Sekundäre Pflanzenstoffe: Ein Überblick

Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS) sind primär nicht für den Menschen gemacht. Sie schützen Pflanzen als antinutritive Stoffe vor Fressfeinden oder vor anderen Einflussfaktoren wie UV-Licht und Oxidation. Als Aromen oder intensive Farbstoffe können sie für andere Lebewesen abstoßend oder attraktiv wirken und bedienen damit eine ökologische Funktion. Sie haben im Gegensatz zu den primären Pflanzenstoffen für uns keinen Nährwert, sind aber …

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Terpene: Duftende Wächter der Gesundheit

Terpenoide stellen mit ca. 30.000 Vertretern die größte Klasse der Sekundären Pflanzenstoffen dar. Terpenoide (Terpene, Isoprenoide) sind Methyl-verzweigte Verbindungen. Funktionen und Wirkungsweisen von Terpenen Allgemeines Terpenoide schützen Pflanzen vor Pflanzenfressern und Krankheiten (z.B. Bakterien- oder Pilzbefall). Des Weiteren tragen viele Mono- und Sesquiterpene als ätherische Öle zum Duft und Aroma der Pflanzen bei. Auch fungieren einige von ihnen als photosynthetische …

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Sulfide: Geheime Waffe in Knoblauch und Zwiebeln

Der Chemiker Theodor Wertheim isolierte 1844 schwefelhaltige Inhaltsstoffe aus Knoblauch. Er erhielt durch Wasserdampfdestillation aus zerriebenen Knoblauchzehen kleine Mengen Knoblauchöl. Die als „Sulfide“ bezeichneten sekundären Pflanzenstoffe werden in wasserlösliche (z. B. S-Allylcystein) und fettlösliche (z. B. Diallylsulfid) Verbindungen unterschieden. Trotz anderer Liliengewächse wie Zwiebeln und Lauch, die ebenfalls bedeutende Quellen für Sulfide sind, wurde der überwiegende Anteil wissenschaftlicher Studien mit …

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Protease-Inhibitoren: Kleine Moleküle, große Wirkung

Protease-Inhibitoren hemmen – wie der Name schon verrät – die Aktivität dieser Proteasen spezifisch. Proteasen (z.B. Trypsin, Chymotrypsin) sind Enzyme, die unter anderem aus der Bauchspeicheldrüse stemmen und im Magen-Darm-Trakt vorkommen. Sie sind in der Lage Proteine in Aminosäuren aufzuspalten. Funktionen und Wirkungsweisen von Protease-Inhibitoren Lange Zeit wurden Protease-Inhibitoren ausnahmslos wegen ihrer enzymhemmenden Wirkung als gesundheitsschädlich angesehen, wobei mittlerweile bekannt …

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Phytosterine: Cholesterinsenker aus der Natur

Phytosterine stellen die erste Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen dar, die wegen ihrer spezifischen physiologischen Wirkungen zur Entwicklung funktioneller Lebensmittel genutzt wurde. Als Inhaltsstoff einer neuen Generation von Margarinen sollen sie den Cholesterinspiegel senken und zur Reduktion des Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisikos beitragen. Funktionen und Aufgaben Aufgrund der Ähnlichkeit zu Cholesterol hemmen Phytosterine im Dünndarm die Resorption von Nahrungscholesterol, wenn beide gleichzeitig mit der …

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Phytoöstrogene: Pflanzliche Helfer für Hormonbalance

Phytoöstrogene wurden in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang mit Fruchtbarkeitsproblemen bei australischen Schafherden entdeckt, wobei im Klee vorhandene Isoflavone als Ursache der Fertilitätsstörungen bei den Schafen identifiziert wurden. Seitdem wurden viele weitere Phytoöstrogene entdeckt. Funktionen und Wirkungsweisen von Phytoöstrogenen Allgemeines Phytoöstrogene haben vielfältige Wirkungen. So wirken die Substanzen vor allem antikanzerogen, antioxidativ, cholesterinsenkend und stimulieren des Weiteren …

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Phenolsäuren: Unsichtbare Schutzschilde

Phenolsäuren lassen sich je nach Kohlenstoff-Grundgerüst in Hydroxybenzoesäuren und die Hydroxyzimtsäuren einteilen. Unter anderem sind sie für den herben und bitteren Geschmack vieler Lebensmittel verantwortlich. Funktionen und Aufgaben Allgemeines Phenolsäuren besitzen vielfältige Wirkungen. So werden antikarzinogene, antimikrobielle, antioxidative, antithrombotische, antiinflammatorische, glukostatische und blutdruckregulierende Wirkungen für möglich gehalten. Es gibt zahlreiche Tierstudien, die von einer protektiven Wirkung der Phenolsäuren berichten. Phenolsäuren …

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Glucosinolate: Der gesunde Biss in Kohlgemüse

Glukosinolate verleihen einigen Pflanzen ihren stechenden scharfen Geruch. Sie sind besonders reichhaltig in der Gruppe der Kreuzblütler (Kruziferen) vertreten. Sie bestehen aus einer Glukoseeinheit, einer schwefelhaltigen Gruppe und einer Sulfatgruppe. Glukosinolate sind schwefelhaltige Moleküle und werden im Sekundärstoffwechsel der Pflanze aus Aminosäuren gebildet. Sie kommen überwiegend in Pflanzen der Familie der Cruciferae (Kreuzblütler) vor und sind in Senf, Kresse, Meerrettich …

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Flavonoide: Die versteckten Helden in Obst und Gemüse

Flavonoide stellen unter den im Pflanzenreich vorkommenden sekundären Pflanzenstoffen das wichtigste Stoffkontingent dar und sind deshalb ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Ihr Name leitet sich von dem lateinischen Wort flavus (= gelb) ab. Diese Bezeichnung rührt daher, dass zu früheren Zeiten die gelben Säfte bestimmter Pflanzen (z.B.Quercus tinctoria BARTR., Morus tinctoria L.) zum Färben von Wolle und Baumwolle verwendet wurden. …

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Carotinoide: Farbenfrohe Kraftpakete für Augen und Immunsystem

Der Wissenschaftler Heinrich Wackenroder isolierte 1831 erstmals eine Kohlenwasserstoffverbindung aus Karotten, die er Carotin nannte. Kurze Zeit später wurde der Begriff „Carotinoide“ für alle Farbstoffe dieser Gruppe geprägt. Carotinoide gehören mit den Polyphenolen zu den am besten untersuchten sekundären Pflanzenstoffen. Auch wenn bisher nur wenige evidenzbasierte Wirkungen der Polyenfarbstoffe feststehen, können doch die krebshemmenden Eigenschaften, die immunmodulierenden Wirkungen sowie die antioxidative …

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