Mundhöhle und Speiseröhre: Aller Verdauung Anfang

Mundhöhle, Speiseröhre und Magen zählen zum oberen Verdauungstrakt und sind wichtige Organe für die Zerkleinerung und den Transport der aufgenommenen Nahrung. In der Mundhöhle findet mit den Zähnen die erste Zerkleinerung der Speisen statt, die Speiseröhre transportiert den „Chymus“ zum Magen.


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Mundhöhle (Os)

Der Weg der Verdauung beginnt bereits im Mund. Dort wird die Nahrung mit den Zähnen mechanisch zerkleinert. Dadurch wird die Oberfläche vergrößert, und die Inhaltsstoffe des produzierten Speichels können besser ihre Wirkung entfalten. Im Mund sind Mechano- oder Dehnungsrezeptoren, die durchs Kauen einen Reiz bekommen, der wiederum zum Gehirn weiter geleitet wird. Dadurch kommt es zur vermehrten Speichelbildung. Der Speichelfluss, aber auch die Produktion der Magensäfte in den Magenschleimhautzellen (siehe unter Magen), wird schon beim Anblick und Riechen der Speisen, durch die Berührung mit der Mundschleimhaut und durch Hören von Teller klappern oder Rascheln einer Chipstüte angeregt , indem der Hypothalamus (Zwischenhirn) diese Eindrücke weiterleitet. Gründliches Kauen der Nahrung bewirkt ein früheres Einsetzen und längeres Anhalten des Sättigungsgefühls

Die Speicheldrüsen (Ohrspeichel-, Unterkieferspeichel-, Unterzungendrüse und viele kleine Drüsen im Mundhöhlenbereich) produzieren etwa 1 bis 1,5 Liter Speichel pro Tag  mit einem neutralen bis schwach saurem pH-Wert von 6,5 bis 7,0.

Der Speichel enthält Schleimstoffe (Muzine), der die Speisen weich und schluckfähig macht, sodass sie leichter die Speiseröhre entlang gleiten können. Gleichzeitig wehren Muzine Krankheitserreger ab.  Der Speichel enthält zudem Alpha-Amylasen, Enzyme, die Stärke zu Dextrinen und teilweise wegen der kurzen Verweildauer zu Maltose abbauen. Die Kohlenhydratverdauung beginnt somit bereits im Mund. Im Speichel befindet sich auch die Zungengrundlipase, die aber erst im sauren Milieu des Magens wirken kann und nur im Säuglingsalter wichtig ist.


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Mundhöhle und Speiseröhre: Aller Verdauung Anfang

Speiseröhre

Die Speiseröhre ist ein 22 bis 25 cm langer Muskelschlauch, der den Nahrungsbrei in jeder Körperlage durch Zusammenziehen und Dehnen bis zum Magen fortbewegt. Innen ist die Speiseröhre mit einer Schleimhaut ausgekleidet.

Histologisch besteht die Speiseröhre aus

  • besteht aus
    • der Tunica mucosa (Schleimhaut)
    • der Tunica submucosa
    • dem Stratum circulare der Tunica muscularis
    • einem mehrschichtigen unverhornten Plattenepithel
    • der Lamina propria mit Blutgefäßen
    • der Lamina muscularis mucosae
    • den Glandulae oesophageae
    • dem Bindegewebe zwischen gebündelten glatten Muskelzellen des Stratum circulare
  • Muskulatur besteht
    • im oberen Drittel (Pars cervicalis) aus quergestreifter Muskulatur
    • im mittleren Drittel (Pars thoracica) aus guergestreifter und glatter Muskulatur
    • im unteren Drittel (Pars abdominalis) aus glatter Muskulatur
  • Entfernung von der Zahnreihe bis zur Kardia (Mageneingang) beträgt etwa 40 cm

Physiologische Engen

  • obere (Ringknorpel-) Enge bei 16 cm
  • mittlere Enge (an der Bifurcatio tracheae) nach 25 cm
  • untere Enge (Zwerchfelldurchtritt) 40 cm von der Zahnreihe entfernt

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