02.09.2024
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Inhaltsverzeichnis
Aktuelle Wissenschaft
Studie: Fasten und Krebsstoffwechsel
Eine kürzlich in Nature veröffentlichte Studie, durchgeführt von Wissenschaftlern der Universität Duisburg-Essen und des Massachusetts Institute of Technology (MIT), beleuchtet die komplexen Auswirkungen des Fastens auf den Stoffwechsel von Krebszellen [Imu 2024].
Während Fastenkuren seit langem für ihre positiven Effekte auf Gesundheit und Langlebigkeit bekannt sind, zeigen die neuen Erkenntnisse, dass Fasten den Stoffwechsel im Darm auf eine Weise verändert, die sowohl vorteilhafte als auch nachteilige Folgen haben kann. Insbesondere wurde festgestellt, dass Fasten das Wachstum von Darmstammzellen fördert, jedoch auch das Risiko erhöht, dass Tumorvorläuferzellen sich schneller an die neuen Bedingungen anpassen und Tumore entstehen.
Die Studie identifiziert den Polyamin-Stoffwechsel als Schlüsselfaktor in diesem Prozess. Polyamine, die für Zellwachstum und -überleben essenziell sind, werden durch Fasten aktiviert, was bei Stammzellen die Regeneration und bei Krebsvorläuferzellen das Tumorwachstum fördert. Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Polyamin-Stoffwechsel nicht nur bei Darmkrebs, sondern möglicherweise auch bei anderen Tumorerkrankungen eine wichtige Rolle spielt.
Die Forschenden betonen, dass diese Ergebnisse vorerst grundlagenwissenschaftlicher Natur sind und weitere Untersuchungen erforderlich sind. Für an Krebs Erkrankte wird empfohlen, Fastenkuren stets in enger Absprache mit dem behandelnden therapeutischen Personal zu planen, um mögliche Risiken zu minimieren.
Vorgestellt
Doku: Mein Körper. Mein Darm.
Der Darm spielt eine zentrale Rolle für das Wohlbefinden und die Gesundheit. Eine gestörte Darmfunktion kann weitreichende Folgen haben, darunter chronische Entzündungen und depressive Erkrankungen. Um den Darm zu schützen und zu stärken, wird empfohlen, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, Stress zu reduzieren und das Mikrobiom, die Gesamtheit der Darmbakterien, zu pflegen. Diese Maßnahmen können positive Effekte auf das Immunsystem und das emotionale Wohlbefinden haben.
In der „ARD Wissen“-Dokumentation „Mein Körper. Mein Darm – Die unterschätzte Schaltzentrale“ werden verschiedene Menschen begleitet, die offen über ihre Darmgesundheit sprechen. Die Dokumentation zeigt, wie eine Ernährungsumstellung und gezielte Interventionen zur Verbesserung der Darmgesundheit beitragen können. Die Beispiele reichen von einer erfolgreichen Ernährungsanpassung bei einem Ironman-Wettkampf bis hin zu einem neuen Lebensstil nach schweren Darmerkrankungen wie Colitis ulzerosa oder Reizdarm.
Die Expertinnen und Experten in der Dokumentation unterstreichen die Bedeutung des Mikrobioms für die allgemeine Gesundheit. Sie erläutern, wie eine ausgewogene Darmflora die Entstehung von chronischen Erkrankungen verhindern kann. Die praktischen Empfehlungen aus der Dokumentation verdeutlichen, dass eine gesunde Lebensweise, inklusive einer angepassten Ernährung und Stressbewältigung, entscheidend für die Darmgesundheit ist.
Beratungspraxis
Pro und Kontra: Food-Tracking und Kalorienzählen
Food-Tracking und Kalorienzählen sind Methoden, die zunehmend an Popularität gewonnen haben, um die Ernährung besser zu überwachen und zu steuern. Diese Ansätze ermöglichen es, die Nahrungsaufnahme präzise zu dokumentieren und gezielt Anpassungen vorzunehmen. In einer Zeit, in der personalisierte Ernährung und Gesundheitsbewusstsein immer wichtiger werden, bieten solche Tools eine strukturierte Möglichkeit, um Ernährungseffekte zu messen und zu verbessern. Dennoch gibt es sowohl Vorteile als auch Herausforderungen, die berücksichtigt werden sollten, um die Methode effektiv einzusetzen.
Pro
- Bewusstsein für Nahrungsaufnahme: Food-Tracking hilft, ein besseres Bewusstsein für die eigene Nahrungsaufnahme und Essgewohnheiten zu entwickeln.
- Gezielte Gewichtskontrolle: Durch das Berechnen von Kalorien und Nährstoffen kann die Kalorienaufnahme überwacht und so das Gewichtsmanagement unterstützt werden.
- Erkennung von Mängeln: Food-Tracking ermöglicht es, Nährstoffmängel zu identifizieren.
- Datenbasierte Anpassungen: Die gesammelten Daten ermöglichen es, Ernährungseinstellungen gezielt anzupassen und individuelle Ziele, wie zum Beispiel Muskelaufbau oder Gewichtsreduktion, effektiver zu verfolgen.
- Motivation durch Fortschrittsverfolgung: Die visuelle Darstellung von Fortschritten und Erfolgen kann motivierend wirken und das Engagement für eine bewusstere Ernährung fördern.
Kontra
- Zeitaufwand und Aufwand: Food-Tracking kann zeitaufwendig und mühsam sein, was dazu führen kann, dass es im Alltag schwer durchzuhalten ist.
- Übermäßiger Fokus auf Kalorien: Ein übermäßiger Fokus auf Kalorien kann zu einer ungesunden Besessenheit führen und das Verhältnis zur Nahrung negativ beeinflussen.
- Fehleranfälligkeit: Die Genauigkeit der eingegebenen Daten kann variieren, was zu Ungenauigkeiten bei der Kalorien- und Nährstoffberechnung führen kann. Hinterlegte Lebensmitteldaten sind zudem immer nur Orientierungswerte und können in der Praxis deutlich abweichen.
- Psychologischer Stress: Das ständige Überwachen der Nahrungsaufnahme kann Stress und bei manchen Menschen Essstörungen oder ein gestörtes Verhältnis zum Essen fördern.
- Nicht alle Aspekte werden erfasst: Food-Tracking erfasst oft nur quantitative Daten und vernachlässigt wichtige qualitative Aspekte der Ernährung, wie zum Beispiel die Beschaffenheit der Lebensmittel, ihre Herstellung oder ihre Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Umwelt.
Food-Tracking und Kalorienzählen können wertvolle Werkzeuge in der Ernährungsberatung sein, um Klienten bei der Bewusstseinsbildung und Zielverwirklichung zu unterstützen. Sie ermöglichen eine präzise Überwachung der Nahrungsaufnahme und können bei der Gewichtskontrolle sowie Nährstoffoptimierung unterstützen. Jedoch ist es wichtig, die potenziellen Nachteile wie den Zeitaufwand und den psychologischen Stress zu berücksichtigen.
Mitgliederservice/ Interna
Blogazine: Hashimoto-Thyreoiditis – Mit einem Masterplan gegen die Erkrankung
Eine ganzheitliche Herangehensweise an das Management der Hashimoto-Thyreoiditis, die Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und weitere Lebensstilmaßnahmen einbezieht, ist entscheidend für die langfristige Kontrolle der Symptome und die Verbesserung der Lebensqualität. Die gezielte Anpassung dieser Faktoren an die individuellen Bedürfnisse kann helfen, die Schilddrüsenfunktion zu unterstützen, Entzündungen zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkräften, Ernährungsberatern und Therapeuten ist essenziell, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und die Krankheit im Alltag erfolgreich zu managen.
Download: Hashimoto-Thyreoiditis – Personalisierbare Lebensmittelliste
Eine ganzheitliche Herangehensweise an das Management der Hashimoto-Thyreoiditis, die Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und weitere Lebensstilmaßnahmen einbezieht, ist entscheidend für die langfristige Kontrolle der Symptome und die Verbesserung der Lebensqualität. Die gezielte Anpassung dieser Faktoren an die individuellen Bedürfnisse kann helfen, die Schilddrüsenfunktion zu unterstützen, Entzündungen zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkräften, Ernährungsberatern und Therapeuten ist essenziell, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und die Krankheit im Alltag erfolgreich zu managen.
Fort- und Weiterbildungen (extern)
Online-Seminar: Qualitätsmanagement in der Ernährungstherapie und -beratung
Kategorie: Webinar/ Online-Seminar
Datum: 20.09.-21.09.2024
Veranstaltet von: freiraum Seminare
Referierende: Prof. Sandra Jent, Prof. Adrian Rufener
Kosten/ Ermäßigung für Mitglieder: 310 statt 370 EUR
Kurzbeschreibung laut Veranstalter:
Für das Bestehen unseres Berufsstandes in der Zukunft wird der Nachweis des Mehrwertes der ernährungstherapeutischen Leistungen – z.B. gegenüber den Krankenkassen – immer wichtiger. Voraussetzung für einen solchen Nachweis ist ein funktionierendes Qualitätsmanagement. Ein solches Qualitätsmanagement dient unter anderem der Erhebung und Auswertung von Outcome-Daten, die diesen Mehrwert belegen. In diesem Fortbildungsseminar beschäftigen wir uns mit den Grundlagen des Qualitätsmanagements und dabei insbesondere damit, wie und welche Outcome-Daten erhoben werden sollten und wie Ernährungsfachkräfte dies in den Berufsalltag integrieren können. Prozessmodelle, wie der G-NCP und standardisierte Sprachen bilden dabei eine Grundvoraussetzung. Dabei bürgt unser Referententeam für Praxisorientierung aus erster Hand: Prof. Sandra Jent, stellvertretende Studiengangsleiterin an der Berner FH Gesundheit im Studiengang Ernährung und Diätetik, erarbeitet derzeit in einem Forschungsprojekt Möglichkeiten, wie Ernährungsberater*innen systematisch ihre Outcomes erheben können. Prof. Adrian Rufener ist Präsident des Schweizerischen Berufsverbandes der Ernährungsberater/-innen (SVDE) und u.a. mit der Umsetzung des QM in der Praxis beschäftigt. Die Ansage lautet: Es wird Ihnen während der zwei Kurstage vor Ihrem Rechner nicht langweilig werden!
Inhalte:
- Prozessmodelle
- Standardisierte Sprache in der Ernährungsberatung
- Anwendung von Prozessmodellen in der Praxis
- Monitoring und Evaluation der ernährungstherapeutischen Leistungen
- Outcome-Management in der Ernährungsberatung und -therapie
- Auseinandersetzung mit dem eigenen Berufs- und Rollenverständnis
- Reflektierte Praxis im Kontext Qualitätsmanagement
- Interaktiver Workshop
- Fallbeispiele
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