Asthma bronchiale – Kurzportrait zum Krankheitsbild

Inhaltstyp: Kurzprofil ? Unsere Kurzprofile beinhalten übersichtliche Steckbriefe, Checklisten oder auch Kurzportraits zu Ernährungsberatungs- und -Ernährungstherapie-relevanten Aspekten.

Asthma ist eine chronische Entzündungskrankheit der Atemwege, die durch Überempfindlichkeit der Bronchien zu Atemnot, Husten und pfeifenden Atemgeräuschen führt. Die Erkrankung beginnt oft schon im Kindesalter und kann unbehandelt zu schweren Einschränkungen der Lebensqualität und Folgeschäden an der Lunge führen.

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Zuletzt aktualisiert:

23. August 2026

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Definition und Verbreitung

  • Definition: chronische Entzündung der Atemwege mit Überempfindlichkeit der Bronchien; führt zu Atemnot, Husten und pfeifenden Atemgeräuschen
  • Verbreitung: häufig bei Kindern und Jugendlichen, betrifft beide Geschlechter, oft familiäre Häufung
  • Deutschland: ca. 10–15 % der Bevölkerung (7–10 Mio. Menschen) betroffen

Ursachen und Risikofaktoren

  • Umwelt & Allergene (hoch): Luftverschmutzung, Pollen, Tierhaare, städtisches Umfeld
  • Erkrankungen (hoch): Allergien, Atemwegsinfektionen, Refluxkrankheit (GERD)
  • Genetik (mittel): Familiäre Veranlagung, u. a. Gene IL4, IL13, ADAM33
  • Lebensstil (mittel): Rauchen, Bewegungsmangel, Stress, Alkoholmissbrauch
  • Ernährung (mittel–gering): Übergewicht, wenig Antioxidantien, Omega-3-Mangel, viele verarbeitete Lebensmittel
  • Medikamente (gering): NSAR, Beta-Blocker, ACE-Hemmer als mögliche Auslöser

Formen

  • Allergisches Asthma: Ausgelöst durch Allergene wie Pollen, Milben, Tierhaare
  • Nicht-allergisches Asthma: Trigger sind Stress, Wetterwechsel, Luftverschmutzung
  • Kindliches Asthma: Beginn in der frühen Kindheit, oft mit Allergien verbunden
  • Erwachsenenasthma: Auftreten erst im Erwachsenenalter, meist ohne Kindheitsanamnese
  • Anstrengungsinduziertes Asthma: Beschwerden nach körperlicher Belastung oder Sport

Entstehung

  • Entzündung: Überempfindliche Bronchialschleimhaut reagiert auf Allergene oder Reizstoffe.
  • Hyperreaktivität: Atemwege reagieren übermäßig stark auf Trigger wie Kälte, Rauch, Stress.
  • Bronchokonstriktion: Verengung durch Kontraktion der glatten Bronchialmuskulatur.
  • Schleimproduktion: Übermäßige Schleimbildung blockiert zusätzlich die Atemwege.
  • Remodelling: Dauerentzündung führt zu strukturellen Veränderungen und chronischer Verengung.

Symptome

  • Körperlich: Atemnot, Husten, Keuchen, Brustenge, Schleimproduktion, schnelle Atmung, Müdigkeit, Schlafstörungen, häufige Atemwegsinfekte
  • Psychisch: Angst, Stress, depressive Verstimmungen, Nervosität
  • Ernährungsbezogen: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust
  • Leistungsbezogen: Geringere Belastbarkeit, schnelle Erschöpfung, Konzentrationsprobleme

Folgen und Komplikationen

  • Komplikationen: Akute Asthmaanfälle, Luftnot bei Belastung, häufige Infekte, Lungenentzündung
  • Folgeerkrankungen: COPD, Lungenemphysem
  • Häufige Begleiterkrankungen: Allergien, atopische Dermatitis, Nasenpolypen, Refluxkrankheit

Diagnostik

  • Anamnese: Symptome, Häufigkeit der Anfälle, familiäre Belastung, Allergien, Auslöser
  • Anthropometrie: Größe, Gewicht, BMI
  • Labor: Blutgasanalyse, Entzündungsmarker, Allergietests
  • Apparativ: Lungenfunktionstest, Peak-Flow-Messung, Thorax-Röntgen

Therapiesäulen

  • Medikamentöse Therapie: Bronchodilatatoren, inhalative Kortikosteroide, Leukotrienantagonisten, Anticholinergika
  • Lebensstil: Regelmäßige Bewegung, Atemtherapie, Stressreduktion, Rauch- und Schadstoffvermeidung
  • Ernährung: Ausgewogene Kost, Allergenvermeidung, entzündungshemmende Lebensmittel
  • Weitere Maßnahmen: Atemübungen, Allergenkontrolle, Physiotherapie
  • Chirurgische Therapie: Thermoplastik der Bronchien, in schweren Fällen Lungentransplantation