Molybdän

Molybdän ist in verschiedenen Enzymen eingebaut. Der Gesamtkörperbestand des Metalls beträgt etwa 8 bis 10 mg. Die höchsten Gehalte befinden sich in der Leber, der Niere, Nebennieren und den Knochen. Molybdän ist in vielen Nahrungsmitteln – insbesondere Milch und Milchprodukte, Innereien, Hülsenfrüchte und Getreide – vorhanden, ein ausgeprägter Mangel ist daher nur bei einer langfristigen parenteralen, molybdänarmen Ernährung zu befürchten. Eine Überdosierung von Molybdän aus der Nahrung ist normalerweise unbedenklich. 

Chemie und Stoffwechsel

Die erste Herstellung des Metalls Molybdän gelang im Jahr 1781 dem schwedischen Chemiker Peter Jakob Hjelm (1746-1813). Die Bezeichnung leitet sich von dem lateinischen Begriff „molybdaena“ für Bleiglanz ab. Der Gesamtkörperbestand von Molybdän beträgt etwa 8 bis 10 mg. Die höchsten Gehalte befinden sich in der Leber, der Niere, Nebennieren und den Knochen. Molybdän ist Bestandteil der Xanthinoxidase, Sulfitoxidase und Aldehydoxidase.

Funktionen und Aufgaben

Molybdän ist in verschiedenen Enzymen eingebaut. Die Sulfitoxidase entgiftet den Körper von Sulfitradikalen und liefert gleichzeitig Sulfat. Xanthindehydrogenase oxidiert Hypoxanthin zu Xanthin und dieses wiederum zu Harnsäure. Bei einem Mangel dieses Enzyms können Xanthinsteine oder -grieß in den Harnwegen auftreten. Die Aldehydoxidase wirkt unter anderem beim Abbau der Katelochamine mit. Molybdän soll als Prophylaxe vor Karies schützen.

Vorkommen und Zufuhrempfehlungen

Der Gehalt an Molybdän in pflanzlichen Lebensmitteln hängt vom Vorkommen im Boden ab. Reich an dem Spurenelement sind Milch und Milchprodukte, Innereien, Hülsenfrüchte und Getreide. Die Höhe der Zufuhr von Molybdän liegt – soweit ein angemessener Schätzwert angegeben werden kann – innerhalb des selben.

Der Gehalt an Molybdän in pflanzlichen Lebensmitteln hängt vom Vorkommen im Boden ab. Reich an dem Spurenelement sind Milch und Milchprodukte, Innereien, Hülsenfrüchte und Getreide.

Mangelerscheinungen

Molybdän ist in vielen Nahrungsmitteln vorhanden, ein ausgeprägter Mangel ist daher nur bei einer langfristigen parenteralen, molybdänarmen Ernährung zu befürchten. Ein Mangel führt zu Störungen des Stoffwechsels von Nukleotiden und schwefelhaltigen Aminosäuren sowie zu Funktionsstörungen an Nerven und Gehirn. Der Sulfitoxidasemangel ist eine seltene angeborene Stoffwechselerkrankung, die mit einem Molybdänmangel einhergeht. Diese Erkrankung äußert sich bereits wenige Stunden nach der Geburt durch Krämpfe. Die Krankheit führt, über die Rückbildung des Gehirns im Kindesalter, in der Regel zum Tod.

Toxizität

Eine Überdosierung von Molybdän aus der Nahrung ist normalerweise unbedenklich. Höhere, langfristig aufgenommene Mengen (10 bis 15 mg täglich) können zu einer vermehrten Harnsäurebildung führen und damit die Entstehung von Gicht begünstigen. Wird Molybdän in zu großer Menge zugeführt, erhöht sich die renale (über die Nieren) Ausscheidung von Kupfer, wodurch es zu einem Kupfermangel kommen kann.

Downloads

Unseren Mitgliedern stehen folgende Downloads zur Verfügung. Diese sind auch im Medienshop erhältlich.

  Miniposter Chrom und Molybdän
Bitte loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten ein, um die Datei herunterzuladen.