Streitpunkt Milch: Fieser Krankmacher oder wichtige Nährstoffquelle?

Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten

Um das Thema Milch gibt es seit Jahren eine nicht enden wollende Diskussion zwischen Milchgegnern und -befürwortern. Für die einen ist Milch ein ungesundes und krankmachendes Lebensmittel, das nicht für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist. Für die anderen stellt Milch einen wichtigen Nährstofflieferanten dar, der einen festen Platz im Speiseplan verdient. In der Mitte bleiben meist Verbraucher zurück, die durch die unterschiedlichen Argumentationen verunsichert sind.

Ist Milch also gesund oder sollten wir lieber darauf verzichten? Diese Frage stellen sich viele. Das zu beantworten ist allerdings nicht ganz einfach. Denn trotz vieler positiver Wirkungen sind auch nachteilige Effekte bekannt.

10 Argumente gegen Milch – was stimmt, was nicht?

Wir haben uns 10 gängige Argumente gegen Milch genauer angesehen und erklären, was an den Vorwürfen dran ist. Dabei geht es aber vor allem um die gesundheitliche Wirkung von Milch, nicht um Milchlieferquoten, Rentabilität, Besamungstechniker oder Turbo-Kühe mit Labmagenverlagerung. Denn aus ökologischer und ethischer Sicht ist die Milchviehwirtschaft und -produktion in vielerlei Hinsicht durchaus kritisch zu betrachten.

Argument 1: Erwachsene können das Eiweiß in der Milch nicht verdauen
Grundlage dieser Argumentation ist meist das Fehlen eines speziellen Enzyms namens Gastricin. Dieses ist beim Menschen nur im Säuglingsalter in ausreichender Aktivität vorhanden.

Es stimmt, dass Kindern und Erwachsenen das hochspezifische Enzym fehlt. Auf die Milcheiweißverdauung hat dies aber keinen Einfluss. Hierfür stehen uns eine Reihe weiterer eiweißspaltender Verdauungsenzyme aus Magen, Bauchspeicheldrüse und Darmschleimhaut zur Verfügung. Darüber hinaus leitet die hohe Magensäurekonzentration den Eiweißabbau bereits ein, so dass die Verdauungsenzyme leichter “angreifen” können.

Das aufgenommene Milcheiweiß wird nahezu vollständig verwertet und zählt zu den Eiweißen mit der höchsten biologischen Wertigkeit.

Argument 2: Milch verursacht Allergien und Unverträglichkeiten

Bestimmte Inhaltsstoffe der Milch sind für einige Menschen problematisch und lösen Beschwerden oder allergische Reaktionen aus. Das tun andere Lebensmittel allerdings auch – Nüsse, Soja oder glutenhaltiges Getreide sowie daraus hergestellte Produkte zum Beispiel.

Die Ursache für die Milchzuckerunverträglichkeit, an der etwa 15 % der Deutschen leiden, ist zudem ein Enzymmangel, nicht der Milchzucker selbst. Die Aktivität des Milchzucker-spaltenden Enzyms Laktase ist bei den Betroffenen, wie bei etwa Dreiviertel der erwachsenen Weltbevölkerung, mehr oder weniger stark verringert. Dadurch kann der aufgenommene Milchzucker nicht oder nur unzureichend aufgespalten werden und gelangt unverdaut in den Dickdarm. Die dort ansässigen Darmbakterien bauen den Milchzucker ab und bilden dabei Gase, wodurch es zu Blähungen, Durchfall, Bauchkrämpfen oder gar Erbrechen kommt. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass Menschen mit einer Laktoseintoleranz völlig auf Milch und Milchprodukte verzichten müssen. Die Verträglichkeit richtet sich vielmehr danach, wie stark die Laktaseaktivität beeinträchtigt ist und welche Produkte konsumiert werden. Gesäuerte oder fermentierte Milchprodukte sind aufgrund des niedrigeren Laktosegehaltes in der Regel besser verträglich als Frischmilchprodukte.

Weitaus seltener als die Milchzuckerunverträglichkeit ist hingegen die Kuhmilcheiweißallergie. Bestimmte Eiweißbestandteile der Milch lösen bei Betroffenen eine gesteigerte Abwehrreaktion des Körpers aus, die sich häufig in Form von Verdauungsbeschwerden oder Hautausschlägen äußert. Meist tritt eine Allergie gegenüber Kuhmilch jedoch im Säuglings- und Kindesalter auf und bildet sich im Laufe der Jahre häufig zurück. Ein lebenslanger Verzicht ist in den meisten Fällen unnötig. Erwachsene sind eher selten betroffen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Betroffene sollten den Konsum von Milch und Milchprodukten entsprechend einschränken oder auf geeignete Alternativen zurückgreifen. Für alle anderen sind diese zumindest in dieser Argumentation unproblematisch.

Argument 3: Milch erhöht das Risiko für Krebserkrankungen

Die Entstehung von Krebs ist äußerst komplex und wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Neben dem Lebensstil und der genetischen Ausstattung spielt auch die Ernährung eine Rolle – kausale Zusammenhänge zu erkennen bleibt jedoch ein schwieriges Unterfangen. Wie in nahezu jeder wissenschaftlichen Fragestellung gibt es auch hier Pro- und Kontrastudien.

Insgesamt deuten die meisten Studien darauf hin, dass der reguläre Verzehr von Milch und Milchprodukten das Krebsrisiko nicht erhöht, sondern bei einigen Krebsarten sogar verringert. Nach Meinung einiger Forscher ist die beobachtete präventive Wirkung auf das in Milch enthaltene Kalzium zurückzuführen [KEU 2014]. Eine andere Studie wiederum zeigt, dass eine hohe Kalziumzufuhr von mehr als 1,5 g pro Tag das Risiko für Prostatakrebs erhöhen kann. Gleiches wurde bei der täglichen Aufnahme von 35 g isoliertem Eiweiß aus Milchprodukten beobachtet, nicht aber bei dem Verzehr von natürlichen Milch- und Käseprodukten [ALL 2008].

Um eine derart hohe Kalziumzufuhr zu erreichen, müssen große Mengen Milch und Milchprodukte verzehrt werden. Einige Experten raten Männern mit einer familiären Disposition daher von einem den Empfehlungen stark überschreitenden Konsum ab.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es sich bei Milch um ein komplexes Lebensmittel handelt. Neben Kalzium gibt es auch andere Milchinhaltsstoffe mit potenziell krebsschützenden Eigenschaften. Vor allem der im Milchfett vorkommenden konjugierten Linolsäure – kurz CLA – wird ein positiver Einfluss zugeschrieben. Des Weiteren gibt es Hinweise, dass auch andere Milchfettbestandteile und Milcheiweiße eine schützende Wirkung besitzen.

Um die gesundheitlichen Vorteile der genannten Inhaltsstoffe zu nutzen, bevorzugen Sie vor allem Produkte mit natürlichem Fettgehalt und hoher Qualität.

Argument 4: Milch verhindert das Abnehmen und macht dick

Eines vorneweg: Milch ist nicht als Durstlöscher, sondern als Lebensmittel zu betrachten. Wie bei allen anderen Lebensmitteln gilt also – die Menge zugeführter Energie muss verbraucht werden, damit diese nicht in Form von Körperfett gespeichert wird.

Es wird häufig behauptet Milch, verhindere das Abnehmen. Begründet wird diese Annahme mit dem verhältnismäßig hohen Insulinindex der Milch [Hol 1997]. Das bedeutet, dass der Konsum von Milch die Ausschüttung des Aufbauhormons Insulin fördert. Insulin wiederum hemmt die Fettverbrennung und fördert Körpersubstanz-aufbauende Prozesse, also beispielsweise den Aufbau von Körperfett. Auch anderen Milchinhaltsstoffen wie dem Insulin-like Growth Factor-1 (IGF-1) werden wachstumsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Bis hierhin ist die Behauptung also nachvollziehbar.

Studien konnten bisher jedoch keine eindeutigen Beweise liefern, dass der Konsum von Milch und Milchprodukten zu einer Gewichtszunahme führt. Es mehren sich zudem Hinweise, dass das enthaltene Milchfett bzw. bestimmte Fettsäuren das Abnehmen unterstützen können [Ebr 2008]. Schauen wir uns die Studien genauer an, stellen wir fest, dass zumeist fettarme Milch untersucht wurde – und dazu meist noch die hoch verarbeiteten Varianten.

Ob und wie Milch die Abnahme von Körpergewicht behindert, hängt also sowohl von der Qualität der Milch als auch von individuellen Faktoren ab.

Argument 5: Milch erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Milch enthält viele gesättigte Fettsäuren. Daher wurden insbesondere fettreiche Milch und Milchprodukte lange Zeit mit einem gesteigerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) in Verbindung gebracht. Wissenschaftlich belegen lässt sich diese Vermutung aber bisher nicht eindeutig.

Es gibt Studien mit teilweise älterem Erscheinungsdatum, die Hinweise für eine Risikosteigerung fanden und es gibt aktuellere Studien, die das Gegenteil zeigen. Demnach erhöht der gesteigerte Verzehr von Milch und Milchprodukten das Risiko für HKE sowie typische Begleit- oder Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 und Schlaganfall nicht, sondern verringert es teilweise.

Die im Milchfett vorkommenden gesättigten Fettsäuren wirken nicht so negativ auf den Cholesterinspiegel, wie bisher angenommen. Und es wurde gezeigt, dass fermentierte Milchprodukte wie Joghurt die Konzentration von Gesamt- und LDL-Cholesterin senken und darüber hinaus positive probiotische Effekte besitzen [Ast 2014].

Ebenso häufig wie unsinnig ist zudem die Behauptung, das Kalzium in der Milch lagere sich in den Gefäßen ab und führe so zu deren “Verkalkung”. Kalzium ist nicht ursächlich an der Arterienverkalkung – fachsprachlich Arteriosklerose – beteiligt.

Auch bei diesem Argument sei also daran erinnert: derart komplexe Krankheitsbilder werden von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Der Milchkonsum allein ist hier also nicht das Problem. Bei der Wahl der Produkte ist jedoch die Qualität und im Besonderen die Fettqualität entscheidend. Die in Bio-, Weide- oder Heumilch vorkommenden höheren Gehalte an Linolsäure und Omega-3-Fettsäuren können aufgrund der entzündungshemmenden Eigenschaften positiv auf das Krankheitsgeschehen wirken. Zudem weisen auch fermentierte Produkte einige gesundheitliche Vorteile auf.

Argument 6: Milch fördert Hautunreinheiten und Akne

Es wird vermutet, dass Hormone und insulinähnliche Wachstumsfaktoren in der Milch das Auftreten von Akne fördern. Betroffene erfahren durch den konsequenten Verzicht auf Milchprodukte häufig eine Besserung ihrer Beschwerden. Ob dies jedoch tatsächlich auf die Milch zurückzuführen ist, bleibt fraglich. Denn obwohl einige Untersuchungen auf einen Zusammenhang hindeuten, fehlen bisher kontrollierte Studien, die das bestätigen.

Argument 7: Milch verschleimt die Atemwege

Die Annahme, Milch verschleime die Atemwege ist weit verbreitet, gehört jedoch allenfalls in die Rubrik Mythos. Es existieren keinerlei wissenschaftliche Belege, die diese Vermutung stützen. Weder bei Gesunden noch bei Patienten mit Asthma oder Atemwegsinfekten wurde infolge von Milchkonsum eine derartige Verschleimung festgestellt.

Eher ist davon auszugehen, dass es sich dabei um individuelle Beschwerden handelt, die bei Allergikern auftreten. Möglicherweise wird aber auch die durch Speichelenzyme veränderte Konsistenz von Milch als verstärkte Schleimbildung fehlinterpretiert. Ebenso kann der Fettgehalt das Mundgefühl entsprechend beeinflussen.

Argument 8: Milch übersäuert den Körper und schwächt so die Knochen

Einige Milchkritiker behaupten, dass saure Lebensmittelbestandteile in der Milch zu einer vermehrten Freisetzung von Kalzium aus dem Knochen führen. Dadurch erhöhe sich die Kalziumausscheidung über den Urin und führe langfristig zu einer Abnahme der Knochendichte. Das wiederum steigere das Risiko, an Osteoporose zu erkranken.

Studien konnten bisher allerdings nicht belegen, dass die Säurelast der Nahrung einen nachteiligen Einfluss auf die Kalziumbilanz, die Knochenstabilität sowie Knochenfrakturen hat. Des Weiteren gibt es erste Hinweise, dass die Knochendichte durch eine erhöhte Eiweißzufuhr zunimmt.

Solange also die natürlichen Puffersysteme des Körpers gut funktionieren, geht von der Milch keine Gefahr aus.

Argument 9: Milch fördert Osteoporose und erhöht die Knochenbruchgefahr

Ein weiteres beliebtes Argument der Milchgegner ist, dass Osteoporose in Ländern mit niedrigem Milchkonsum weitaus seltener auftritt. Die Schlussfolgerung: Milch und Milchprodukte führen zu Osteoporose. Doch auch hier handelt es sich um ein hochgradig komplexes Krankheitsbild, das durch den Milchverzehr allein weder verursacht noch verhindert wird. Andere Faktoren wie Alter, Geschlecht, Körpergewicht und -größe, Muskelmasse und körperliche Aktivität sowie hormonelle Einflüsse, Medikamente und die Herkunft beeinflussen sowohl das Krankheitsgeschehen als auch das damit verbundene Frakturrisiko.

Belastbare Daten, die einen Zusammenhang zwischen dem Milchverzehr und der Entstehung von Osteoporose nachweisen, fehlen bisher. Unbestritten ist jedoch, dass Kalzium eine zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel einnimmt und Milchprodukte eine geeignete Kalziumquelle darstellen. In jungen Jahren gewährleistet eine ausreichende Kalziumzufuhr den Aufbau einer stabilen Knochensubstanz, während es im Alter vor allem um den Erhalt der Knochenmasse geht. Der Kalziumbedarf kann jedoch auch über andere Lebensmittel gedeckt werden. Fenchel, Brokkoli oder einige Mineralwässer beispielsweise enthalten beträchtliche Mengen des Mineralstoffs.

Kalzium allein ist allerdings kein Garant für stabile Knochen – auch andere Mineralstoffe, Vitamine und Eiweißbausteine sind dafür nötig. Von großer Bedeutung für den Knochenstoffwechsel ist zum Beispiel Vitamin D, das unter anderem die Kalziumaufnahme im Darm fördert.

Wir fassen also zusammen: Milch und Milchprodukte – und insbesondere das Kalzium in der Milch – kann Osteoporose weder verhindern noch fördert es diese. Entscheidend für den Erhalt der Knochenmasse im Alter ist der stabile Aufbau in der Jugend. Darüber hinaus spielen zahlreiche individuelle Faktoren in der Entstehung von Osteoporose eine Rolle.

Argument 10: Milch fördert die Entstehung von Nierensteinen

Nierensteine bestehen zum überwiegenden Teil aus verschiedenen Kalziumverbindungen. Deshalb galt früher die Empfehlung auf kalziumreiche Lebensmittel – also auch Milch und Milchprodukte – zu verzichten. Inzwischen weiß man, dass sich sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Kalzium ungünstig auf die Nierensteinbildung auswirkt. Die Zufuhrmengen sollten daher nicht dauerhaft über oder unter den aktuellen Empfehlungen liegen, heißt es in Fachkreisen. Allerdings ist die Aufnahme des Mineralstoffs im Darm von vielen individuellen Faktoren abhängig und die “Ausbeute” kann durchaus variieren.

Bei der Entstehung von Nierensteinen spielen neben der Ernährung noch andere Faktoren eine Rolle. So können beispielsweise Harnwegsinfekte, Störungen der Nierenfunktion, Bewegungsmangel und Stress die Nierensteinbildung begünstigen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hingegen verringert das Risiko.

Milch und Milchprodukte stellen in diesem Zusammenhang also nicht per se eine Gefahr dar. Ein genereller Verzicht ist nicht nötig.

Unser Fazit

Die bisher vorliegenden Daten zu einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch Milch und Milchprodukte rechtfertigen einen generellen Verzicht auf diese nicht. Allerdings sollten auch die vermutlich positiven Gesundheitswirkungen differenziert betrachtet werden.Lebensmittelkunde Streitpunkt Milch: Fieser Krankmacher oder wichtige Nährstoffquelle?

Milch und Milchprodukte können eine bedeutsame Nährstoffquelle darstellen, sind aber keinesfalls ein Muss. Jeder sollte also selbst entscheiden. Dogmatische Belehrungen helfen uns nicht weiter und verunsichern nur unnötig.

Und was heißt das für die Praxis?

Menschen, die Milch nicht mögen oder nicht vertragen, sollten ganz klar die Finger davon lassen. Für diejenigen mit einer Laktoseintoleranz empfehlen wir die individuelle Verträglichkeit von laktosearmen Produkten auszutesten, sofern sie Milchprodukte in ihrem Speiseplan vermissen.

Diejenigen, die Milch mögen und auch gut vertragen, können diese genießen und immer mal wieder in sich hinein horchen, ob ihnen die Produkte (noch) gut tun. Denn auch die Einnahme von Medikamenten oder bestimmte Darmerkrankungen können die Verträglichkeit herabsetzen und das Entzündungspotenzial im Körper erhöhen.

Lebensmittelkunde Streitpunkt Milch: Fieser Krankmacher oder wichtige Nährstoffquelle?

Und diejenigen, die sich nicht sicher sind? Die verzichten am besten einmal 4 bis 6 Wochen auf Milch und daraus hergestellte Produkte, um zu überprüfen, ob es ihnen dadurch tatsächlich besser geht. Denn das ist es, was wirklich zählt.

Links

 

Lebensmittelkunde Streitpunkt Milch: Fieser Krankmacher oder wichtige Nährstoffquelle? Exklusiv
Unseren Mitgliedern stehen zu diesem Thema zusammenfassend 4 Beraterkarten als PDF-Download zur Verfügung.

Lebensmittelkunde Streitpunkt Milch: Fieser Krankmacher oder wichtige Nährstoffquelle?  Infokarten Milch
Bitte loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten ein, um die Datei herunterzuladen.

 

2 thoughts on “Streitpunkt Milch: Fieser Krankmacher oder wichtige Nährstoffquelle?”

  1. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass homogenisierte Milch oft Probleme bei der Verdauung macht. Nur pasteurisierte Milch wird meist gut vertragen.
    Bei der Homogenisierung werden die Fettmoleküle so stark zerkleinert, dass sie von Eiweiß umhüllt werden. Durch die Magensäure verklumpt dann die Milch. Die passiert nicht so stark bei mir pasteurisierter Milch.
    Verdauungsbeschwerden wäre es einen Versuch wert

  2. Sehr geehrte Frau Rohard, herzlichen Dank für Ihren Hinweis.

    Zum Einfluss der Verarbeitungsprozesse auf die Eiweiße in der Milch existieren unterschiedliche Auffassungen. Es wird vermutet, dass Verfahren wie die Homogenisierung das allergische Potential des Milcheiweißes beeinflussen bzw. erhöhen. Durch die Verkleinerung der Fettkügelchen vergrößert sich deren Oberfläche und es wird diskutiert, dass die dort angelagerten Eiweißbestandteile vom Körper als „fremd“ angesehen werden und daher vermehrt allergische Reaktionen hervorrufen.

    Andere wiederum vermuten, dass die Eiweiß- und Fettverdauung durch Homogenisierung und Pasteurisierung verbessert wird.

    Auch hier gilt, wie Sie bereits richtig angedeutet haben: der Verzehr von Milch und Milchprodukten sollte immer an der individuellen Verträglichkeit ausgerichtet sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.