Blitzlicht: Seife essen? (Gastbeitrag)

In meiner Schulzeit galt das Verspeisen von Seife als probates Mittel zur Erzeugung von Fieber bei Schulmüdigkeit. Ich kenne übrigens niemanden, der das jemals ausprobiert hat. Es hätte auch nichts genutzt. Fieberschübe nach dem Genuss von Seife sind ein Märchen. Was allerdings nicht bedeutet, dass Eltern von kleinen Kindern oder … Weiterlesen …

Sekundäre Pflanzenstoffe – von der Pflanze zum Wirkort (Gastbeitrag)

Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS) sind primär nicht für den Menschen gemacht. Sie schützen Pflanzen als antinutritive Stoffe vor Fressfeinden oder vor anderen Einflussfaktoren wie UV-Licht und Oxidation. Als Aromen oder intensive Farbstoffe können sie für andere Lebewesen abstoßend oder attraktiv wirken und bedienen damit eine ökologische Funktion. SPS haben im Gegensatz … Weiterlesen …

Phytoöstrogene: Bioaktive Substanzen mit Hormonwirkung

Phytoöstrogene wurden in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang mit Fruchtbarkeitsproblemen bei australischen Schafherden entdeckt, wobei im Klee vorhandene Isoflavone als Ursache der Fertilitätsstörungen bei den Schafen identifiziert wurden. Seitdem wurden viele weitere Phytoöstrogene entdeckt. Aufbau und Eigenschaften Phytoöstrogene gehören aus chemischer Sicht zu der Gruppe der Polyphenole … Weiterlesen …

Protease-Inhibitoren: Pflanzliche Enzymhemmer

Proteasen (z.B. Trypsin, Chymotrypsin) sind Enzyme, die unter anderem aus der Bauchspeicheldrüse stemmen und im Magen-Darm-Trakt vorkommen. Sie sind in der Lage Proteine in Aminosäuren aufzuspalten. Protease-Inhibitoren hemmen – wie der Name schon verrät – die Aktivität dieser Proteasen spezifisch. Aufbau und Eigenschaften Die Gruppe der Protease-Inhibitoren besteht aus Polypeptidketten … Weiterlesen …

Sulfide: Schwefelhaltige Inhaltsstoffe aus Knoblauch und Zwiebeln

Der Chemiker Theodor Wertheim isolierte 1844 schwefelhaltige Inhaltsstoffe aus Knoblauch. Er erhielt durch Wasserdampfdestillation aus zerriebenen Knoblauchzehen kleine Mengen Knoblauchöl. Die als „Sulfide“ bezeichneten sekundären Pflanzenstoffe werden in wasserlösliche (z. B. S-Allylcystein) und fettlösliche (z. B. Diallylsulfid) Verbindungen unterschieden. Trotz anderer Liliengewächse wie Zwiebeln und Lauch, die ebenfalls bedeutende Quellen … Weiterlesen …

Terpene: übergeordnete Stoffklasse der bioaktiven Substanzen

Terpenoide stellen mit ca. 30.000 Vertretern die größte Klasse der Sekundären Pflanzenstoffen dar. Terpenoide (Terpene, Isoprenoide) sind Methyl-verzweigte Verbindungen. Aufbau und Eigenschaften Chemisch gesehen, sind alle Terpenoide aus Isopreneinheiten (C5) aufgebaut und kommen als Kohlenwasserstoff-, Alkohol-, Glycosid-, Ether-, Aldehyd-, Keton-, Carbonsäure- oder Esterverbindungen vor. Eine Einteilung der Terpenoide erfolgt nach … Weiterlesen …

Flavonoide – größte Gruppe der bioaktiven Substanzen

Flavonoide stellen unter den im Pflanzenreich vorkommenden sekundären Pflanzenstoffen das wichtigste Stoffkontingent dar und sind deshalb ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Ihr Name leitet sich von dem lateinischen Wort flavus (= gelb) ab. Diese Bezeichnung rührt daher, dass zu früheren Zeiten die gelben Säfte bestimmter Pflanzen (z.B.Quercus tinctoria BARTR., Morus … Weiterlesen …

Glukosinolate: scharfe Substanzen in Kohl und Co

Glukosinolate verleihen einigen Pflanzen ihren stechenden scharfen Geruch. Sie sind besonders reichhaltig in der Gruppe der Kreuzblütler (Kruziferen) vertreten. Sie bestehen aus einer Glukoseeinheit, einer schwefelhaltigen Gruppe und einer Sulfatgruppe. Glukosinolate sind schwefelhaltige Moleküle und werden im Sekundärstoffwechsel der Pflanze aus Aminosäuren gebildet. Sie kommen überwiegend in Pflanzen der Familie … Weiterlesen …

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