FETeV Newsletter 2024-36

07.10.2024

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Der Newsletter erscheint bis auf wenige Ausnahmen wöchentlich.


Studie: Omega-3-Fettsäuren bei Akne?

Eine aktuelle prospektive Interventionsstudie untersuchte den Einfluss von Omega-3-Fettsäuren und der mediterranen Ernährung auf die Reduktion von Akne-Läsionen. Die Studienergebnisse zeigen, dass eine Kombination aus einer mediterranen Ernährungsweise und der Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren zu einer signifikanten Verbesserung des Hautbildes führen kann [Gue 2024]. Diese positiven Effekte könnten auf die entzündungshemmenden Eigenschaften von Omega-3-Fettsäuren, insbesondere Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), zurückzuführen sein.

In der Studie erhielten 60 Teilnehmer, die zu Beginn fast alle ein Omega-3-Defizit aufwiesen, täglich eine Omega-3-Supplementierung in Kombination mit einer mediterranen Kost. Diese Diät bestand hauptsächlich aus unverarbeiteten, pflanzlichen Lebensmitteln, während Milchprodukte und hochverarbeitete Nahrungsmittel reduziert wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnehmer eine deutliche Reduktion der Akne-Läsionen verzeichneten. Dennoch bleibt die Studienlage aufgrund des Fehlens einer Placebogruppe und der überwiegend weiblichen Teilnehmergruppe unsicher.

Die Wissenschaftler der Universitätsklinik München betonen, dass Ernährungsempfehlungen und Lebensstilinterventionen wertvolle Ergänzungen in der modernen Aknebehandlung darstellen. Eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren könnte daher eine zusätzliche Option für die Aknetherapie bieten, besonders bei nachgewiesenen Nährstoffdefiziten.


App: F50 als Unterstützung bei Essstörungen

Die F-50 App bietet eine umfassende digitale Unterstützung für Menschen mit Essstörungen wie Bulimie, Binge-Eating und Anorexia nervosa. Sie kombiniert evidenzbasierte Inhalte mit einem individualisierten Ansatz, der sich flexibel an die Bedürfnisse der Nutzer anpasst. Zu den zentralen Angeboten zählen ein Online-Kurs zur Aufarbeitung der Ursachen der Essstörung, ein Buddy-Programm mit Begleitung durch ehemalige Betroffene sowie eine Online-Community für den Austausch und die gegenseitige Unterstützung.

Besonderes Merkmal der F-50 App ist der Peer-Support-Ansatz, bei dem ehemalige Betroffene als „Buddies“ fungieren und die Teilnehmer auf ihrem Weg zur Genesung unterstützen. Darüber hinaus gibt es wöchentliche Podcast-Episoden, die authentische Einblicke in das Thema Essstörungen bieten, sowie einen kostenlosen Selbsttest zur Einschätzung des eigenen Essverhaltens. Die App kann therapiebegleitend oder unabhängig genutzt werden.

Ziel der F-50 App ist es, den Zugang zu Hilfe zu erleichtern und Betroffenen eine niederschwellige und gleichzeitig professionelle Begleitung anzubieten. Ergänzende Funktionen wie Selbsteinschätzungsfragebögen, ein digitales Tagebuch zur Protokollierung von Mahlzeiten und Gefühlen sowie Notfallhilfe in Krisensituationen sorgen für eine umfassende Unterstützung im Alltag.


Best Practices: Ernährung bei Mastozytose

Menschen mit Mastozytose sollten auf Lebensmittel verzichten, die Beschwerden und allergische Reaktionen auslösen können. Häufige Triggerfaktoren sind Allergene und Histamin. Zu den allergenen Lebensmitteln zählen u.a. Eier, Erdnüsse, Kuhmilch und Schalenfrüchte. Histaminreiche Lebensmittel wie gereifter Käse, fermentierte Produkte, Meeresfrüchte und bestimmte Früchte wie Erdbeeren oder Bananen sollten ebenfalls vermieden werden, da sie Symptome wie Juckreiz, Rötungen oder Bauchschmerzen verstärken können.

Eckpunkte

  • Vermeidung von Trigger-Lebensmitteln: Menschen mit Mastozytose sollten Lebensmittel vermeiden, die bei ihnen Symptome auslösen, insbesondere histaminreiche und allergene Lebensmittel wie Fisch, Meeresfrüchte, Milchprodukte, Nüsse und fermentierte Produkte. Der Verzicht auf diese Nahrungsmittel kann helfen, allergische Reaktionen und Beschwerden zu reduzieren, obwohl die Evidenzbasis dazu begrenzt ist und weitere Forschung benötigt wird [Fel 1983].
  • Histaminreiche Lebensmittel: Die im Text genannten histaminreichen Lebensmittel sind korrekt. Lebensmittel wie gereifter Käse, fermentierte Produkte, Alkohol, Schokolade und bestimmte Früchte enthalten oft viel Histamin und können Symptome wie Hautreaktionen, Juckreiz und Magen-Darm-Beschwerden verstärken. Eine histaminarme Ernährung wird als Teil des Managements bei Mastozytose empfohlen, um Symptome zu reduzieren [Mai 2007].
  • Individuelle Unverträglichkeiten: Bei Mastozytose kann die Toleranz gegenüber bestimmten Lebensmitteln sehr individuell sein. Die Empfehlung, ein Ernährungstagebuch zu führen und Symptome zu beobachten, ist sinnvoll, da sie hilft, persönliche Trigger zu identifizieren und die Ernährung entsprechend anzupassen [Ree 2018].
  • Ernährungsberatung: Eine individuelle Ernährungsberatung in spezialisierten Zentren kann helfen, die Ernährung auf die persönlichen Bedürfnisse abzustimmen und geeignete Rezepte zu finden. Dies ist besonders wichtig, da die Reaktionen auf Lebensmittel sehr unterschiedlich sein können und eine gezielte Anpassung oft notwendig ist [Ree 2018].

Eine verträgliche Ernährung basiert vor allem auf frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln. Empfehlenswert sind glutenfreies Getreide wie Reis und Quinoa, frisches Obst und Gemüse sowie kurz gelagerte Produkte. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, individuelle Unverträglichkeiten zu identifizieren. Da die Reaktion auf bestimmte Nahrungsmittel verzögert auftreten kann, ist die Beobachtung über einen längeren Zeitraum sinnvoll. Für eine individuell angepasste Ernährungsstrategie bietet sich eine professionelle Ernährungsberatung an.


Blogazine: Wechseljahre – Mit Ernährung vom Hormonchaos zur Balance

Die Wechseljahre sind ein natürlicher Teil des Lebens jeder Frau und markieren den Übergang vom fruchtbaren Alter hin zur Menopause. Diese Phase ist durch tiefgreifende hormonelle Veränderungen geprägt, die sich auf den gesamten Körper auswirken können. Ob Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen – die Symptome sind vielfältig und betreffen jede Frau unterschiedlich stark. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie mit den richtigen Ernährungsempfehlungen und unterstützenden Maßnahmen die Beschwerden lindern und die Gesundheit langfristig fördern können.

Download: Personalisierbare Lebensmittelliste bei Wechseljahresbeschwerden

Es steht ab sofort eine personalisierbare Lebensmittelliste zu Wechseljahres-beschwerden zur Verfügung. Diese bietet eine Auswahl an Lebensmitteln, die unterstützend wirken können.

  • Formularfelder: Enthalten anpassbare Lebensmittelempfehlungen; Titel, Name und Kontaktdaten sind individuell ergänzbar.
  • Format: Verfügbar im A4-PDF-Format, erleichtert Ausdruck sowie digitale Weitergabe.
  • Design: Klare Gestaltung für gute Lesbarkeit, effizienten Druck und schnelle Informationsaufnahme.

Die Liste ist ein praktisches Instrument für Fachkräfte, um ihre Beratung zu individualisieren.


Online-Seminar: Öffentlichkeitsarbeit ist alles!

Kategorie: Online-Seminar
Datum: 08.11.2024
Veranstaltet von: essens wissenswerk
Referierende: Janina Kaiser, Dr. Heike Niemeier
Kosten/ Rabatt für Mitglieder: 340 statt 380 EUR
Kurzbeschreibung laut Veranstalter:

Fortbildung mit hohem Praxisanteil für Neu- und Durchstarter:innen

Die Öffentlichkeitsarbeit ist entscheidend, um Kund:innen, Patient:innen und Klient:innen zu erreichen. In dieser Fortbildung legen wir den Fokus auf die Menschen, die Sie erreichen möchten. Dabei ist die Gestaltung eines gezielten Angebots genauso wichtig wie die Wahl der passenden Kommunikationskanäle, Worte und Bilder. Damit das neue Marketing-Wissen im eigenen Berufsalltag direkt umgesetzt werden kann, hat die Fortbildung einen Workshop-Charakter mit hohem Praxisteil und Raum für Austausch.

Sie richtet sich vor allem an diejenigen, bei denen die Öffentlichkeitsarbeit im Berufsalltag immer zu kurz kommt oder die den Durchblick im riesigen Angebot der Möglichkeiten erhalten möchten.

Zielgruppe 

Kolleg:innen und (zukünftige) Ernährungsexpert:innen, Selbstständige im Gesundheitsbereich,  Physiotherapeut:innen und Fitness-Trainer:innen, Mitarbeiter:innen in (zahn-)medizinischen Praxen

Inhalte

  1. Die eigene Zielgruppe definieren und das richtige Angebot gestalten
  2. Passende Kommunikationskanäle auswählen und Marketingmaßnahmen entwickeln
  3. Die Macht der Worte und Bilder und Entwicklung eigener Medien