17.11.2025
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Inhaltsverzeichnis
Aktuelle Wissenschaft
Experimentelle Studien: Spezielle Diät verstärkt Krebstherapie bei Kindern mit Neuroblastomen
Ein Forschungsteam aus Zürich hat einen vielversprechenden Ansatz für kindliche Nerventumoren entwickelt. Eine gezielte Ernährung in Kombination mit einem bestehenden Medikament verlangsamt das Tumorwachstum und fördert die Reifung der Tumorzellen, sodass sie ihre aggressive Teilungsfähigkeit verlieren. Die Untersuchungen zeigen, dass dieser biologische Reifungsprozess therapeutisch wieder aktiviert werden kann, was die Behandlung deutlich wirksamer macht.
Die Wirkung des Medikaments verdoppelte sich in den Versuchen, wenn gleichzeitig eine streng kontrollierte, arginin- und prolinfreie Diät eingesetzt wurde [Che 2025]. Diese Diät entzieht den Tumorzellen gezielt bestimmte Bausteine, die sie für ihr Wachstum nutzen. Da eine solche Nährstoffrestriktion für Kinder im Alltag nicht umsetzbar wäre, arbeitet das Forschungsteam bereits an einer Lösung, bei der ein Enzym die Diät ersetzt, aber denselben Effekt erzielt.
Die Ergebnisse stammen aus ersten Experimenten an Mäusen, zeigen jedoch bereits ein beachtliches therapeutisches Potenzial. Die Tumoren wuchsen langsamer oder bildeten sich zurück, ohne dass die Tiere stark belastet waren. Die Kombination aus Medikament und Diät veränderte die Funktionsweise der Krebszellen so deutlich, dass sich ein neuer, schonenderer Behandlungsweg für Kinder mit schweren Verläufen abzeichnet.
Die Erkenntnisse unterstreichen, wie relevant Ernährung im medizinischen Kontext sein kann. Bestimmte Nährstoffmuster beeinflussen das Verhalten von Tumorzellen und können die Wirkung von Medikamenten verstärken. Für die Ernährungsberatung und den gesundheitsbewussten Alltag bedeutet das: Ernährung kann gezielt genutzt werden, um biologische Prozesse zu beeinflussen und wird zunehmend Teil innovativer Therapieansätze.
Vorgestellt
Ausbildung: Keto-Fachseminar für Therapeuten
Die ketogene Ernährung gewinnt seit Jahren an Bedeutung, weil sie weit mehr ist als ein Lifestyle-Trend. In vielen Bereichen der Medizin wird sie zunehmend begleitend eingesetzt, etwa bei Stoffwechselproblemen oder neurologischen Belastungen. Die Keto Akademie verbindet dieses Wissen mit einem strukturierten Ausbildungskonzept, das wissenschaftliche Grundlagen mit praxistauglichen Methoden verknüpft. Entwickelt wurde es von einem Team, das seit über 15 Jahren mit dem Thema arbeitet und zu den erfahrenen Akteuren im deutschsprachigen Raum zählt. Ziel ist eine Anwendung, die sicher, nachvollziehbar und unmittelbar umsetzbar ist.
Der zertifizierte Kurs kombiniert einen Online-Grundkurs mit einer intensiven Masterclass vor Ort und einem begleitenden Umsetzungs-Coaching. Die Teilnehmenden lernen im eigenen Tempo, nutzen Q&A-Sessions für Fragen und profitieren von Materialien wie Workbooks, Ernährungsplänen oder Anleitungen zur Selbsterfahrung. Die Masterclass macht die ketogene Ernährung erfahrbar und zeigt anhand realer Patientengeschichten, wie vielfältig der Ansatz eingesetzt werden kann. Ergänzend unterstützt das Coaching bei der Übersetzung in den eigenen Berufsalltag und schafft Sicherheit in der praktischen Anwendung.
Die Ausbildung richtet sich an Fachpersonen wie Ernährungsmediziner, Ernährungswissenschafter und Diätassistenten sowie Therapeuten, die ein fundiertes Konzept benötigen, das wissenschaftlich aktuell ist und direkt in der Beratung eingesetzt werden kann. Der Kurs vermittelt alle wesentlichen Grundlagen, zeigt Einsatzmöglichkeiten bei verschiedenen Erkrankungen und ermöglicht die schrittweise Umsetzung. Nach erfolgreicher Lernerfolgskontrolle erhalten die Teilnehmenden ein anerkanntes Zertifikat. Der nächste Durchlauf startet im November 2025, bietet jedoch einen flexiblen Einstieg und umfasst alle Bausteine von der Theorie bis zur praktischen Vertiefung in Freiburg.
Beratungspraxis
Fakten statt Mythen: Ernährungsirrtümer bei Fettleber
Viele verbreitete Aussagen zur richtigen Ernährung bei einer Fettleber wirken plausibel, halten jedoch einer wissenschaftlichen Prüfung oft nicht stand. Die aktuelle Literatur zeigt klar, dass nicht einzelne Lebensmittelgruppen das Problem sind, sondern ungünstige Essmuster wie zu viel Zucker, stark verarbeitete Produkte und ein Mangel an schützenden Pflanzenstoffen. Entscheidend bleibt ein Alltag, der die Leber entlastet und Stoffwechselprozesse stabilisiert. Dabei zählt sowohl die Auswahl der Lebensmittel als auch deren Zubereitung.
Weitverbreitete Irrtümer
- Kohlenhydrate sind grundsätzlich schädlich: Falsch. Entscheidend ist die Form bzw. Komplexität der Kohlenhydrate. Zuckerhaltige Getränke und Süßwaren fördern die Fetteinlagerung, während Vollkorn, Obst und Gemüse die Leber bei ausreichend Bewegung eher schützen.
- Fett als Feind: Falsch. Nicht die Menge (Quantität), sondern die Art des Fettes (Qualität) zählt. Pflanzliche Öle, Nüsse und Fisch unterstützen die Leber, während stark verarbeitete und gesättigte Fette eher belasten.
- Kalorienzählen hilft immer: Falsch. Auch bei gleicher Kalorienmenge reagiert die Leber je nach Zusammensetzung der Ernährung unterschiedlich. Eine pflanzenbetonte, mediterrane Kost wirkt positiv, selbst ohne Gewichtsverlust.
- Jedes Abnehmen wirkt: Teilweise richtig. Ein kleiner Rückgang des Gewichts hilft etwas, größere Verbesserungen entstehen erst bei einer deutlicheren Reduktion. Der Prozess sollte langsam erfolgen, damit vor allem das Fett abgebaut und die Muskelmasse erhalten wird.
- Schlanke Menschen sind nicht gefährdet: Falsch. Auch Normalgewichtige können eine Fettleber entwickeln, beeinflusst durch inneres Bauchfett.
- Intervallfasten ist riskant: Falsch. Richtig umgesetzt kann zeitweises Fasten die Leber entlasten und den Stoffwechsel verbessern. Es ist jedoch kein Wundermittel und anderen Methoden nicht überlegen.
- Naturprodukte sind immer harmlos: Falsch. Manche pflanzlichen Mittel können die Leber belasten oder schädigen, besonders bei hoher Dosierung. Ohne eine medizinische Begleitung ist Vorsicht geboten.
- Rotes Fleisch ist per se unproblematisch: Falsch. Stark erhitztes oder verarbeitetes Fleisch belastet die Leber eher. Mageres Fleisch in Maßen und schonend gegart ist günstiger. Pflanzliche Proteine oder Fisch sind eine sinnvolle Alternative/ Ergänzung.
- Gluten und Laktose müssen raus: Falsch. Nur bei einer bestätigten Unverträglichkeit ist ein Verzicht sinnvoll. Ein unnötiger Ausschluss kann die Versorgung verschlechtern, ohne der Leber zu helfen.
- Alkohol in kleinen Dosen ist ok: Falsch. Schon geringe Mengen Alkohol können die Leber weiter schädigen. Bei einer Fettleber ist komplette Abstinenz die sicherste Empfehlung.
Wirksam bleibt ein Ernährungsmuster mit viel Gemüse, Obst, Vollkorn, hochwertigen Fetten und wenig zugesetztem Zucker. Solche Strukturen verbessern die Leberwerte auch ohne Gewichtsverlust. Bei einer gewünschten Reduktion zählt ein realistisches Vorgehen, das die Muskelmasse erhält. Ergänzend sind regelmäßige Bewegung sowie der Verzicht auf riskante Produkte, z.B. bestimmte Kräutermischungen zentral. Eine Ernährung, die sich an klaren wissenschaftlichen Leitlinien orientiert und individuell angepasst wird, bildet den zuverlässigsten Weg zur gesunden Leber.
Mitgliederservice/ Interna
Leseempfehlung und Plattform FETeV: Neue Veröffentlichungen und Aktualisierungen
Leseempfehlung aus dem Tellerrandblog: Ernährungs-wissenschaft – Unbekanntes UFO gelandet.
Wir weisen auf folgende Veröffentlichungen/ Aktualisierungen auf unserer Plattform hin.
12 Ernährungsempfehlungen gegen eine schwache Hautbarriere: Das Handout beschreibt 12 Ernährungsoptionen zur Verbesserung der Hautbarriere.
Kurzprofil zum Krankheitsbild Sarkopenie: Die strukturierte Übersicht erläutert Definition, Verbreitung, Ursachen, Formen, Entstehung, Symptomen, Komplikationen, Diagnostik und zentrale Therapiesäulen.
Schauen Sie auch regelmäßig bei unserer Website-Chronik vorbei.
Fort- und Weiterbildungen (extern)
Für Kurzentschlossene: Online-Seminar zu Zyklusfood am 22. November 2025
Titel: Zyklusfood: Den weiblichen Zyklus mit Ernährung optimal begleiten
Veranstaltungstyp: Online-Seminar
Datum: 22.11.2025
Veranstaltet in Kooperation mit: freiraum Seminare
Referierende: Melanie Dell Oro
Kosten / Rabatt für Mitglieder: 135 EUR statt 155 EUR
Kurzbeschreibung laut Veranstalter:
Im Webinar stellt Melanie Dell Oro, Ernährungswissenschaftlerin und Coach für ganzheitliche Frauengesundheit, den aktuellen Forschungsstand zu Ernährung und Hormonbalance vor. Sie zeigt, wie die Zusammensetzung der Ernährung in den unterschiedlichen Zyklusphasen auf den Stoffwechsel wirkt und welche ernährungsphysiologischen Besonderheiten zu beachten sind. Grundlage bildet eine pflanzenbasierte, abwechslungsreiche und vollwertige Kost mit frischen, vielfältigen und bunten Lebensmitteln. Diese Form der „zyklusoptimierten“ Ernährung kann dabei unterstützen, Hormonschwankungen auszugleichen und zyklusbedingte Beschwerden zu lindern.
Online-Seminar: Ernährung bei Endometriose – Hintergründe und Wege der Ernährungstherapie
Veranstaltungstyp: Online-Seminar
Datum: 12.12.2025
Veranstaltet von: essakademie, essteam
Referierende: Nicole Heinze, B.A. Ernährungsberaterin
Kosten / Rabatt für Mitglieder: 10 Prozent auf 149,00 EUR
Kurzbeschreibung laut Veranstalter:
Endometriose gilt als vielgestaltige gynäkologische Erkrankung, die häufig mit zyklusabhängigen Schmerzen, Verdauungsbeschwerden und weiteren belastenden Symptomen einhergeht. Trotz wachsender Forschung bleiben zentrale Zusammenhänge ungeklärt, was die Einschätzung einzelner Studienergebnisse erschwert. Das Seminar fasst den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zusammen, zeigt, wie Ernährung auf entzündliche Prozesse und Symptomverläufe wirken kann, und vermittelt praxisnahe Ansätze für die ernährungstherapeutische Begleitung betroffener Personen.
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