Materialien des Beratungsprozesses (inklusive Downloads)

Verschiedene Arbeitsmaterialien unterstützen den Beratungsprozess von der Kontaktaufnahme des Patienten weiter über Vertragsgestaltung, Anamnese, Planung und Durchführung bis zur Abschlussevaluation. Teilweise handelt es sich um wiederkehrende Elemente, die in nahezu jeder Beratung eingesetzt werden können. Andere wiederum sind etwas spezifischer und werden gezielt für bestimmte Fragestellungen verwendet.

Vor der Beratung

Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung

Die ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung ist Voraussetzung für den Patienten, eine Ernährungstherapie von der Krankenkasse bezuschussen zu lassen. Eine Beratung ist auch ohne Bescheinigung möglich.

  Formular Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung
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Beratungsvereinbarung

Es ist sinnvoll, mit dem Patienten/ Kunden eine schriftliche Beratungsvereinbarung abzuschließen. Diese kann je nach Bedarf bzw. Bedürfnis des Patienten/ Kunden durch Stundenanzahl, Beratungsziele und/ oder Beratungsinhalte ergänzt werden.

  Formular Beratungsvereinbarung
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Motivationsabklärung

Klären Sie im Vorfeld der Beratung die intrinsische Motivation des Patienten ab.

Durchführung der Beratung

Anamnese/ Patientenfragebogen

Die Patienten- bzw. Kundenanamnese ist ein wichtiger Bestandteil der Beratung/ Therapie. Diese erfasst nicht nur grundlegende Daten, sondern gibt ebenso eine erste Orientierung hinsichtlich Erkrankungsgeschichte und Laborwerten. Bei dem folgenden Patientenanamnesebogen müssen nicht alle Felder ausgefüllt werden. Wichtiger ist, insbesondere die Faktoren zu erheben, die den Beratungsverlauf und -erfolg zugeschnitten auf den Ratsuchenden beeinflussen können.

  Anamnesebogen Allgemein
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Allergieanamnese

Die Allergieanamnese ist genauer und umfangreicher. Diese fokussiert bereits diagnostizierte oder mögliche Allergene in Nahrungsmitteln, die im Verlauf der Beratung ein- oder ausgeschlossen werden können.

  Anamnesebogen Allergien
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Anamnese einer Mangelernährung

Insbesondere ältere Menschen, die in ihrer Bewegung und ihrer Alltagsbewältigung bereits Probleme haben, können durch unzureichendes Essen ausgeprägte Mangelsymptome entwickeln. Ein Fragebogen kann hier mögliche Tendenzen aufzeigen, um möglichst frühzeitig intervenieren zu können.

  Anamnesebogen Mangelernährung
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Anamnese Ernährungs- und Essverhalten

Als Hintergrund der Beratung sollte der Berater/ Therapeut einen tieferen Einblick in das Ernährungsverhalten der Klienten bekommen. Hierzu gehören verschiedene Fragestellungen wie

  • Motivation für das Ernährungsverhalten
  • physiologische Bedürfnisse
  • Esskultur
  • kommunikative Bedürfnisse
  • soziale Bedürfnisse
  • psychische Bedürfnisse
  • Verhaltensmuster
  • Essgewohnheiten

Das Ernährungsverhalten ist dabei definiert als die Gesamtheit aller geplanten und gewohnheitsmäßigen Handlungsvollzüge, deren Sinn es ist, Nahrung zu erzeugen, zu beschaffen, zu bearbeiten, sich einzuverleiben oder auch anderen Zwecken symbolisch-religiöser Art zuzuführen.

Ernährungsprotokolle

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Essgewohnheiten der Klienten zu erfassen. In Abhängigkeit zur Fragestellung, der Zielvereinbarungen, Analyseverfahren und des Spezifizierungsgrades kann zwischen Strichlisten, Häufigkeit des Lebensmittelverzehrs und detaillierten Essprotokollen variiert werden. Es ist ratsam, den Klienten zwischen verschiedenen Methoden selbst wählen zu lassen, um Motivation und Genauigkeit zu gewährleisten. Im Folgenden stellen wir ein paar Protokollmuster vor.

Strichliste (in Anlehnung an das Freiburger Modell)

Die Strichliste beinhaltet eine Reihe gelisteter typischer Nahrungsmittel. Der Ratsuchende streicht bei jedem Verzehr das entsprechende Nahrungsmittel an. Diese beziehen sich auf übliche Portionen, die jeweils eingetragen sind. Die Spalten von 1 bis 5 fragen verschiedene Aspekte der Lebensmittelqualität ab. Diese sind für jede Nahrungsmittelgruppe gesondert gewählt.

Mit diesem Protokoll erkennt der Berater/ Therapeut besonders gut Aspekte zur Auswahl von Nahrungsmitteln. Achtet er auf Zutatenlisten, Frische, Qualität, Zusätze und Ähnliches oder isst er beispielsweise besonders oft außer Haus oder greift er in aller Regel zu Fertigprodukten. Auch die Präferenz zu bestimmten Nahrungsmittelgruppen wie Fleisch und Wurst oder Süßes wird auf den ersten Blick deutlich. Aus diesem Protokoll lässt sich jedoch nicht eine genaue Nährstoffversorgung ablesen. Auch Portionsgrößen oder das Mahlzeitenmanagement sind nur grob ersichtlich. Mit den vorhandenen Informationen lässt sich jedoch sehr gut auf verschiedene Schwachstellen wie den häufigen Verzehr von Fast Food, geringe Qualität der gewählten Nahrungsmittel oder eine einseitige Ernährung schließen.

  Ernährungsprotokoll Strichliste detailliert
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Häufigkeit des Lebensmittelverzehrs

Mit diesem Protokoll lassen sich insbesondere Vorlieben und Abneigungen erfassen. Mögliche Unverträglichkeiten können deutlich werden. Im Wesentlichen zielt diese Methode jedoch auf die Häufigkeit des Verzehrs bestimmter Nahrungsmittel bzw. Nahrungsmittelgruppen ab. Auf den ersten Blick lässt sich somit sehr gut erkennen, wo Schwachstellen und Stärken liegen. Eine genauere Analyse ist hier nicht möglich, auch Mahlzeitenmengen, -portionen und -häufigkeit lassen sich kaum ablesen. Dennoch ist es für den Ratsuchenden und den Berater die einfachste Methode, einen schnellen Überblick zu bekommen.

  Ernährungsprotokoll nach Häufigkeit
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Detailliertes Essprotokoll

Das detaillierte Essprotokoll erfasst genau die verzehrten Mengen und Nahrungsmittel. Je nachdem, wie genau und realitätsgetreu der Patient dieses Protokoll ausfüllt, lässt sich eine genaue Nährstoffversorgung für den erhobenen Zeitraum ableiten. Das Ausfüllen erfordert jedoch viel Genauigkeit und Geduld des Patienten und ist daher nur nach Absprache mit dem Patienten sinnvoll. Generell lässt sich sagen, dass etwa 10-15% des Nahrungsmittelkonsums fehlen oder weggelassen wurden. Bei der Auswertung des Protokolls mithilfe eines Softwareprogramms ist somit großzügig mit Mengen und Portionen umzugehen.

Des Weiteren lässt sich in diesem Protokoll das Mahlzeitenmanagement sehr gut nachvollziehen.

  Ernährungsprotokoll detailliert
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Beschwerdeprotokoll

Um Beschwerden oder mögliche Unverträglichkeiten zu erkennen, kann ein Beschwerdeprotokoll (auch Ernährungs-Symptom-Tagebuch) geführt werden. Hier werden Nahrungsmittel und Getränke erfasst. Im Anschluss ist das Eintragen von Symptomen, Unverträglichkeitsgefühlen oder Schmerzen möglich, die auf den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel zurückführen können.

  Arbeitsbogen Ernährungs-Symptom-Tagebuch
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Essverhaltensanalyse

Einen wichtigen Stellenwert in der Beratung nimmt das Essverhalten der Patienten ein. Insbesondere die Krankheitsbilder Übergewicht und damit assoziierte Erkrankungen können mithilfe von Verhaltensänderungen in ihrem Verlauf wesentlich beeinflusst werden. Der Fragebogen zum Essverhalten beinhaltet damit explizit Angaben zu Mahlzeitenhäufigkeit, Hintergründen, Gedanken und Gefühlen. Der Fragebogen zielt zum einen auf die Diagnose von Essstörungen ab, kann aber ebenso also Trendanalyse genutzt und ausgewertet werden.

  Fragebogen Essverhalten
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Ergebnisberichte Beratung

Ergebnisbericht

Der Ergebnisbericht liefert strukturierte Informationen zum Ess- und Ernährungsverhalten sowie zur Nährstoffversorgung des Patienten/ Kunden. Dieser eignet sich zur Übersendung an den Auftraggeber ebenso wie zur Ergebniskontrolle des Ratsuchenden selbst.

  Ergebnisbericht Ernährungsberatung
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Dokumentation

Die Dokumentation der Beratung dient dem Berater/ Therapeut zur Eigenkontrolle der Beratungserfolge. Diese kann ebenso zur Übermittlung zu anderen Therapeuten wie Ärzten genutzt werden. Eine kontinuierliche Dokumentation ist zudem ein geeignetes Instrument, um mögliche Schwachstellen und Stärken zu identifizieren.

  Dokumentation Ernährungsberatung
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Evaluation

Die Evaluation dient der Erkennung von Stärken und Schwächen der Beratungsrahmenbedingungen, der Inhalte und des Beraters/ Therapeuten selbst. Unterschieden wird zwischen Einzel- und Gruppenberatungsevaluationen. Es ist zu empfehlen, derartige Informationen kontinuierlich zu erheben.

Auch wenn es unüblich ist, empfiehlt es sich, den Auftraggebern wie Ärzten, Kliniken, Reha-Zentren oder auch den Krankenkassen, 2 bis 4 mal im Jahr eine Zusammenfassung der Evaluationen zu übermitteln. Dies zeigt Stärken, Engagement und Weiterentwicklungen auf und zeugt von einer hohen Transparenz.

  Evaluationsbogen Einzelberatung
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  Evaluationsbogen Gruppenberatung
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