Akne – Kurzportrait zum Krankheitsbild

Inhaltstyp: Kurzprofil ? Unsere Kurzprofile beinhalten übersichtliche Steckbriefe, Checklisten oder auch Kurzportraits zu Ernährungsberatungs- und -Ernährungstherapie-relevanten Aspekten.

Das Handout zeigt Definition und Verbreitung, Ursachen und Risikofaktoren, verschiedene Formen der Erkrankung, Entstehung, Symptome, Folgen und Komplikationen, Diagnostik sowie die relevanten Therapiesäulen zur Akne.

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Zuletzt aktualisiert:

23. August 2026

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Definition und Verbreitung

  • Definition: Entzündliche Hauterkrankung durch verstopfte Talgdrüsen und Bakterien; führt zu Pickeln, Mitessern, teils Narben.
  • Verbreitung: Häufig in der Pubertät, kann auch Erwachsene betreffen; Männer und Frauen ähnlich oft betroffen; genetische Faktoren spielen mit.
  • Deutschland: Rund 80 % der Jugendlichen betroffen; etwa 20 % der Erwachsenen weiterhin Akneprobleme.

Ursachen und Risikofaktoren

  • Genetik (hoch): Familiäre Veranlagung; u. a. Gene wie IL-1, IL-6, TNF-α.
  • Hormone & Erkrankungen (hoch): Pubertät, Menstruation, PCOS, Adipositas.
  • Ernährung (mittel): Zucker, Milchprodukte, raffinierte Kohlenhydrate, gesättigte Fette.
  • Lebensstil (mittel): Stress, Schlafmangel, Rauchen, unzureichende Hautpflege.
  • Umwelt (gering–mittel): Luftverschmutzung, übermäßige Sonneneinstrahlung.
  • Medikamente (gering): Anabole Steroide, bestimmte Antidepressiva, Antikonvulsiva.

Formen

  • Akne vulgaris: Häufigste Form mit Mitessern, Papeln, Pusteln und Zysten.
  • Akne inversa (Hidradenitis suppurativa): Schmerzhafte Knoten v. a. in Achseln, Leisten, Brustbereich.
  • Postakne: Narben und Pigmentveränderungen nach abgeheilter Akne.
  • Neonatale Akne: Milde Form bei Neugeborenen, heilt meist spontan ab.

Entstehung

  • Talgüberproduktion: Hormonell bedingte Mehrproduktion in den Talgdrüsen.
  • Follikelverstopfung: Mischung aus Talg und Hautzellen blockiert Haarfollikel → Mitesser.
  • Bakterienwachstum: Propionibacterium acnes vermehrt sich im verstopften Follikel.
  • Entzündung: Immunreaktion mit Rötung, Schwellung, Schmerzen.
  • Läsionen: Bildung von Papeln, Pusteln, ggf. Knoten und Zysten.
  • Narben: Schwere Verläufe hinterlassen Hautschäden und Narben.

Symptome

  • Körperlich: Hautunreinheiten, Mitesser, Papeln, Pusteln, fettige Haut, Rötungen, Schmerzen, Juckreiz.
  • Psychisch: Niedergeschlagenheit, Angst, vermindertes Selbstwertgefühl, soziale Rückzüge, Depression.
  • Ernährungsbezogen: Keine direkten Symptome; ungesunde Ernährung kann Hautbild verschlechtern.
  • Leistungsbezogen: Geringeres Selbstvertrauen, Einschränkungen der Lebensqualität, Probleme in sozialen Kontakten.

Häufige Folgen und Komplikationen

  • Komplikationen: Narben, psychische Belastungen, Hautinfektionen.
  • Folgeerkrankungen: Dermatitis, Rosazea.
  • Begleiterkrankungen: Depression, Angststörungen.

Diagnostik

  • Anamnese: Hautveränderungen, Verlauf, Schweregrad, familiäre Belastung, bisherige Therapien.
  • Anthropometrie: Größe, Gewicht, BMI (bei Verdacht auf hormonelle Ursachen relevant).
  • Labor: Hormonspiegel (z. B. Androgene), Entzündungsmarker.
  • Apparativ: Hautuntersuchung, ggf. Dermatoskopie.

Therapiesäulen

  • Medikamentöse Therapie: Benzoylperoxid, topische Retinoide, Antibiotika, Hormontherapie, Isotretinoin.
  • Lebensstil & Hautpflege: Regelmäßige Hautpflege, Stressmanagement, Schlaf, Vermeidung von Hautirritationen.
  • Ernährung: Ausgewogen, weniger Zucker und raffinierte Kohlenhydrate, Verzicht auf Milchprodukte.
  • Weitere Verfahren: Lichttherapie, Akupunktur, Nahrungsergänzungen.
  • Chirurgische Optionen: Drainage von Zysten, chemisches Peeling, Lasertherapie.