FETeV Newsletter 2025-22

23.06.2025

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Der Newsletter erscheint bis auf wenige Ausnahmen wöchentlich.


Studie: Hochverarbeitetes Essen hinterlässt Spuren im Körper

Fertigprodukte, Snacks und Instantmahlzeiten zählen zu den sogenannten hochverarbeiteten Lebensmitteln. In einer aktuellen Studie untersuchte ein US-Forschungsteam, wie sich deren regelmäßiger Verzehr auf den Körper auswirkt [Aba 2025]. So zeigte sich, dass sich in Blut und Urin der Teilnehmenden bestimmte Stoffwechselprodukte nachweisen lassen, die mit dem Anteil solcher Lebensmittel in der Ernährung zusammenhängen. Diese Veränderungen wurden in Form von drei neuen Messwerten erfasst, sogenannten polymetabolischen Scores.

Menschen, die besonders viele hochverarbeitete Produkte zu sich nahmen, konsumierten deutlich mehr Zucker, weniger Ballaststoffe und weniger Vitamine und Mineralstoffe. Der Unterschied zeigte sich bereits beim Vergleich der Nährstoffverteilung: Weniger Eiweiß, weniger Mikronährstoffe, dafür mehr zugesetzter Zucker. Die Auswertung von Urin- und Blutproben belegte, dass dieser Ernährungsstil den Stoffwechsel umfassend beeinflusst – von der Verwertung von Fetten und Kohlenhydraten bis hin zu Spurenstoffen aus Verpackungen.

Die entwickelten Scores könnten in Zukunft dabei helfen, die Ernährung objektiver zu bewerten – unabhängig davon, wie genau Teilnehmende Fragebögen ausfüllen. In einem Folgeexperiment mit kontrollierter Ernährung war sogar anhand der Werte messbar, ob die Testpersonen viele oder keine hochverarbeiteten Lebensmittel erhalten hatten. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Produkte systematisch zu untersuchen.


Sachbuch: Ernährung bei ADHS

Viele Menschen mit ADHS erleben ständige Reizüberflutung, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme. Das Buch „Ernährung bei ADHS“ zeigt, wie eng diese Beschwerden mit dem Essverhalten verknüpft sein können – und wie sich mit einfachen Mitteln gegensteuern lässt. Statt pauschaler Regeln oder Fachchinesisch bietet es verständliche Zusammenhänge und sofort umsetzbare Tipps.

Der Ratgeber erklärt anschaulich, wie bestimmte Nährstoffe das Gehirn unterstützen – insbesondere bei Themen wie Antrieb, Stimmung und Fokus. Die Inhalte bleiben dabei praxisnah: ohne erhobenen Zeigefinger, mit vielen Routinen und Tools für den Alltag. Dazu kommen 60 unkomplizierte Rezepte, die nicht nur gesund, sondern auch familienfreundlich sind.

Wer nach kleinen Stellschrauben sucht, um den Alltag mit ADHS leichter zu machen, findet hier einen verlässlichen Begleiter. Das Buch ermutigt zu realistischen Veränderungen statt Perfektion und vermittelt spürbaren Handlungsspielraum – für Kinder, Erwachsene und alle, die sie begleiten.

Geschrieben von: Carola Bärle
Verlag /Jahr: Independently published 2025
ISBN-13: 979-8285189060

Hinweis in eigener Sache: Mehrere unserer Mitglieder und Lesenden raten vom Buch ab! Es scheint, als wurde das Buch von einer nicht professionellen Autorin (unter Zuhilfenahme von KI?) verfasst. Auffällig sind demnach zahlreiche Rechtschreibfehler und veraltete Quellen.


Best Practices: Lebensstilmodifikationen bei Schichtarbeit – Was hilft wirklich?

Schichtarbeit stört den natürlichen Biorhythmus und kann auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen führen: Schlafstörungen, Übergewicht, Bluthochdruck, depressive Verstimmungen. Wer in wechselnden Diensten arbeitet, braucht deshalb klare Strategien – auch in puncto Ernährung.

Was sich bewährt hat – Empfehlungen für den Alltag

Essen zur richtigen Zeit, Licht gezielt einsetzen, Schlaf schützen: Das Zusammenspiel dieser Faktoren kann die Belastungen des Schichtdiensts spürbar abfedern. Besonders in der Nachtarbeit kommt es auf kleine, aber gezielte Anpassungen an.

Vor der Nachtschicht

  • Leichte, ausgewogene Mahlzeit ca. 1–2 Stunden vor Schichtbeginn (z. B. Ofengemüse mit Hüttenkäse oder Linsensalat)
  • Verzicht auf Zucker und schwere Kost, um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden
  • Helles Licht oder Tageslichtlampe zur Aktivierung nutzen (mind. 10.000 Lux)

Während der Nachtschicht

  • Eiweißreiche Snacks (z. B. Joghurt mit Nüssen, hartgekochte Eier, Gemüsesticks mit Hummus)
  • Nur in der ersten Schichthälfte Koffein – danach meiden
  • Geplante Power-Naps von 15–20 Minuten, falls möglich
  • Warmes Getränk statt Süßes in der zweiten Nachthälfte (z. B. Kräutertee, Gemüsebrühe)

Nach der Nachtschicht

  • Sonnenbrille auf dem Heimweg, um das Gehirn nicht mit Tageslicht zu aktivieren
  • Kleine Mahlzeit mit Protein und etwas Kohlenhydraten (z. B. Rührei mit Vollkornbrot)
  • Abdunkeln, Schlafmaske und Ohrstöpsel zur Schlafoptimierung
  • Keine Bildschirme oder geistige Aktivität vor dem Schlafen

Zwischen den Schichten

  • Ruhezeiten einhalten: Mind. 24 Stunden zwischen den Diensten
  • Nicht mehr als 3 Nachtschichten in Folge
  • Zwei Schlafphasen möglich, wenn 7–8 Stunden am Stück nicht realisierbar sind

Zusätzliche Tipps

  • „Vorschlafen“ vor Nachtschichten, um Reserven zu schaffen
  • Am Wochenende Schlaf nachholen, ohne Schuldgefühle
  • Vor Frühdiensten: 2 Stunden vorher zur Ruhe kommen (gedimmtes Licht, keine Bildschirme)
  • Nach Frühdiensten: Mittagsschlaf möglichst vermeiden, um den Rhythmus nicht zu stören
  • Entspannungsübungen regelmäßig einbauen, z. B. Bodyscan, Progressive Muskelentspannung

Mit diesen Maßnahmen lässt sich der Alltag im Schichtdienst spürbar erleichtern – Schritt für Schritt, angepasst an den eigenen Rhythmus. Ziel ist nicht Perfektion, sondern Stabilität durch Struktur.


Themenbeitrag: Ultra processed food (UPF) – ein aktueller Diskurs

Ultraverarbeitete Lebensmittel (UPF) sind zunehmend in der Diskussion, da ihr hoher Konsum mit verschiedenen gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht wird. Der Artikel beleuchtet die Definition, Klassifikation und die kontroversen Debatten rund um UPF sowie deren Auswirkungen auf die Gesundheit. Leser erfahren, wie sie UPF im Kontext ihrer Ernährung sinnvoll bewerten und integrieren können.

Inhalt

  1. Einstieg: Mehr als nur Convenience
  2. Was heißt “verarbeitet” überhaupt?
  3. Der Begriff – ein schillerndes Konstrukt
  4. Einteilungs- und Klassifikationssysteme
  5. Was zeigen die verfügbaren Daten wirklich?
  6. Hyperpalatibilität und Ernährungsmuster
  7. Was heißt das für die Ernährungspraxis?
  8. Fazit: Zwischen Alarmismus und Augenmaß
  9. 🔓 Übersichtstabelle: Ein Vergleich der verfügbaren Klassifikationssysteme
  10. Literaturverzeichnis und Glossar

Online-Seminar: „Wenn´s an die Nieren geht“- Grundlagenseminar bei Niereninsuffizienz

Kategorie: Online-Seminar
Datum: 29.08.2025
Veranstaltet von: Weiterbildung Ernährung
Referierende: Barbara Contzen
Kosten/ Rabatt für Mitglieder: 10 % Rabatt auf 229 EUR
Kurzbeschreibung laut Veranstalter:

Als Klärwerk unseres Körpers leisten die Nieren jeden Tag Schwerstarbeit.In diesem Seminar wollen wir uns eingehend mit der Physiologie der Nieren und wichtige Blutparametern zur Erfassung der Leistungsfähigkeit der Nieren beschäftigen.

Im Anschluss wollen wir einige Nierenerkrankungen näher betrachten. Im Mittelpunkt steht das Krankheitsbild der ‚Chronischen Niereninsuffizienz’ mit den verschiedenen Stadien, die es zu erkennen gilt. Sie lernen die jeweilige Ernährungstherapie für die Stadien der Prädialyse kennen.

Inhalte:

  • Physiologische Grundlagen der Nieren
  • Aufgaben und Funktionen der Niere
  • Laborparameter zur Bestimmung der Nierenleistung
  • Nierensteine
  • Stadien der Niereninsuffizienz in der Prädialyse
  • Kalkulation der Energie- Makro-und Mikronährstoffzufuhr
  • Stoffwechselstörungen, die in der Prädialyse auftreten können:
    1. Metabolische Azidose
    2. Diabetische Nephropathie
    3. Knochen-und Mineralhaushalt