Welt-Alzheimer-Tag: Essen gegen das Vergessen?

Der internationale Aktionstag wurde 1994 von der Dachorganisation Alzheimer's Disease International (ADI) initiiert, um auf die Alzheimer-Krankheit und andere Formen der Demenz aufmerksam zu machen. Morbus Alzheimer ist eine neurodegenerative Krankheit, die durch den fortschreitenden Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten charakterisiert ist.

Infolgedessen kommt es zu einem immer stärker werdenden Verlust der Hirnfunktion, insbesondere des Gedächtnisses und der kognitiven Leistung. Die Erkrankung wurde erstmals 1906 von dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer beschrieben und gilt bis heute als nicht heilbar.

Derzeit leben etwa eineinhalb Millionen Demenzkranke in Deutschland. Zwei Drittel davon sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Die hohe Lebenserwartung in der heutigen Gesellschaft ist zweifelsohne einer der Hauptrisikofaktoren für die Ausbildung Alzheimer-typischer Gehirnschädigungen. Die Therapie der Betroffenen besteht in der Regel aus einer medikamentösen Behandlung und nicht-medikamentösen Therapieformen wie beispielsweise Gedächtnisstimulation, Verhaltenstherapie und Biografiearbeit. Sowohl zur Vorbeugung degenerativer Erkrankungen als auch für den Erhalt der Lebensqualität bereits Erkrankter spielt eine gesunde und bedarfsgerechte Ernährung eine bedeutende Rolle.

Bislang gibt es nur wenige konkrete ernährungstherapeutische Empfehlungen, die sich auf Ergebnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen stützen. Verschiedene Daten weisen darauf hin, dass einige Vitamine, essenzielle Fettsäuren und bestimmte Lebensmittel die Entstehung oder das Fortschreiten der Alzheimer-Demenz beeinflussen. Letztendlich sind jedoch nicht einzelne Nährstoffe krankheitsrelevant, sondern das gesamte Ernährungsverhalten. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf verlieren Betroffene zunehmend die Fähigkeit alleine zu essen, was häufig zu einer Nährstoffunterversorgung oder Mangelernährung, Dehydratation und Gewichtsverlust beiträgt. Besonders problematisch ist es, wenn die Patienten vergessen, ob sie bereits gegessen haben und dadurch Mahlzeiten auslassen.

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