Pantothensäure – Kleiner Steckbrief

Inhaltstyp: Kurzprofil ? Unsere Kurzprofile beinhalten übersichtliche Steckbriefe, Checklisten oder auch Kurzportraits zu Ernährungsberatungs- und -Ernährungstherapie-relevanten Aspekten.

Dieses Handout unterstützt die Beratung und Wissensvermittlung bei schwerer Mangelernährung oder chronischem Alkoholmissbrauch sowie bezüglich der Anwendung von Dexpanthenol in Haut- und Wundpflege.

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Zuletzt aktualisiert:

31. März 2026

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Funktionen

  • Energiegewinnung: Bestandteil von Coenzym A, wichtig für den Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen.
  • Fettsäuresynthese: Notwendig für den Aufbau und Umbau von Fettsäuren.
  • Neurotransmitter-Synthese: Beteiligung an der Bildung von Acetylcholin, wichtig für das Nervensystem.
  • Hormonsynthese: Mitwirkung an der Bildung von Steroidhormonen und Vitamin D.

Therapeutische Relevanz

  • Wundheilung: Einsatz von Dexpanthenol (Vorstufe von Pantothensäure) in Salben.
  • Stress und Erschöpfung: Unterstützende Rolle im Energiestoffwechsel.
  • Neuropathien: Hochdosiert in einzelnen Fällen untersucht, Nutzen begrenzt.

Bedarf und Zufuhr

  • DGE (mg pro Tag): Erwachsene 6; Jugendliche 4–6; Kinder 2–4.
  • RDA/EFSA (mg pro Tag): Erwachsene 5; Schwangerschaft/Stillzeit 5–7.
  • Ist-Zufuhr (Deutschland): Durchschnittlich 5–7 mg pro Tag – meist ausreichend.

Vorkommen

  • Pflanzliche Lebensmittel: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Pilze, Avocado, Brokkoli.
  • Tierische Lebensmittel: Leber, Niere, Eier, Milchprodukte, Fleisch, Fisch.
  • Besonderheiten: Pantothensäure ist weit verbreitet („pan“ = überall), Name leitet sich davon ab.

Eigenschaften und Einflüsse

  • Eigenschaften: Wasserlöslich, hitze- und lagerungsempfindlich.
  • Aktive Formen: Pantothensäure als Bestandteil von Coenzym A und Acylträgerprotein.
  • Verminderte Aufnahme durch: Längeres Erhitzen, Konservierung, industrielle Verarbeitung.
  • Erhöhte Aufnahme durch: Frische und schonende Zubereitung.
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Keine klinisch relevanten bekannt.
  • Wechselwirkungen mit Nährstoffen: Synergien mit anderen B-Vitaminen im Energiestoffwechsel.

Möglicher Mangel

  • Ursachen: Sehr selten, nur bei extremer Mangelernährung oder genetischen Defekten.
  • Symptome: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Kribbeln in Händen und Füßen („Burning-Feet-Syndrom“).
  • Risikogruppen: Menschen mit schwerer Mangelernährung, Alkoholkranke, selten genetische Defekte.

Toxizität

  • Ursachen: Hohe Zufuhr durch Nahrungsergänzung.
  • Symptome: Bei sehr hohen Dosen Durchfall und Magenbeschwerden.
  • Sichere Dosis (UL, EFSA): Keine Obergrenze festgelegt.

Bestimmung Status

  • Pantothensäure im Serum oder Urin: Labormarker, selten routinemäßig bestimmt.
  • Funktionelle Tests: Kaum etabliert, Mangel meist klinisch vermutet.

Nahrungsergänzung (NEM)

  • Maximale Dosierung: Keine festgelegte Obergrenze; Präparate meist 5–10 mg, therapeutisch auch höher.
  • Geeignete Verbindungen: Pantothensäure, Dexpanthenol in äußerlicher Anwendung.
  • Wirksame Kombinationen: Sinnvoll in Vitamin-B-Komplex-Präparaten.
  • Besonderheiten beim Kauf: Für die meisten Menschen nicht notwendig, da breite Versorgung über Lebensmittel.

Zugelassene Health Claims

  • Pantothensäure trägt zu einer normalen Synthese und zu einem normalen Stoffwechsel von Steroidhormonen, Vitamin D und einigen Neurotransmittern bei.
  • Pantothensäure trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • Pantothensäure trägt zu einer normalen geistigen Leistung bei.
  • Pantothensäure trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.