14.10.2024
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Inhaltsverzeichnis
Aktuelle Wissenschaft
Studie: Süßstoff Thaumatin mit entzündungshemmendem Potenzial?
Eine Studie des Leibniz-Instituts München untersuchte den natürlichen Süßstoff Thaumatin auf seine entzündungshemmenden Eigenschaften. Das Forschungsteam fand heraus, dass bei der Verdauung von Thaumatin im Magen bittere Eiweißfragmente (Peptide) entstehen, die physiologische Effekte auf den Magen haben können [Ric 2024]. In Laborversuchen an Magenzellen hemmen diese Peptide deutlich die Freisetzung eines entzündungsfördernden Botenstoffs (Interleukin 17A), das durch das Bakterium Helicobacter pylori induziert wird.
Die Studienergebnisse zeigen, dass die Wirkung der Peptide auf einem Bittergeschmacksrezeptor (TAS2R16) der Magenzellen basiert. Die Konzentrationen der getesteten Eiweißfragmente entsprachen denen, die nach dem Verzehr einer handelsüblichen Süßstofftablette im Magen erreicht werden könnten. Die Forscher vermuten daher, dass Thaumatin und seine Abbauprodukte das Potenzial haben, entzündliche Magenerkrankungen zu beeinflussen und die molekularen Mechanismen von H. pylori-bedingten Entzündungen zu modulieren.
Die Forschenden heben die Bedeutung weiterer Untersuchungen zur entzündungshemmenden Wirkung von Thaumatin hervor. Langfristig könnte das süße Protein neue Ansätze zur Ernährungstherapie von Magenerkrankungen bieten, insbesondere bei Infektionen mit Helicobacter pylori.
Vorgestellt
Podcast: Die Verdauungscouch
Drei Gastroenterologen haben eine neue Podcast-Reihe ins Leben gerufen, um häufig unbehandelte Themen rund um Magen-Darm-Erkrankungen aufzugreifen. Mit dem Podcast „Die Verdauungscouch“ möchten sie fundierte Informationen direkt aus ihrer Praxis teilen und auf Beratungsaspekte eingehen, die in der Sprechstunde oft zu kurz kommen.
In jeder Folge wird ein spezielles Thema rund um Magen, Darm und Verdauung besprochen. Der Podcast richtet sich an Interessierte, die sich tiefer mit gastroenterologischen Fragestellungen beschäftigen möchten. Themenvorschläge für zukünftige Episoden können über die Homepage eingereicht werden.
In der ersten Episode geht es um das Thema „Magen-Darm-Beschwerden – Was ist Basisdiagnostik?“ und welche grundlegenden Untersuchungen in der Diagnostik typischer Beschwerden durchgeführt werden sollten.
Beratungspraxis
Ernährungsintervention: Purinarme Kost zur Reduktion erhöhter Harnsäurespiegel
Die folgenden Ernährungsempfehlungen helfen, den Harnsäurespiegel zu senken und das Risiko zum Beispiel für Gichtanfälle zu reduzieren. Bei den genannten Lebensmitteln handelt es sich um eine Auswahl.
Bevorzugen purinarmer Lebensmittel (<50 mg Purin/ 100 g)
- Gemüse und Salate: Aubergine, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Fenchel, Gurke, Karotten, Kopfsalat, Kürbis, Paprika, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Spargel, Tomate, Zucchini
- Obst und Fruchterzeugnisse: Apfel, Aprikose, Birne, Erdbeere, Heidelbeere, Himbeere, Kirsche, Mango, Melone, Pflaume, Traube, Zitrusfrüchte (z.B. Orange, Mandarine)
- Getreide und Getreideprodukte: Haferflocken, Hirse, Polenta, Reis, Vollkornbrot, Weizenmehlprodukte (Nudeln, Brot), Zwieback
- Milch/-erzeugnisse: Joghurt, Buttermilch, Magerquark, Mozzarella, Hüttenkäse, fettarme Milch, fettarmer Käse (unter 30 % Fett i. Tr.)
- Eier und pflanzliche Proteinalternativen: Hühnerei, Ei-Ersatzprodukte (auf Basis von Soja oder Kichererbsen), Tofu (in Maßen)
Lebensmittel mit hohem Puringehalt meiden (>150 mg Purin/ 100 g)
- Fleisch, Innereien und Wurstwaren: Schweine- und Kalbsbries, Leber, Niere, Thymusdrüse, Milz, Sülze, Zungenwurst, Blutwurst, Corned Beef, Wildfleisch, Hackfleisch, Wurstwaren aus Innereien
- Fische und Meeresfrüchte: Sardellen, Hering, Makrele, Lachsforelle, Schellfisch, Thunfisch, Kaviar, Sprotten, Sardinen, Muscheln, Garnelen, Krabben
- Alkoholische Getränke: Bier, Liköre, hochprozentiger Alkohol (z.B. Whisky, Rum)
Hinweis: Hülsenfrüchte und Nüsse wie Erbsen, Linsen, Sojabohnen, Kichererbsen, Erdnüsse und Cashewkerne sind zwar auch purinreich. Die Studienlage zeigt jedoch, dass pflanzliche Purine weitgehend unbedenklich sind.
Einflüsse auf die Purinausscheidung und Harnsäurebildung berücksichtigen
- Reduzierung der Alkoholaufnahme: Besonders Bier enthält neben Alkohol auch hohe Purinmengen und sollte strikt gemieden werden, da es die Harnsäureausscheidung hemmt.
- Erhöhte Flüssigkeitszufuhr: Mindestens 2-3 Liter pro Tag, um die Harnsäurekonzentration im Blut zu senken und die Ausscheidung über die Nieren zu fördern. Besonders geeignet sind Wasser, ungesüßte Kräutertees und Kaffee in Maßen (dieser kann laut Studien die Harnsäureausscheidung fördern).
- Moderate Eiweißzufuhr: Eine zu hohe Eiweißaufnahme kann die Harnsäureproduktion ankurbeln. Daher sollte die Proteinzufuhr aus Milchprodukten und pflanzlichen Quellen erfolgen, die einen niedrigen Puringehalt aufweisen.
Zusätzliche Empfehlungen zur purinarmen Ernährung
- Fruktose vermeiden: Fruktose (z.B. in gesüßten Getränken und verarbeiteten Lebensmitteln) kann die Harnsäureproduktion erhöhen. Stark fruktosehaltige Lebensmittel und Softdrinks sollten daher eingeschränkt werden.
- Gewichtskontrolle: Übergewicht erhöht das Risiko für hohe Harnsäurespiegel und Gichtanfälle. Eine fettarme Ernährung unterstützt die Harnsäureausscheidung.
- Kombination von pflanzlichen Proteinen: Trotz des höheren Puringehalts sollten Hülsenfrüchte in Maßen konsumiert werden. Die Kombination mit Getreide kann den Proteinbedarf decken.
- Vitamin C-Zufuhr: Vitamin C kann die Harnsäureausscheidung unterstützen. Tägliche Dosierungen bis zu 500 mg können hilfreich sein.
Mitgliederservice/ Interna
Galerietool: Zucker und Süßungsmittel
Unseren Mitgliedern steht ein kleines Galerietool mit den bekanntesten Zuckern und Süßungsmitteln zur Verfügung. Die kleinen Steckbriefe bieten relevante Informationen wie
- Süßkraft
- Energiegehalt und Blutzuckerwirkung
- Vorkommen sowie
- gesundheitliche Aspekte
Es stehen mehrere Ansichten zur Auswahl. Das Galerietool ist am Ende des folgenden Beitrags verfügbar. Den Mitgliedern ist es erlaubt, die Informationen für Social Media-Aktivitäten und Posts zu verwenden.
Fort- und Weiterbildungen (extern)
Online-Seminar: Darmgesund im Sport – Mehr Leistung und Wohlbefinden für SportlerInnen
Kategorie: Webinar/ Online-Seminar
Datum: 09.11.2024
Veranstaltet von: DiaEATa-Akademie
Referierende: Matthias Zöpke
Kosten/ Rabatt für Mitglieder: 10 % auf 220 EUR
Kurzbeschreibung laut Veranstalter:
Fast jeder kennt jemanden der von einer onkologischen Erkrankung betroffen ist. Angehörige als auch Patienten versuchen über die Ernährung ihre onkologische Therapie positiv zu beeinflussen denn dies ist oft der Part der noch gestaltet werden kann. Als Ernährungstherapeut*innen stehen wir den Patienten und An- und Zugehörigen zur Seite.
Durch vielfältige Nebenwirkungen als auch der oft, allgegenwertigen Mangelernährung ist die Ernährungstherapie genauso individuell wie unsere Patient*innen.
Ein guter Ernährungsstatus kann die onkologische Therapie positiv beeinflussen. Jedoch sind viele Patientinnen bereits zur Diagnose unter- oder mangelernährt. Daher gilt es schnell zu handeln und gemeinsam mit den Patientinnen einen Therapie- und Handlungsplan zu erarbeiten.
Sie werden befähigt, sich handlungssicher und leitliniengerecht im onkologischen Therapiefeld zu bewegen. Wir decken auf, wie onkologische Mangelernährung erkannt und behandelt wird. Sie lernen, mit den Nebenwirkungen verschiedener onkologischer Therapien umzugehen und passen die individuelle Ernährungstherapie der Patient*innen situationsgerecht an. Nach Abschluss sind Sie in der Lage, kompetent und sicher im Bereich der onkologischen Ernährungstherapie zu agieren.
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