FETeV Newsletter 2025-10

10.03.2025

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Der Newsletter erscheint bis auf wenige Ausnahmen wöchentlich.


Studie: Alternative Ernährungskonzepte bei Epilepsie: Mehr Flexibilität, ähnliche Wirkung

Für Menschen mit pharmakoresistenter Epilepsie galt lange Zeit die strenge ketogene Ernährung als wirksame Ergänzung zur medikamentösen Therapie. Eine neue Studie zeigt nun, dass auch weniger restriktive Ansätze ähnlich gute Effekte erzielen können. Besonders das Low Glycemic Index Treatment (LGIT) erweist sich als vielversprechende Alternative [Ana 2025]. Diese Ernährungsform erlaubt mehr Kohlenhydrate als die klassische ketogene Diät – bis zu 60 Gramm pro Tag –, setzt jedoch ausschließlich auf Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index.

Im direkten Vergleich mit der modifizierten Atkins-Diät (MAD) zeigte LGIT eine nahezu gleich starke Reduktion epileptischer Anfälle. Während bei MAD die Anfallshäufigkeit um 60,7 % sank, waren es bei LGIT 57 %. Nebenwirkungen traten seltener auf, insbesondere Beschwerden wie verminderte Sättigung, Verdauungsprobleme und ungünstige Blutfettwerte waren weniger häufig. Auch die Akzeptanz war besser: Während 66,6 % der MAD-Gruppe Nebenwirkungen angaben, waren es in der LGIT-Gruppe nur 50 %.

Die Studie deutet darauf hin, dass LGIT als Therapieoption für Kinder mit pharmakoresistenter Epilepsie gut geeignet sein könnte. Neben der vergleichbaren Wirksamkeit bietet diese Ernährung eine alltagstauglichere Umsetzung mit weniger Einschränkungen. Positive Effekte auf Kognition, Verhalten und Lebensqualität waren in beiden Gruppen festzustellen, was den potenziellen Nutzen dieser Ernährungsstrategie zusätzlich unterstreicht.


Podcast: querFELDein – Wissenschaft zum Anhören

Wie beeinflusst der Klimawandel die Landwirtschaft? Welche neuen Technologien verändern die Lebensmittelproduktion? Und wie sieht eine nachhaltige Ernährung aus? Der Podcast querFELDein geht diesen Fragen auf den Grund. Monatlich liefern Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis fundierte Einblicke in die Zukunft unserer Ernährung. Themen wie klimafreundliche Anbaumethoden, der Schutz der Artenvielfalt oder der Einfluss von Robotik in der Landwirtschaft stehen dabei im Mittelpunkt.

Ein Beispiel für die spannende Themenvielfalt des Podcasts ist die neueste Episode: Hier geht es um Gluten und dessen Auswirkungen auf den Körper. Zu Gast ist Prof. Dr. Katharina Scherf vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie. Sie erklärt, wie sich Weizenallergie, Zöliakie und Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität unterscheiden, welche Mechanismen dahinterstecken und welche Möglichkeiten es gibt, Beschwerden zu lindern.

querFELDein bietet nicht nur wissenschaftliche Hintergründe, sondern auch praxisnahe Ansätze für bewusste Entscheidungen. Jede Folge zeigt, wie Ernährung, Umwelt und Landwirtschaft zusammenhängen – und welche Rolle Verbraucherinnen und Verbraucher dabei spielen. Wer fundierte Informationen sucht und aktuelle Entwicklungen verstehen möchte, findet hier eine wertvolle Quelle.


IBE: Institut für intuitive und bedürfnisorientierte Ernährung

Das IBE-Institut wurde von den Diätologinnen Ingrid Pfaffinger und Andrea Zarfl gegründet. Es setzt sich für eine vorurteilsbewusste, diskriminierungssensible und gewichtsneutrale Ernährungsberatung ein. Der Fokus liegt auf einer Esskultur, die Freude, Genuss und Selbstbestimmung betont – frei von Verboten und Schuldgefühlen. Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Förderung eines positiven Körperbildes, unabhängig von Größe, Form oder Gewicht.

Das Institut bietet wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Fortbildungen, Seminare und Ressourcen für verschiedene Zielgruppen:

  • Fachkräfte erhalten Weiterbildungsmöglichkeiten zur intuitiven und bedürfnisorientierten Ernährung.
  • Eltern finden Unterstützung für eine entspannte Familienernährung und ein gesundes Körperbild der Kinder.
  • Organisationen profitieren von Vorträgen, Seminaren und Workshops zu zentralen Ernährungsthemen.
  • Blog & Newsletter liefern regelmäßig aktuelle Fachbeiträge, Praxistipps und Informationen zu neuen Seminaren.

Das IBE bietet eine Weiterbildung zur Fachkraft für intuitive und bedürfnisorientierte Ernährung in der Familie an. Dieses Blended-Learning-Modell kombiniert flexibles Selbststudium mit praxisnahen Live-Einheiten. Teilnehmende erhalten Zugriff auf verständliche Videos und interaktive Online-Termine in kleinen Gruppen, in denen praxisnahe Fallbeispiele besprochen und hilfreiche Therapie-Tools vorgestellt werden. Besonders hervorzuheben ist der Zugang zu über 90 Beratungsunterlagen für den sofortigen Einsatz sowie die Aufnahme in einen exklusiven FachexpertInnen-Pool nach erfolgreichem Abschluss. Die Weiterbildung ist E-Zert-qualifiziert und kann über Berufsverbände angerechnet werden.Zusätzlich veranstaltet das IBE regelmäßig Seminare zu aktuellen Themen der Ernährungsberatung.

  • 22. Mai 2025: Jenseits der Spiegel-Expo: Evidenzbasierte Körperbild-Interventionen
  • 14. Juni 2025: Intuitive Ernährung – ein gewichtsneutraler Therapieansatz
  • 4. Dezember 2025: Picky Eater liebevoll begleiten – von Druck zu mehr Genuss

Alle Seminare werden online über Zoom angeboten und bieten fundiertes Wissen für die praktische Anwendung. Mitglieder der FETeV erhalten 5 % Rabatt auf die Seminargebühren.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten sind auf der Website des Instituts verfügbar.


Download: Gallenblasengesundheit und Ernährung

Anfang 2025 startete das neue, fortlaufend erweiterbare Beratungspaket „Unser Körper“. Es beleuchtet vielfältige Aspekte zu Organen, Geweben und Regulationssystemen mit Schwerpunkt auf Wohlbefinden und ausgewogener Ernährung.

Die einzelnen Themen eignen sich für die fundierte Ernährungs- und Gesundheitsberatung und tragen so zur Vermittlung relevanter Kenntnisse bei. Sie sind praxiserprobt und lassen sich direkt im Beratungsalltag anwenden.

In dieser Woche steht unseren Mitgliedern als achtes Thema „Gallenblasengesundheit und Ernährung“ zum Download zur Verfügung.


Online-Seminar: Sarkopenie – früh erkennen, früh handeln, Folgeschäden abwenden

Typ: Online Seminar
Datum: 11.04.2025
Veranstaltet von: essakademie, essteam GbR
Referierende: Dr. Heike Niemeier
Kosten/Rabatt für Mitglieder: 10 % auf 149 EUR
Kurzbeschreibung laut Veranstalter:

Die Sarkopenie, das heißt der Verlust von Muskelmasse, Muskelkraft und Funktionalität, ist landläufig als Charakteristikum von betagten Menschen bekannt. Zunehmend sind jedoch auch (junge) Erwachsene und sogar Kinder von der Sarkopenie betroffen. Vom geringen Gewicht bzw. Body Mass Index allein lässt sich nicht auf die Sarkopenie schließen, denn sie kann auch bei Normalgewicht oder Adipositas (sarkopene Adipositas) vorliegen. Allen gemein ist ein erhöhtes Gesundheitsrisiko, das von Gelenkbeschwerden über Stoffwechsel- bis hin zu Herz-Kreislauferkrankungen und Demenz reicht.

In dem Seminar erfahren Sie die Diagnosekriterien nationaler und internationaler Fachgesellschaften und Möglichkeiten, die Sarkopenie auch in der Ernährungspraxis frühzeitig erkennen zu können. Aufgrund multifaktorieller Ursachen können verschiedene Therapiemöglichkeiten für die Lebensstil- und Ernährungsberatung abgeleitet werden, die in dem Seminar durch Fallbeispiele verdeutlicht werden.

Inhalte:

  • Was ist Sarkopenie?
  • Prävalenz der Sarkopenie
  • Pathogenese – wie kommt es zum Verlust der Muskelmasse?
  • Westliche Lebensstilfaktoren als Risikofaktoren
  • Muskelmasseverlust – Bedeutung für die Gesundheit
  • Diagnostik – BIA, Handkraftmessung u.a
  • Was tun? Ernährungstherapie, Training und Stressabbau.