Vitamin B2 (Riboflavin) – Kleiner Steckbrief

Inhaltstyp: Kurzprofil ? Unsere Kurzprofile beinhalten übersichtliche Steckbriefe, Checklisten oder auch Kurzportraits zu Ernährungsberatungs- und -Ernährungstherapie-relevanten Aspekten.

Diese Handout eignet sich zur Aufklärung bei niedriger Aufnahme durch einseitige Ernährung, zur Prävention in Schwangerschaft und Stillzeit, zur Beratung bei Migräneprophylaxe, Alkoholmissbrauch und chronischen Krankheiten.

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Zuletzt aktualisiert:

31. März 2026

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Funktionen

  • Energiegewinnung: Bestandteil der Coenzyme FMN und FAD, wichtig für Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen.
  • Zellschutz: Beteiligung am antioxidativen System (Glutathion-Reduktase).
  • Sehvorgang: Unterstützt Funktion der Netzhaut.
  • Wachstum und Entwicklung: Fördert Zellteilung und Gewebewachstum.

Therapeutische Relevanz

  • Migräneprophylaxe: Hochdosiertes Riboflavin wird zur Vorbeugung eingesetzt.
  • Augenerkrankungen: Mangel kann zu Hornhautveränderungen führen.
  • Schilddrüsenerkrankungen: Unterstützt Stoffwechselprozesse.
  • Ariboflavinose: Klassisches Mangelsyndrom mit Haut- und Schleimhautveränderungen.

Bedarf und Zufuhr

  • DGE (mg pro Tag): Männer 1,4; Frauen 1,1; Jugendliche 1,1–1,4; Schwangerschaft 1,3; Stillzeit 1,4.
  • RDA/EFSA (mg pro Tag): Erwachsene 1,6; Schwangerschaft 1,9; Stillzeit 2,0.
  • Ist-Zufuhr (Deutschland): Durchschnittlich 1,2–1,4 mg pro Tag – überwiegend ausreichend, bei Frauen und älteren Menschen teils niedriger.

Vorkommen

  • Pflanzliche Lebensmittel: Vollkornprodukte, Pilze, Mandeln, Brokkoli.
  • Tierische Lebensmittel: Milch, Käse, Eier, Fleisch, Fisch, Leber.
  • Besonderheiten: Riboflavin ist lichtempfindlich, geht bei Lagerung in hellem Licht verloren (z. B. Milch in Glasflaschen).

Eigenschaften und Einflüsse

  • Eigenschaften: Wasserlöslich, lichtempfindlich, mäßig hitzestabil.
  • Aktive Formen: FMN (Flavinmononukleotid), FAD (Flavinadenindinukleotid).
  • Verminderte Aufnahme durch: Alkoholmissbrauch, bestimmte Medikamente.
  • Erhöhte Aufnahme durch: Gute Versorgung über Milchprodukte und Vollkorn.
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Antidepressiva und Chemotherapeutika können den Stoffwechsel beeinflussen.
  • Wechselwirkungen mit Nährstoffen: Eng verbunden mit Vitamin B6 und Niacin im Energiestoffwechsel.

Möglicher Mangel

  • Ursachen: Einseitige Ernährung, Alkoholmissbrauch, chronische Krankheiten.
  • Symptome: Hautentzündungen, rissige Mundwinkel, Zungenentzündung, Lichtempfindlichkeit, Müdigkeit.
  • Risikogruppen: Ältere Menschen, Alkoholkranke, Schwangere, Menschen mit chronischen Krankheiten.

Toxizität

  • Ursachen: Keine relevanten Risiken bekannt.
  • Symptome: Keine toxischen Wirkungen beschrieben.
  • Sichere Dosis (UL, EFSA): Keine Obergrenze festgelegt.

Bestimmung Status

  • Erythrozyten-Glutathion-Reduktase-Aktivität: Funktioneller Marker, erniedrigt bei Mangel.
  • Riboflavinkonzentration im Blut oder Urin: Ergänzende Marker, jedoch weniger aussagekräftig.

Nahrungsergänzung (NEM)

  • Maximale Dosierung: Keine Obergrenze festgelegt; therapeutisch bis 400 mg bei Migräneprophylaxe.
  • Geeignete Verbindungen: Riboflavin oder Riboflavin-5-Phosphat.
  • Wirksame Kombinationen: Sinnvoll in Vitamin-B-Komplex-Präparaten.
  • Besonderheiten beim Kauf: Hochdosierte Präparate färben den Urin gelb-orange – das ist jedoch harmlos.

Zugelassene Health Claims

  • Riboflavin trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Riboflavin trägt zur Erhaltung normaler roter Blutkörperchen bei.
  • Riboflavin trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.
  • Riboflavin trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
  • Riboflavin trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei.
  • Riboflavin trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel bei.
  • Riboflavin trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei.
  • Riboflavin trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
  • Riboflavin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.