder: 10% Rabatt auf 149 EUR
Kurzbeschreibung laut Veranstalter:
Endlich: Die eigene Praxis. Sie sind gefüllt mit fundiertem Fachwissen und therapeutischen Kompetenzen, haben eine Homepage/ Visitenkarten erstellt und erste Arztgespräche geführt – aber es kommen kaum Patient*innen. Jetzt steht ein entscheidender Schritt an: Die Arztakquise.
Wir können Menschen helfen gesünder zu leben, ihr Wohlbefinden zu steigern und im besten Falle Medikamente zu reduzieren. Dazu ist es naheliegend mit Ärzt*innen zusammen zu arbeiten, doch das passiert nicht einfach so.
Lernen Sie Akquisegespräche strukturiert vorzubereiten, Ihre Leistungen richtig zu kommunizieren, um erfolgreiche Kooperationen mit Arztpraxen aufzubauen.
Inhalte:
- Wie bringe ich die Zusammenarbeit ins Laufen? – Kooperationen aus Arztsicht, Kooperationen stärken.
- Warum sollten Ärzt*innen mit mir kooperieren? – Fallbeispiele, Vorteile von Kooperationen, Praxisaufbau (der Referentin)
- Wie stelle ich mich vor? Was präsentiere ich? – Arztakquise Schritt für Schritt (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung)
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